Killzone

Test Wolfgang Fischer

Killzone In der Sonderbeilage der letzten Ausgabe haben wir Ihnen Sonys Premium-Shooter Killzone anhand einer weit fortgeschrittenen Vorschauversion in allen Einzelheiten vorgestellt. Für viele Leser und auch für uns stellte sich danach nur noch eine Frage: Hat der knallharte Ego-Shooter "nur" einen Hit verdient oder hat er gar das Potenzial, sich die Genrekrone zu krallen? Eine schwierige Frage, die wir anhand der Testver-sion auf den folgenden Seiten beantworten werden.

Blitzkriegangriff der Helghast
Die Story von Killzone versetzt Sie in die nahe Zukunft. Die Menschheit hat zahlreiche Planeten besiedelt, die allesamt unter dem Banner der ISA (Interplanetarische Strategische Allianz) friedlich vereinigt sind. Zumindest war dies der Fall, bis die kriegslüsternen Bewohner des Planeten Helgan, die Helghast, die sich schon seit längerem von der ISA abspalten wollten, ohne Vorwarnung den Planeten Vekta angreifen. Als Mitglied eines ISA-Spezialkommandos liegt es nun an Ihnen, die Helghast so lange aufzuhalten, bis die dringend benötigte Hilfe von der Erde eintrifft.

Nach einem wahrhaft bombastischen Intro finden Sie sich als Offizier Jan Templar auf einem von Schützengräben übersäten Schlachtfeld wieder. Dieser Auftakt-Level dient obendrein als Tutorial, bei dem man mit der sehr guten und einfachen Steuerung vertraut gemacht wird. Im Vergleich zu anderen Shootern sticht nur die ungewöhnliche Sprint-Taste hervor. Wenn man den linken Analogstick, mit dem man sich bewegt, gedrückt hält, dann setzt die Spielfigur zu einem Kurzsprint an. Eine Erschöpfungsleiste auf dem Bildschirm gibt an, wie lange man schnell laufen kann.

SCHLAGKRÄFTIGES VIERER-TEAM
Natürlich verweilt man nicht ewig in den Schützengräben vor der Hauptstadt Vekta City. Im weiteren Verlauf des Spiels ballert man sich durch fantastisch in Szene gesetzte Slums, Parks, verlassene Einkaufszentren, Sumpfgebiete, Schneelandschaften und am Ende gar durch eine Raumstation. Dabei ist man nicht auf sich allein gestellt. Ab dem dritten Level gesellt sich mit Shadow Marshall Luger eine eiskalte Killerin hinzu. Einen weiteren Level später stößt Rico zur Gruppe, ein Experte für schwere Waffen, der mit seiner Minigun Gegner scharenweise ausschalten kann. Komplettiert wird das vielseitige Vierer-Team in Abschnitt 5 durch den Helghast-Überläufer Hakha, der ein guter Allround-Charakter ist.

Die Einzelspielerkampagne von Killzone umfasst elf große Levels, die ihrerseits in kleinere Abschnitte unterteilt sind. Vor dem Start eines Levels muss man sich für ein Team-Mitglied entscheiden, mit dem man dann die komplette Etappe spielt. Welchen der Charaktere man wählt, hat aufgrund der unterschiedlichen Fähigkeiten und Waffenausstattung durchaus Auswirkungen auf das Gameplay und die Aufgabenstellungen. Wie dies im Einzelnen aussieht, lässt sich leicht an einem Beispiel aus dem dritten Level des Spiels erklären: Zu Beginn des ersten Abschnitts muss eine Tür gesprengt werden. Wählt man Luger als spielbaren Charakter, so besteht die Aufgabe darin, den Sprengsatz unter heftigem Feindbeschuss anzubringen. Mit Templar muss man da-gegen der Kameradin Feuerschutz geben und Unmengen von Helghast-Soldaten mit einem Scharfschützengewehr ausschalten. Vergleichbare Sequenzen findet man im gesamten Spiel, daher kann es durchaus sinnvoll sein, einen Level mit einem anderen Charakter erneut zu versuchen.

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