Juiced

Test

Die Gang im Rücken

Juiced Nach einiger Zeit im Rennzirkus schließen sich dem Spieler insgesamt drei Fahrer an, die dann entweder alleine auf Preisgeldjagd geschickt werden können oder als Unterstützung in einem der Team-Rennen fungieren. Nachdem sie frisch ins Rennteam aufgenommen wurden, mangelt es ihnen noch etwas an Rennerfahrung, was sich aber durch häufige Soloauftritte schnell ändert.

Sowohl in den Einzel- als auch in den Team-Rennen hat der Spieler die Möglichkeit, über das Digitalkreuz das Maß der Fahraggression einzustellen. Allerdings sollte man hier beachten, dass sich die andauernde Anspannung seines Kollegen auch in einem ungewollten Dreher entladen kann.

Richtig hübsch

Juiced In technischer Hinsicht hat der Titel durch den Hersteller-Wechsel, vor allem aber durch die zusätzliche Entwicklungszeit einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht. Allen voran sehen die Automodelle sehr gut aus und überzeugen während der Rennen durch hübsche Spiegelungen auf der Karosserie. Im Vergleich zur PS2-Fassung sehen die PS-Monster nochmals besser aus und erstrahlen durch knackigere Lichteffekte in genialem Glanz.

Die Stadtteile sind von der Thematik her abwechslungsreich und machen einen grundsoliden Eindruck, ohne erwähnenswert neue Akzente zu setzen. Die vielen Details fernab der Strecken, beispielsweise Heißluftballons oder Fallschirmspringer, untermauern diese Wirkung. Das überaus gelungen vermittelte Geschwindigkeitsgefühl rundet das sehr gute optische Gesamtbild ab.

Die brachialen Motorensounds sorgen im akustischen Bereich für die nötige Portion Authentizität und machen die Kraft eines Nissan Skyline GT-R förmlich spürbar. Allerdings ist die Musikauswahl eher unauffällig und unterstützt die schnelle Rennaction nur sehr selten.

Der Boxenstropp hat sich gelohnt

Juiced Juiced hat der zusätzliche Aufenthalt in der Entwickler-Boxengasse überaus gut getan. Die technische Performance stimmt trotz gelegentlicher Einbrüche in der Bildwiederholungsrate, der Karriere-Modus fesselt über einen längeren Zeitraum hinweg und die Auswahl an Arcade-Herausforderungen geben auch abseits der Jagd nach Geld und Respekt ausreichend Gelegenheit, eine schnelle Runde zu wagen. Freunde von Mehrspieler-Rennen werden von der Offline-Variante allerdings etwas enttäuscht sein.

Man kann lediglich Rundkurs-Rennen gegen einen menschlichen Kontrahenten veranstalten. Richtige Mehrspieler-Freuden kommen lediglich im Online-Modus auf, der mit einer üppigen Ausstattung aufwartet. Leider war dieser zum Testzeitpunkt noch nicht fertig gestellt. In einer der nächsten Ausgaben werden wir den Test nachliefern.

Fans von schneller Street-Racing-Action, die zudem einen gewissen Simulationsanspruch haben, sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren. Denn genau das macht Juiced zu einem sehr guten Spiel, das aber nicht jedermanns Geschmack ist.

Wertung zu Juiced (XB)

Wertung:

87 /10
Fazit

Sehr guter Street-Racer, mit starkem Simulationscharakter, der dadurch zur Geschmackssache wird.

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