Das digitale Disneyland öffnet erneut seine Pforten - hereinspaziert!
In manchen Welten werden Sora, Donald und Goofy automatisch verwandelt.
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Ein Jahr ist vergangen seit den Ereignissen des ersten Kingdom Hearts, auch wenn die Fans in Deutschland fast vier Jahre auf den Nachfolger warten mussten. Doch das Warten hat sich gelohnt und man sieht dem Nachfolger in jeder Sekunde an, warum die Entwicklung (und die Lokalisierung) so lange gedauert hat! Als einer der wohl letzten richtig großen PlayStation-2-Titel macht Kingdom Hearts II auf beeindruckende Art deutlich, zu welch stimmigen Spielewelten und bombastischen Grafikeffekten die in Ehren ergraute (oder ersilberte?) Konsole fähig ist.
Gestatten, Roxas!
Selbst wer den Vorgänger nicht kennt, wird problemlos den Einstieg in die Welt von Kingdom Hearts schaffen - ein knapp dreistündiger Einführungsabschnitt macht jeden Spieler behutsam mit der Spielmechanik und der Geschichte vertraut. Neulingen entgeht praktisch nur eines: die Überraschung, diesmal nicht den altbekannten Helden Sora zu steuern, sondern einen ebenso jungen Unbekannten namens Roxas.
Der wird im verschlafenen Ort Twilight Town von allerlei Visionen und Blackouts geplagt, kann sich aber anfangs keinen Reim darauf machen. Erst nach allerlei Abenteuern mit Roxas' Freunden Hayner, Pence und Olette offenbart sich, was es mit seinen Träumen und dem darin auftauchenden Mädchen Naminé auf sich hat. Details seien hier noch nicht verraten, doch über kurz oder lang übernimmt der Spieler wieder die Kontrolle über Sora samt seinen treuen Begleitern Donald und Goofy - und eine spektakuläre Schnitzeljagd durch über ein Dutzend Disney-Welten beginnt.
Cartoon-Crossover
In der Heldenform räumt Sora unter den Geisterpiraten auf. BILD: PLAYZONE
Die kompromisslose Vermischung von Disney- und Final Fantasy-Charakteren funktioniert erstaunlich reibungslos, schon nach kurzer Zeit steckt man völlig in der Hybridwelt des Spiels drin und wundert sich nicht weiter, wenn etwa Zauberer Merlin und Squall Leonheart (hier nur "Leon" genannt) im selben Raum auftauchen. Völlig willkürlich ging Square Enix bei der Vermischung der Inhalte natürlich nicht vor - in der Regel sind die einzelnen Disney-Welten nicht verbunden und außer unserem Heldentrio verirrt sich höchstens mal ein Bösewicht aus einer anderen Welt hinein. Und an Bösewichten herrscht kein Mangel: Neben zahlreichen weltenspezifischen Fieslingen bekommen es Sora und seine Freunde nicht nur erneut mit der finsteren Organisation XIII zu tun, sondern auch mit Kater Karlo und Malefiz, der zurückgekehrten Hexe aus dem Disney-Klassiker Schneewittchen.
Schlüsselschwerter gezückt!
Stitch, die knuffige Kampfmaschine auf Abruf, plättet die Gegner mit seinen Ukelele-Künsten.
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Einen Großteil der Kämpfe bestreiten Sie aber nicht gegen derartige "Stars", sondern anfangs buchstäblich gegen "Niemande". Was es mit diesen grauen Gestalten auf sich hat, sei aber noch nicht verraten. Nach der Einleitung in Twilight Town müssen Sie sich dann vorwiegend mit den so genannten Herzlosen herumschlagen, die wie schon im ersten Kingdom Hearts in die zahlreichen Disney-Welten eingefallen sind und unter Karlos Kommando Unheil verbreiten.
