Mario & Luigi: Partners in Time

Test

Konsequent weiterentwickelt

Mario & Luigi: Partners in Time Das Kampfsystem wurde im Vergleich zum Vorgänger nur leicht abgeändert. Gemeinschaftsattacken hängen nicht mehr vom Statuswert Brüderpunkte und den erlernten Aktionen ab, sondern von der Ausstattung mit Bros.-Items. Diese Gegenstände ermöglichen Koop-Angriffe, bei denen nicht selten alle vier Tasten zum Einsatz kommen.

Ähnlich wie beim Vorgänger wurde jeder Figur eine Taste auf dem Handheld zugewiesen, mit der alle Aktionen ausgeführt werden können. Mit A steuert man Mario, B lässt Luigi zum Beispiel hüpfen, Baby-Mario kommt durch die X-Taste zum Zug und Baby-Luigi beteiligt sich mit Y am Abenteuer. Dieses Steuerungs-Prinzip zieht sich durch alle Bereiche des Spiels und bedarf gerade in der Anfangsphase einer etwas längeren Eingewöhnungszeit - vor allem, was den Einsatz der Bros.-Items angeht.

Benutzt Mario zum Beispiel einen roten Panzer, setzt er Baby-Mario auf dem Item ab und kickt es in Richtung Gegner. Drückt man bei Feindkontakt die X-Taste, führt Baby-Mario eine Drehattacke aus und richtet somit zusätzlichen Schaden an. Luigi schickt das Baby-Geschoss durch gut getimtes Drücken von B wieder zurück zum Absender.

So geht das Ganze schließlich weiter, bis man sich verdrückt oder der Feind besiegt ist. Später verlangen solche Aktionen höchste Konzentration, da man die richtige Tastenfolge entweder innerhalb kürzester Zeit oder immer schneller eingeben muss. Erfolgreiche Kämpfe werden mit ordentlich Erfahrungspunkten und Münzen belohnt.

Letztere lassen sich in Shops in neue Hosen und Orden investieren. Die Beinkleider sind, je nach ihrem Effekt auf die Statuswerte des Trägers, teurer oder billiger, aber auch wegen besagter Wirkung sehr nützlich. Orden haben einen generalisierten Effekt auf die ganze Truppe und bescheren der Viererbande zum Beispiel nach einem Kampf wesentlich mehr Erfahrungspunkte oder mehr Münzen, was sich natürlich als überaus nützlich herausstellt.

Getrennt und doch zusammen

Mario & Luigi: Partners in Time Abseits der Kämpfe ist das Zusammenspiel der vier Hauptdarsteller allerdings auch sehr wichtig. Auch hier haben die Entwickler mehr auf dem Vorgänger aufgebaut, als sich komplett neue Aktionen zu überlegen. Für die einen ist das ein Kritikpunkt, für die anderen eine konsequente Weiterentwicklung eines tollen Gameplay-Elements.

Fakt ist, dass die Koop-Aktionen sehr einfallsreich in die Umgebungen integriert wurden und eines der DS-Hardware-Features, die beiden Bildschirme, verstärkt nutzen. Eine mit tödlichen Stacheln versehene Schlucht wird überwunden, indem sich Mario und Luigi auf eine schwebende Plattform stellen und von Baby-Mario und -Luigi - aus einem separaten Raum heraus - über die Gefahrenzone gelenkt werden.

Grafisch bekommt man herrlich gezeichnete 2D-Figuren und Hintergründe zu Gesicht, die zwar allesamt in sich stimmig sind und durch tolle Abwechslung überzeugen, aber den DS nicht an die Grenzen treiben. Hin und wieder, vor allem aber während der Kämpfe, wird das Spielerauge mit aufwendigen und prachtvollen Lichteffekten verwöhnt, die dann wiederum ein Beweis für die Grafikmuskeln des DS sind. Stimmungsvolle Musikstücke lassen in den jeweiligen Arealen eine gelungene Atmosphäre aufkommen.

Rollenspiel- und Mario-Fans sollten sich Partners in Time auf keinen Fall entgehen lassen. Man wird von der ersten bis zur letzten Stunde einfach genial unterhalten und zwar in allen Belangen. Die abgedrehte Story ist klasse und wird nicht nur Kenner des Vorgängers begeistern. Superstar Saga-Besitzer werden hingegen aufgrund der zu starken Ähnlichkeit zum Game-Boy-Spiel vielleicht etwas enttäuscht sein. Nichtsdestotrotz darf dieser Titel in keiner DS-Spielesammlung fehlen.

Wertung zu Mario & Luigi: Partners in Time (NDS)

Wertung:

88 /10
Fazit

Auch auf dem DS witzig und originell. Recht hohe Ähnlichkeit zum Vorgänger.

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