Zum Auftakt der nächsten Konsolen-Generation bescheren uns Sony und Guerrilla Games mit Killzone: Shadow Fall einen hochkarätigen Bombast-Shooter, der technisch nicht nur jegliche Grafikreferenzen der Vorgänger-Konsole, sondern auch andere aktuelle Titel alt aussehen lässt. Auch spielerisch kann sich das PS4-Exklusivspiel durchaus sehen lassen. Wir haben den Ego-Shooter aus den Niederlanden bereits auf Herz und Nieren getestet und erläutern, was er aus Sonys Next-Generation-Konsole herausholt.
Audiovisuell atemberaubend
Quelle: Sony
Full-HD: Klar, Auflösung ist nicht alles. Wir könnten uns aber an flüssige 1080p-Optik fast frei von Pop-ups gewöhnen - Killzone: Shadow Fall zeigt, dass es mit der Playstation 4 geht.
Cross-Platform-Titel wie Call of Duty: Ghosts zeigen, dass eine 1080p-Auflösung allein noch nicht für bombastische Optik sorgen kann. Dagegen wirkt die Pixelpracht in Shadow Fall tatsächlich wie ein würdiger Next-Gen-Titel, der mit so viel Liebe zum Detail gespickt ist, dass wir immer wieder ins Staunen geraten. Besitzer einer PlayStation 4 dürfen sich über modernste Grafikeffekte freuen, die sich in realistisch vom Regen befeuchteten Objekten, farbigen Spiegelungen, knackig scharfen Echtzeitschatten sowie physikalisch korrekten Zerstörungen offenbaren. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, fällt die Bildrate nie unter 30 Bilder pro Sekunde, sondern liegt oftmals bei butterweichen 40 oder 50 Bildern. Nicht minder überzeugend sind die glasklaren Soundeffekte. Der Klang der Waffengeräusche hängt stark von der Umgebung ab, in der sich der Spieler gerade befindet. Leider ein nicht ganz so hohes Niveau kann die deutsche Synchronisation halten, die wir allenfalls als befriedigend klassifizieren können. Es ist erfreulich, dass Protagonist Kellan eine Stimme verliehen bekam, jedoch ist seine Vertonung derart emotionslos geraten, dass wir uns für diese wichtige Rolle einen anderen Sprecher gewünscht hätten. Ein kleines, aber nettes Detail sind die verteilten Audio-Logs, deren Aufnahmen über die integrierten Lautsprecher des neuen Controllers ausgegeben werden.
Warzone: Multiplayer der nächsten Generation
Quelle: Sony
Warzone: Die Mehrspieler-Gefechte laufen mit 60 Bildern pro Sekunde. Beim Detailgrad muss man Abstriche machen, allerdings nur kleine.
Killzone: Shadow Fall geht einen anderen Weg als die Konkurrenz und seine Vorgänger. Es gibt nur einen Spiel-Modus und auf ein Rangsystem wird gänzlich verzichtet. Weniger ist mehr, so lautet die Devise. Mit Warzone beschränkt man sich zu alledem auf nur drei wählbare Klassen: Assault, Scout und Support. Doch bietet der Multiplayer-Modus letztendlich viel mehr Inhalt und Spielspaß, als er zunächst verspricht. Bis zu acht Spielvarianten wechseln sich in Warzone dynamisch ab. Man darf sich bei Bedarf aber auch auf eine Variante festlegen, etwa "Suchen und zerstören" oder "Einnehmen und halten". Ebenso lassen sich eigene User-Warzones nach entsprechenden Präferenzen erstellen. Dabei darf man eine Vielzahl an Regeln festlegen und ein Bewertungssystem sorgt dafür, dass man auf den ersten Blick sieht, welche der User-Warzones in der Community Anklang finden. Die OWL-Drohne steht euch auch im Multiplayer-Modus zur Seite. Jedoch dürft ihr nur die zur eurer Klasse zugewiesenen Features nutzen. Der Supporter kann zum Beispiel Kollegen wiederbeleben, während der Assault ein Energieschild aufstellen kann. Weitere Features und Verbesserungen lassen sich durch das Erledigen der über 1.500 Herausforderungen freischalten. Wer zum Beispiel viele Abschüsse mit seinem Scharfschützengewehr schafft, schaltet hierfür verbesserte Objektive frei, während ein Draufgänger durch Serien-Kills sein Sturmgewehr aufleveln kann. Wer sich übrigens nicht gleich auf die Online-Schlachtfelder traut, darf offline mit Bots trainieren, die jedoch auch online genutzt werden dürfen. Die Größe der Maps in Warzone sind von eher kompakter Natur, vergleichbar mit denen in Activisions Call of Duty: Ghosts. Auch wenn sie sehr schön gestaltet sind, kann die Grafikqualität im Multiplayer-Modus doch nicht ganz so begeistern wie in der Kampagne. Dafür läuft sie mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde flüssig. Insgesamt gefällt uns der Multiplayer-Modus von Shadow Fall sehr gut. Bisher sind wir auch mit dem Balancing zufrieden. Unser in Zukunft folgender Langzeittest wird jedoch klären, ob dies auch so bleibt.
