Killzone

Test Wolfgang Fischer

Killzone Umfangreiches Waffenarsenal
Was wäre ein Ego-Shooter ohne ein cooles und vor allem großes Waffenarsenal? Langweilig! Damit keine Lange-weile aufkommt, haben die Entwickler mehr als 20 verschiedene Waffen ins Spiel integriert, darunter auch ein paar fest installierte Geschütze. Obwohl Killzone in der Zukunft spielt, gibt es keine Strahlenwaffen oder ähnlich futuristische Gerätschaften. Alle im Spiel enthaltenen Schießeisen (Scharfschützengewehre, Pistolen, Raketenwerfer oder Maschinengewehre) basieren auf realen Waffen, die von den Guerrilla-Experten lediglich ein wenig ver-ändert und aufgebohrt wurden. Dementsprechend sind auch Nachladezeiten, Überhitzungsgefahr und Magazingröße realistisch gehalten, was nicht selten dazu führt, dass mitten im Gefecht die eigene Wumme kurze Zeit nicht verwendbar ist. Da die KI-gesteuerten Gegner, die sich lediglich hinsichtlich ihrer Panzerung und Waffenwahl unterscheiden, recht intelligent agieren und sogar selbstständig Deckung suchen, bedeutet dies nicht selten das Todesurteil für die eigene Spielfigur. Wer einigermaßen umsichtig vorgeht und auch mal selbst während eines Nachladevorgangs eine schützende Deckung sucht, sollte mit den Helghast-Invasoren jedoch keine riesigen Probleme haben - vor allem weil sich die eigene Gesundheitsanzeige nach ein paar Sekunden selbstständig ein wenig erholt. Killzone ist zwar fordernd, aber selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. Schließlich findet man auch in regelmäßigen Abständen Medi-Packs und Munition. Natürlich ist es auch möglich, besiegten Gegnern die Waffen abzunehmen und so den Munitions- oder Waffenvorrat auszufüllen. Insgesamt kann jeder Charakter gleichzeitig drei verschiedene Waffen und eine ganze Menge Munition tragen.

Große Präsentation mit kleinen Macken
Die große Stärke von Killzone liegt neben dem hervorragend abgestimmten Gameplay in der Präsentation. Massiver Schlachtenlärm, die gute (deutsche) Sprachausgabe und der phänomenale, von einem Orchester eingespielte Soundtrack sorgen dafür, dass man sich der beklemmenden Kriegsatmosphäre des Titels kaum entziehen kann. Auch optisch ist es ziemlich beeindruckend, was Entwickler Guerrilla aus der PS2 herausholt. Die höchst unterschiedlichen Levels wirken sehr stimmig und sehen größtenteils einfach fantastisch aus. Vor allem der kühle, realistische Look der vom Krieg gezeichneten Locations trägt enorm viel zur Atmosphäre bei. Leider wirkt sich eine derartige Grafikpracht ein wenig negativ auf die Darstellung aus, die nicht immer flüssig ist und gerade bei viel Action auf dem Bildschirm mit Problemen zu kämpfen hat. Ebenfalls nicht ganz optimal sind die Animationen der Gegner, die hier und da noch ein wenig Feinschliff vertragen könnten. Wer genau hinschaut, dem werden auch ein paar Clipping-Fehler auffallen. Diese kleinen Makel wirken sich aber nicht großartig auf die Spielbarkeit des Titels aus. Auch die per Splitscreen ausgetragenen Offline-Multi-player-Gefechte (siehe INFO Splitscreen und Online-Gameplay) sind durchweg sehr gut spielbar. Alles in allem ein perfekt inszeniertes, knallhartes Kriegsspektakel, das keinen Ego-Shooter-Fan kalt lassen wird!

Wertung zu Killzone (PS2)

Wertung:

90 /10
Fazit

Erstklassiger Ego-Shooter mit packender Atmosphäre und sehr gutem Mehrspieler-Modus

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