Jurassic World: Evolution 2 Test - Besucher, Wirtschaft, Modi, Fazit, Wertung

Test Matthias Dammes 53,99 €
Jurassic World: Evolution 2 Test - Besucher, Wirtschaft, Modi, Fazit, Wertung
Quelle: PC Games

Im Test von Jurassic World: Evolution 2 gehen wir der Frage auf den Grund, in welchen Aspekten das Spiel besser ist als der Vorgänger und wie sich die neuen Features schlagen. Mit Flug- und Wasserdinos, packenden Szenarien und einigen neuen Mechaniken wird Aufbaufans einiges geboten. Highlights sind aber nach wie vor die toll designten Dinosaurier.

Verschenktes Typenpotential

Die Gäste haben nämlich auch deutlich mehr Bedürfnisse als nur Dinosaurier zu sehen. Die potentiellen Besucher unseres Dinoparks werden in vier Kategorien eingeteilt. Für den gewöhnlichen Gast kommt es vor allem auf Masse an, der abenteuerlustige Gast möchte Touren direkt durch die Dinogehege erleben, dem naturbewussten Gast in ein hoher Saurierkomfort wichtig und der luxuriöse Gast besteht auf Hotels im Park sowie eine hohe Vielfalt an Dinospezies. Gleichermaßen verlangen alle vier Typen danach, sich im Park wohlzufühlen. Dazu trägt eine flächendeckende Versorgung mit Schutzräumen, Toiletten und Transportmöglichkeiten bei.

Bei Geschäften konfigurieren wir die verkaufte Ware und die Innenausstattung, was sich auf das Interesse der jeweiligen Besuchergruppen auswirkt. Quelle: PC Games Bei Geschäften konfigurieren wir die verkaufte Ware und die Innenausstattung, was sich auf das Interesse der jeweiligen Besuchergruppen auswirkt. Den ganzen Tag Dinos anschauen, macht natürlich auch durstig und hungrig. Also platzieren wir entsprechende Trink- und Fressgeschäfte und weil wir gerade dabei sind, daneben auch noch ein Souvenirladen, in dem die Leute ihre Kohle lassen können. Bei allen drei Shoptypen legen wir fest, welche Produkte angeboten werden. Diese habe unterschiedliche Anziehungskraft auf die vier Besucherarten. Zusätzlich können wir den Laden mit modularen Elementen ausstatten, die ebenfalls Auswirkungen auf die Attraktivität für bestimmte Gäste haben. Allerdings erhöhen diese Module auch die laufenden Kosten des Geschäfts. Daher gilt es, die richtige Balance zu finden, um am Ende noch Gewinn mit dem Laden zu schreiben.

Auch hier ist die gestiegene Komplexität sehr erfreulich, da die Parkbesucher nicht mehr nur eine homogene Masse sind, die verlässlich Geld abwerfen, solange nur genug Saurier zu sehen sind. Allerdings steckt noch sehr viel ungenutztes Potential in den Besuchergruppen. Derzeit ist es nämlich egal, welche Gäste unseren Park besuchen, alle zahlen den gleichen Eintritt. Ob mein Park also für Abenteurer oder Luxusgäste besser geeignet ist, spielt kaum eine Rolle. Es gibt auch keine Beschwerden von Kunden einer Kategorie, wenn ihre Bedürfnisse nicht hinreichend erfüllt werden, es kommen einfach weniger von ihnen. Hier ist auf dem Weg zur tiefgründigen Wirtschaftssimulation also noch viel Luft nach oben. Leider spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob man seinen Park auf eine bestimmte Besuchergruppe zugeschnitten hat. Quelle: PC Games Leider spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob man seinen Park auf eine bestimmte Besuchergruppe zugeschnitten hat.

Was das alles kostet

Richtige Schritte in dieser Richtung wurden auf der Verwaltungsseite unternommen. Der Park ist jetzt kein automatisiertes Objekt mehr, das scheinbar von alleine funktioniert. Mit den Wissenschaftlern müssen wir zumindest eine Berufsgruppe auch aktiv verwalten. Immerhin kommen diese Spezialisten auch bei vielen Tätigkeiten im Park zum Einsatz. Wenn wir eine neue Technologie erforschen, wenn wir eine Expedition starten, wenn wir einen Dino ausbrüten, wenn ein Dino behandelt werden muss und noch bei einigen weiteren Gelegenheiten werden regelmäßig Wissenschaftler benötigt, die den entsprechenden Arbeiten zugewiesen werden. Dazu verfügen die Mitarbeiter über unterschiedliche Fähigkeiten in den Werten Logistik, Genetik und Wohlbefinden. Mit entsprechendem Fortschritt können die Wissenschaftler weiter trainiert werden.

