Die wenigen Dialoge werden in Zwischensequenzen dargestellt.
Spiele aus dem Stealth-Genre sind spätestens seit Splinter Cell das neue Massenphänomen auf dem Gaming-Sektor. Doch während sich Solid Snake, Ethan Hunt und Co. hauptsächlich für den Weltfrieden einsetzen, arbeitet der Protagonist aus IO Interactives Vorzeigeserie auf eigene Rechnung und hält sich höchst selten an Gesetze. Wer Hitman 2: Silent Assassin kennt, weiß, mit welchen Methoden 47 seine Aufträge erfolgreich und ohne Skrupel zu Ende bringt. Doch auch wer den Vorgänger nicht gespielt hat, wird keine große Mühe haben, sich im Leben und Wirken von 47 zurechtzufinden, da Hitman: Contracts inhaltlich nicht auf Hitman 2 aufbaut. Hitman: Contracts ist eher eine Art Retrospektive einiger Missionen des Killers, der sich im Intro nach einem Job schwer verletzt auf sein Hotelzimmer schleppt und dort an einige Aufträge zurückdenkt, woraus nach und nach die Zusammenhänge mit seiner jetzigen Situation erkennbar werden.
Was bisher geschah
Für alle, die die Geschichte des Glatzkopfes mit dem Strichcode am Hinterkopf noch nicht genau kennen, sei hier ein Kurzabriss aus dem gefährlichen Leben von 47 gegeben: Im Jahre 1950 treffen in der französischen Fremdenlegion fünf unterschiedliche Charaktere aufeinander, die Zeugen experimenteller Züchtung verschiedener Körperteile werden. Bald entwickeln sie die Idee des Klonens, um eigene Organe schnell austauschen und so ihr Leben verlängern zu können. In den Räumen ei-ner rumänischen Anstalt entwickeln die Männer nach einiger Zeit erfolgreich einen ersten vollwertigen Klon und kurz darauf aus Schutzgründen eine ganze Armee dieser gezüchteten Menschen. Doch schließlich gelingt Klon 47 die Flucht. Bald meldet sich eine mysteriöse Agentur bei ihm, die ihm viel Geld für die erfolgreiche Durchführung einiger Säuberungsaktionen verspricht. Die legendäre Karriere von 47 beginnt.
Das Leben eines Killers
Hitman-Kundige stellen bereits in der ersten Mission fest, dass die Entwickler das Versprechen gehalten haben, eine düstere und bedrückende Atmosphäre zu schaffen, denn die ersten Gedanken des Killers richten sich auf die Flucht aus dem bizarren Sanatorium seines Schöpfers Doktor Otto Wolfgang Ort-Meier. Die danach scheinbar zusammenhanglos aneinander gereihten Missionen werden vor allem durch die Zwischensequenzen verbunden, in denen 47 durch einzelne Gegenstände oder Personen an bestimmte, durchweg moralisch fragwürdige Aufträge erinnert wird. Beispielsweise fällt Hitmans Blick in der Zwischensequenz nach dem ersten Abschnitt auf einen Fleischerhaken - und schon wandern seine Gedanken zu der stilmäßig abgefahrensten Mission "Meat King's Party". Im Verlauf des Spiels wird 47 unter anderem auch einem seiner Schöpfer wiederbegegnen, mit dem er ebenfalls mehr oder weniger kurzen Prozess machen muss. Die zwölf Missionen sind dabei in acht Szenarien aufgeteilt, in denen sich 47 unter anderem in Rotterdam, Hongkong, England und Ungarn herumtreibt. Die letzte Mission nimmt die aktuelle Zeitlinie wieder auf und 47 muss in Paris dem Zugriff der Polizei entkommen.
