James Bond 007 Blood Stone im Test für PS3 und Xbox 360 - Bond ist zurück. Doch sein neustes Abenteuer besteht der britische Geheimagent nicht im Kino, sondern exklusiv in Spieleform. Mit dabei Bond-Darsteller Daniel Craig und Sängerin Joss Stone.
Der nächste 007-Kinofilm wurde wegen finanzieller Probleme auf unbestimmte Zeit verschoben. Da trifft es sich gut, dass Mister Bond wenigstens auf der PS3 wieder seiner kriminalistischen Arbeit nachgeht! Die Story des Spiels dreht sich um Biowaffen, die wieder mal in die falschen Hände geraten. Böse Russen, überdrehte Fieslinge samt hanebüchenem Akzent, scharfe Damen: Die Zutaten der Handlung sind so typisch wie unterhaltsam. Allerdings verliert die Geschichte im späteren Verlauf zusehends an Spannung und endet in einem öden Finale. Und das, obwohl der Drehbuchautor Bruce Feirstein für das Skript verantwortlich ist.
Dafür stimmt die Erzählweise: Zahlreiche Zwischensequenzen in Spielgrafik treiben den Plot voran. Der virtuelle Bond sieht dabei nicht nur aus wie Daniel Craig, er spricht auch mit dessen originaler Stimme. Wer kein Englisch versteht, der kann die Tonspur übrigens beruhigt umschalten – denn auch die deutsche Synchro ist gut gelungen! Komplettiert wird die virtuelle Darstellerriege von Judi Dench alias Bond-Chefin M und der Sängerin Joss Stone, die auch den offiziellen Song zum Spiel "I'll take it all" beisteuert.
Quelle: Activision
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LEBEN UND BALLERN LASSEN
Blood Stone umfasst insgesamt 17 Missionen. Den Großteil davon machen rüde Schießereien gegen KI-Halunken aus. Deren Intelligenz ist zwar auf dem Niveau eines Holzstuhls, aber dennoch machen die Shooter-Passagen Spaß. Dies liegt vor allem an der durchdachten Steuerung. Auf Knopfdruck hechtet euer Bildschirm- Spion in Deckung. Aus dieser sicheren Position könnt ihr bequem alle anrückenden Gegner ins Visier nehmen. Im richtigen Moment schnellt ihr dann hervor und überrascht eure Gegner mit einer Blei-Dusche. Abwechslung ins rabiate Geschehen bringen Nahkampfmanöver der Marke "Tritt ins Gemächt" sowie das Fokus-System.
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James Bond 007: Blood Stone im Test für PS3 und Xbox 360 - Joss Stone spielt mit
Aber Bond wäre freilich nicht Bond, wenn er keinen Hightech-Schnickschnack dabei hätte. Und so verfügt 007 in Blood Stone über ein Handy, das selbst das iPhone wie einen billigen Taschenrechner aussehen lässt. Drückt ihr das Steuerkreuz nach unten, so wird der mobile Wunderkasten gezückt: Das Bild schimmert nun hellgrün und alle wichtigen Dinge werden durch Symbole hervorgehoben. So erkennt ihr nicht nur, ob sich ein Schurke hinter einer Mauer versteckt, sondern auch seinen Alarmstatus und welche Waffe er trägt. Außerdem zeigt ein oranger Punkt an, wo ihr eure Reise durch den Level fortsetzen müsst. Doch das Superhandy ist nicht nur ein Sichtverstärker, es eignet sich auch als Hacker-Werkzeug. Immer wenn Bond einen Computer knacken oder eine Überwachungskamera ausschalten will, hält er sein Telefon vor das entsprechende Gerät. Was folgt, ist ein Minispiel der einfachsten Sorte: Drückt schnell die eingeblendeten Tasten nach, schon ist der Hacking-Versuch geglückt.
Nicht ganz so offensichtlich sind die etwa 50 versteckten, sogenannten Geheimdaten. Wenn ihr sie entdeckt und mit dem 007-Handy einscannt, winken PS3-Trophäen. Freischaltbare Extras gibt es indes nicht.
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RASEN ROYALE
Blood Stone wurde von den Blur-Machern Bizarre Creations entwickelt. Dementsprechend ist es keine Sensation, dass auch im neuen Bond-Videospiel rasante Renneinlagen auf dem Programm stehen. Mal heizt ihr mit einem Aston Martin aus einer explodierenden Fabrik, mal brettert ihr mit einem Motorboot durch den Hafen von Athen.
Das Frustpotenzial hält sich dabei trotz geringer Fehlertoleranz in Grenzen. Denn zahlreiche Rücksetzpunkte sorgen dafür, dass ihr nach dem Scheitern sofort wieder ins Geschehen einsteigen könnt. Schade allerdings, dass der Anteil der Rennspiel- Intermezzi überraschend gering ausfällt. Hier hätte Bizarre Creations ruhig fleißiger sein dürfen.
Als kleine Entschädigung für die etwas kurze Story-Kampagne enthält Blood Stone einen speziellen Mehrspieler-Modus. In diesem liefert ihr euch Online- oder LAN-Gefechte mit bis zu 15 weiteren Teilnehmern. Wir konnten diese Massen-Schießereien aber leider noch nicht testen, da die Multiplayer-Server zum Redaktionsschluss noch nicht liefen. Deshalb steht auch keine Mehrspieler- Wertung unter diesem Artikel. Unser Gefühl sagt uns aber: Euch erwartet austauschbare Shooter-Kost. Sollten wir uns geirrt haben, so werden wir in der nächsten Ausgabe der Play 3 einen entsprechenden Nachtest abliefern. Der Kauf des Spiels lohnt sich aber auch schon für den spaßigen Solo-Modus!
