Let's Sing 2022 im Test: Schief gesungen und viel gelacht

Test Rebecca Herrmann Lukas Schmid
Let's Sing 2022 im Test: Schief gesungen und viel gelacht
Quelle: Koch Media

Ein weiteres Jahr nähert sich dem Ende, und wir alle wissen, was das bedeutet: Es gibt für sämtliche Tanz-, Sport- und Singspiele einen neuen Teil. Wir stellen vor: Let's Sing 2022 - mit deutschen Hits. Unser Test!

Alle Jahre wieder erscheint ein neuer Teil von Let's Sing. In Let's Sing 2022 (jetzt kaufen )- mit deutschen Hits geht es zu wie in den vorhergegangenen Teilen der Reihe. Heißt: Wir singen Karaoke. Nachdem man seinen Song ausgewählt hat, kommt man direkt in den Anfangsbildschirm vom Spiel.

Einmal kurz das Mikrofon angesungen - ja, man muss singen, damit sich das Mikrofon mit dem Spiel verbindet - und schon kann man das Lied starten.

Das Bewertungssystem ist aus den vorherigen Teilen und eigentlich jedem Karaokespiel bekannt: Quer über den Bildschirm laufen Balken, die die Tonhöhe anzeigen. Unter diesen Balken befinden sich die gerade gesungenen Silben.

Durch einen Punkt wird einem angezeigt, ob man die Tonhöhe perfekt erreicht hat oder ob man sie über- oder unterschritten hat. Trifft man die Töne perfekt, wird man mit Punkten und einem positiven Kommentar belohnt.

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Magere Song-Auswahl

Neben den deutschen Liedern gibt es auch eine Auswahl an internationalen Hits. So kann man sich hier auch an Billie Eilish und ihren außergewöhnlichen Stücken versuchen.  Quelle: Koch Media Neben den deutschen Liedern gibt es auch eine Auswahl an internationalen Hits. So kann man sich hier auch an Billie Eilish und ihren außergewöhnlichen Stücken versuchen.  Insgesamt kann man aus 35 Stücken auswählen. Die deutschen Stars sind dabei unter anderem mit Seeed, Max Giesinger und Sarah Lombardi vertreten. Es gibt aber auch internationale Hits, die im Radio rauf und runter gespielt werden. Von Billie Eilish über Ava Max bis hin zu Nathan Evens reicht die Liste.

Wer sich mit den aktuelleren Liedern nicht so wohlfühlt, kann dann immer noch auf die Backstreet Boys oder Wham! zurückgreifen, hier gibt es aber nicht besonders viel Auswahl.

Teilweise gibt es die Lieder auch nicht im Original, sondern als Remixe. Das macht das Singen nicht unbedingt leichter. Auch gibt es keine einstellbaren Schwierigkeitsstufen für die Stücke. Jedes Lied hat aber eine Einstufung von 1 bis 5 Sternen, die die Schwierigkeit anzeigt.

35 Lieder sind etwas mager, per DLC kann die Trackliste aber erweitert werden. Das ist schon mal generell suboptimal bei einem Bezahlspiel und allzu viel mehr wird auch hier nicht geboten. Die drei zum Launch verfügbaren DLCs Pakete enthalten jeweils fünf weitere Songs, jedes Pack kostet fünf Euro.

Nette Modi-Sammlung

Mit Liedern wie Everybody von den Backstreet Boys kann man dabei auch in die Vergangenheit eintauchen.  Quelle: Koch Media Mit Liedern wie Everybody von den Backstreet Boys kann man dabei auch in die Vergangenheit eintauchen.  Let's Sing bietet verschiedene Modi, die gespielt werden können. Dazu gehört eine Kampagne mit dem Titel "Legenden". Hier bekommt man Lieder mit unterschiedlichen Aufgaben serviert. Diese Aufgaben muss man logischerweise erfüllen, um die nächste Herausforderung zu erhalten. Alle paar Level gibt es ein "Bosslied" gegen eine - nicht besonders gute - KI, die man besiegen muss, indem man mehr Punkte erreicht.

Die Kampagne ist der einzige Modus, den man alleine bestreiten muss. In den anderen Modi kann man auch miteinander grölen. Hier kann man auch zwischen gleichzeitigem und abwechselndem Singen entscheiden.

Auch ein Mixtape kann erstellt werden, in dem man seine Lieblingsstücke speichern und dann unter anderem als Medley singen kann. Neben kooperativem Gesinge kann man auch gegeneinander antreten. Dafür gibt es einen rundenbasierten Modus.

