Killzone: Shadow Fall - Abwechslungsreiche Schauplätze, angenehme Steuerung

Test Andreas Szedlak

Zum Auftakt der nächsten Konsolen-Generation bescheren uns Sony und Guerrilla Games mit Killzone: Shadow Fall einen hochkarätigen Bombast-Shooter, der technisch nicht nur jegliche Grafikreferenzen der Vorgänger-Konsole, sondern auch andere aktuelle Titel alt aussehen lässt. Auch spielerisch kann sich das PS4-Exklusivspiel durchaus sehen lassen. Wir haben den Ego-Shooter aus den Niederlanden bereits auf Herz und Nieren getestet und erläutern, was er aus Sonys Next-Generation-Konsole herausholt.

Abwechslungsreiche Schauplätze, vielfältiges Gameplay

Grafikpracht: In New Helghan kommen Lichteffekte und Spiegelungen wunderbar zur Geltung. Quelle: Sony Grafikpracht: In New Helghan kommen Lichteffekte und Spiegelungen wunderbar zur Geltung. Während der Spieler in den beiden Vorgängern häufig das Gefühl hatte, sich durch eine lineare und ewig gleich wirkende Umgebung zu bewegen, unterscheiden sich die Schauplätze in Killzone: Shadow Fall nun deutlich voneinander und wecken Erinnerungen an das Original. Unter anderem seid ihr im Verlauf der acht bis zehn Stunden andauernden Kampagne in einem idyllischen Wald unterwegs, durchstöbert ein verlassenes Raumschiff oder seilt euch zwischen vorbeirasenden Schnellzügen von Ebene zu Ebene ab, um Sprengsätze zu entschärfen. Auch gibt es meist mehr als einen Weg ans Ziel, auf dessen Weg ihr je nach Szenario in ruhigeren Momenten auch die Umgebung erkunden dürft. Einige Schauplätze, wie etwa das Raumschiff, sind deutlich linearer als andere, begeistern dafür aber mit einer Atmosphäre, die an Dead Space erinnert und aufgrund der bombastischen Optik natürlich einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Abwechslung in den Arealen sind nicht nur optischer Natur, auch spielerisch kann Shadow Fall mit enormer Vielfalt aufwarten. So müsst ihr, nachdem ihr von dem weiblichen Mensch-Helghast-Mischling Echo gerettet wurdet, euren Weg zunächst unbewaffnet und schleichend fortsetzen. Im Anschluss zeigt euch eure temporäre Begleiterin die Bedienung eines Spinnenroboters, mit dem ihr durch Fenster klettern und Türen von der anderen Seite öffnen könnt. Auch dürft ihr Echo, ausgerüstet mit einem tödlichen Scharfschützengewehr, Befehle geben, um ihr Ziele zuzuweisen, die sie dann präzise ausschaltet. Trotz obligatorischer Suchaufgaben zum Öffnen bestimmter Türen, mangelt es Shadow Fall zweifelsfrei nicht an Highlights und denkwürdigen Momenten. Etwa die spektakulären Flüge durchs Weltall oder brachiale Wellenangriffe, die euch einiges abverlangen. Zwar schafft es auch Guerilla nicht, das Shooter-Genre zu revolutionieren, doch ist Shadow Fall durch seine bombastische und hochkarätige Inszenierung dank Next-Gen-Technik eine eindeutig intensivere Erfahrung, als frühere Action-Spiele dieses Genres.

Angenehme Steuerung dank DualShock 4

Fingerwischen: Mit dem Touchpad wählt ihr eine OWL-Funktion. Quelle: Sony Fingerwischen: Mit dem Touchpad wählt ihr eine OWL-Funktion. Während wir uns durch die Kampagne kämpften, zeigten sich die Vorzüge des neuen DualShock 4 recht schnell: Vor allem Analogsticks und Abzugshebel vermitteln ein prima Gefühl der Kontrolle. Das neue Touchpad, wo sich früher Start- und Select-Knopf befanden, wird zur Auswahl der Drohnen-Features eingesetzt. Dadurch wirkt die Steuerung zunächst etwas überladen, da wir mehr Buttons zur Verfügung haben, als wir von dem Vorgänger-Modell gewohnt sind. Zwar hätte man die Drohnensteuerung theoretisch auch auf das ebenfalls verbesserte Digipad des PS4-Controllers legen können, doch wählen wir damit bereits andere Features aus, etwa das Adrenalinpack, das einen coolen Zeitlupenmodus aktiviert. Wie bereits aus den Vorgängern gewohnt, steuert sich Kellan leicht träge, wodurch die Entwickler das Gefühl vermitteln wollen, einen Soldaten mit schwerem Kampfanzug zu steuern. An diese minimale Verzögerung gewöhnt man sich aber schnell. Leicht negativ aufgefallen ist uns die Tatsache, dass Kellan beim Sprung von der Seilrutsche häufig noch ein Stück schlittert und dabei manchmal in den Abgrund rutscht.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Killzone: Shadow Fall - Taktisches Gameplay, intelligente K.I.
  2. Seite 2 Killzone: Shadow Fall - Abwechslungsreiche Schauplätze, angenehme Steuerung
  3. Seite 3 Killzone: Shadow Fall - Technik, Multiplayer, Fazit
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