Forschungen, Expeditionen und das Ausbrüten von Dinosauriern kann teilweise richtig teuer werden. So wie diese Expedition nach T-Rex-DNA hier. Quelle: PC Games Forschungen, Expeditionen und das Ausbrüten von Dinosauriern kann teilweise richtig teuer werden. So wie diese Expedition nach T-Rex-DNA hier. Höhere Skills bedeuten aber auch höhere Personalkosten. Gerade zu Beginn einer Partie stellen die Gehaltskosten den größten Ausgabenfaktor eines Parks dar. Es bringt also nichts gleich zu Beginn die teuersten Wissenschaftler anzuheuern, in der Hoffnung schnell voranzukommen, wenn in der Zwischenzeit die Gehälter die erstmal spärlichen Einnahmen auffressen. Allgemein ist es nicht mehr so einfach, in Geld zu schwimmen, wie im Vorgänger. Zum einen, weil es keine über alle Spielstände zusammenhängende Wirtschaft mehr gibt. Zum anderen, weil es viel mehr Kosten gibt, durch die Geld wieder abfließt. Neben den Gehältern der Wissenschaftler müssen regelmäßig Notfallgeneratoren und Jeeps mit Treibstoff versorgt werden, Kraftwerke kosten permanenten Unterhalt, genau wie die Geschäfte für die Gäste.

Hinzu kommen teils deutliche Kosten für die Expeditionen nach DNA, das Synthetisieren von Eiern und Ausbrüten von Dinosauriern. Je größer und prestigeträchtiger ein Dino, desto teurer seine Herstellung. Für die Beschaffung eines Tyrannosaurus Rex gehen da locker mal ein paar Millionen drauf. Ach, und übrigens: Die Wissenschaftler erleiden bei ihrer Arbeit auch Erschöpfung. Sie in einem Personalzentrum in eine Ruhepause zu schicken kostet ebenfalls einen ordentlichen Obolus. Wirtschaftssimulationsexperten wird Jurassic World: Evolution 2 sicher nicht vor unlösbare Herausforderungen stellen, aber alle Spielsysteme sind doch erfreulich durchdachter und tiefgreifender als im Vorgänger.

Komplexer, schöner, gelungener

Profis, die sich bei den Chaostheorie-Szenarien noch nicht richtig gefordert fühlen, werden aber womöglich im Herausforderungs-Modus ein wenig ins Schwitzen kommen. In diesem geht es darum innerhalb einer bestimmten Spielzeit einen Park auf fünf Sterne zu bekommen. Dazu stehen vier verschiedene Schwierigkeitsgrade mit unterschiedlichen Voraussetzungen zur Verfügung. Wem das alles zu hektisch ist, kann sich schließlich im Sandkasten-Modus vergnügen. Hier kann das Spiel frei nach den eigenen Vorstellungen konfiguriert werden.

Jurassic World: Evolution 2 ist weiterhin keine knallharte Parksimulation wie ein Planet Coaster oder Planet Zoo, aber die Entwickler haben in den meisten Aspekten aus der fehlenden Komplexität des Vorgängers gelernt. Es gibt jetzt sogar einige Deko-Objekte, mit denen sich der Park hübscher gestalten lässt. Auch die Geschäfte haben ein umfangreiches Anpassungssystem für schicke individuell gestaltete Fassaden. So dürften auch Schönbauer zumindest ein wenig zufriedengestellt werden. Davon abgesehen lebt aber auch der zweite Teil von der bis heute ungebrochenen Faszination für Dinosaurier. So ein Park mit Stegosaurus, Mosasaurus und Indominus Rex macht halt deutlich mehr her als mit Lama, Känguru und Faultier.

Meinung und Wertung

Meinung

Wertung zu Jurassic World: Evolution 2 (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Jurassic World: Evolution 2 (PS4)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Jurassic World: Evolution 2 (PS5)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Jurassic World: Evolution 2 (XBO)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Jurassic World: Evolution 2 (XSX)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
84 toll umgesetzte DinosaurierDino-Haltung mit mehr TiefgangKomplexeres WirtschaftssystemWissenschaftlerCharaktere aus den Filmen mit Originalsprechern (englisch)Große, vielseitige MapsFlug- und WasserdinosHübsche Grafik mit schicken DinoanimationenWas-wäre-wenn-SzenarienFrei Konfigurierbarer Sandbox-ModusHerausforderungsmodusViel Hintergrundinformationen in der Datenbank
Story-Kampagne zu kurz, zu einfach und ohne packende ErzählungBesuchertypen schöpfen Potential nicht ausWegfindung der Fahrzeuge mangelhaftNegative Events wie Stürme und Krankheitsausbrüche manchmal zu häufig

Bildergalerie

Die besten 27-Zoll-Monitore für Gamer findet ihr im PCGH-Ratgeber 27-Zoll-Monitore.

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