Diese Runden bieten jeweils verschiedene Herausforderungen - wobei es natürlich immer darum geht, möglichst richtig zu singen. So verschwindet etwa der Text willkürlich, was es nicht einfacher macht, mitzusingen. Diese Challenges steigern aber den Spielspaß enorm, vor allem, wenn alle den Text nicht genau kennen.

In der Kampagne und durch fleißiges Sammeln von Erfahrungspunkten durch fröhliches Singen erhält man kosmetische Items für den Avatar. Man kann zwischen vier Charakteren wählen, die schon aus den vorherigen Teilen bekannt sind. Selber eine Figur basteln ist leider keine Option.

Richtiges Mikro oder Handy vorm Gesicht?

Natürlich kann man das Spiel auch im Solomodus spielen, um die Lieder zu üben und seine Gesangskünste zu verbessern.  Quelle: Koch Media Natürlich kann man das Spiel auch im Solomodus spielen, um die Lieder zu üben und seine Gesangskünste zu verbessern.  Am meisten Spaß macht das Sich-die-Seele-aus-dem-Leib-Gekreische natürlich mit Mikrofon. Zwei Stück liegen dem Titel in der physischen Version bei. Sie sind relativ simpel gestaltet, einfach an den USB-Port von PC oder Konsole stecken und ins obere Ende reinsingen - easy.

Wer die Mikrofone aber nicht benutzten möchte oder sich das Spiel digital gekauft hat, hat noch die Möglichkeit, eine in den diversen Stores verfügbare Handy-App zu nutzen. Sobald man die App auf dem Handy hat, kann man einen Code eingeben, der einem auf dem Bildschirm angezeigt wird und das Smartphone als Mikrofon benutzen.

Welche Version einem besser gefällt, muss jeder für sich entscheiden. Einen großen Unterschied macht es nicht. Es sieht aber natürlich schicker aus, sich ein Mikrofon vors Gesicht als ein Handy quer vor den Mund zu halten.

Mikrofon- und Tonfehler

Im Hintergrund sieht man das dazu passende Musikvideo. Teilweise muss man aufpassen, dass die Videos einen nicht ablenken, aber sie sind auf jeden Fall visuell spannend. Quelle: Koch Media Im Hintergrund sieht man das dazu passende Musikvideo. Teilweise muss man aufpassen, dass die Videos einen nicht ablenken, aber sie sind auf jeden Fall visuell spannend. Egal wie gerne man singt, es gibt Aspekte, die einem den Spaß daran versauen. Etwa einen Soundfehler, der sich bei jeder Auswahl eines Liedes wiederholt. Sobald man sich für einen Titel entschieden und diesen angewählt hat, ertönt ein wahnsinnig unangenehmer Ton, der klingt, als hätte sich das Spiel einen richtig schlimmen Fehler und würde sich gerade aufhängen.

Tut es aber nicht, klingt nur so. Da man die Lautstärke bei einem Titel dieser Art logischerweise ordentlich hochdreht, ist der Ton natürlich dementsprechend laut und unangenehm.

Ein zweites Manko betrifft die Sounderkennung. Teilweise wird die Stimme nicht erkannt. Lauter zu singen hilft manchmal, aber nicht immer, außerdem ist es natürlich anstrengend, ständig brüllen zu müssen. Dieser Fehler kostet einen immer wieder Punkte, ohne dass man etwas falsch gemacht hat.

Alles in allem eine solide Leistung Trotzdem macht das Spiel Spaß, vor allem, wenn man mit Freunden zusammen singt. Die unterschiedlichen Modi bieten genügend Abwechslung und die Highscore-Jagd sorgt für Laune. Die kosmetischen Upgrades sind hingegen zwar ganz nett, sie tragen aber weder allzu positiv noch negativ zum Spielgefühl bei.

Let's Sing 2022 ist seit dem 23. November 2021 für PS5, PS4, Nintendo Switch, Xbox Series X/S und Xbox One erhältlich.

Hinweis: Für diesen Test haben wir auf Hersteller-Shots zurückgegriffen. Das Spiel sieht aber wenig überraschend genauso aus.

Meinung

Wertung zu Let's Sing 2022 (PS4)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Let's Sing 2022 (PS5)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Let's Sing 2022 (NSW)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Let's Sing 2022 (XBO)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Let's Sing 2022 (XSX)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche Modi für Gruppen oder alleineGut gemischte LiedauswahlDurch fortschritt freispielbare kosmetische UpgradesVerbindung des Smartphones funktioniert einfach und schnell
Keine einstellbaren SchwierigkeitsgradeSchlechte KI im SolomodusTonfehler in LadesequenzenProbleme bei der Stimmerkennung
Fazit

Alles wie immer in der Let’s-Sing-Welt, im Guten wie im Schlechten

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