Im akustischen Bereich bekommt der Spieler sehr gute, stimmungsvolle Klänge bei den überaus gelungenen Geister-Passagen zu hören und inspirationsloses Gedudel, wenn Raimi die Waffen sprechen lässt. Auf eine Sprachausgabe haben die Entwickler - mit Ausnahme der Zwischensequenzen - verzichtet. Schade eigentlich, hätten sie alle Gespräche vertont, wäre das der Atmosphäre und der Story einmal mehr zugute gekommen.
Weit hinter den Möglichkeiten
Geist verfügt über sehr viel Potenzial, das aber aufgrund der überwiegend durchwachsenen Technik ungenutzt bleibt. Eine stärkere Grafik-Engine und etwas mehr spielerischer Freiraum hätten den Titel zu einem genialen Spielplatz für alle Hobby-Poltergeister werden lassen. Auch die inspirationslosen Baller-Passagen verweigern dem Spiel eine höhere Wertung. Somit hält sich auch der Wiederspielwert beim Story-Modus in Grenzen.
Geistreiche Duelle im Mehrspieler-Modus sorgen dennoch über das Lösen des Story-Modus hinaus für Kurzweil. In den drei Spiel-Modi Posses-sion Deathmatch, Capture the Host und Hunt kommt das Geister-Konzept ebenfalls sehr originell zum Tragen. Bei Hunt beispielsweise treten Soldaten gegen Geister an. Die Gespenster können die Kontrolle ihrer Gegner übernehmen und müssen dann versuchen, sie in eine Todesfalle zu befördern.
Besonders lustig bei der ganzen Sache ist die Tatsache, dass zwei Spieler versuchen, eine Person zu steuern, und immer den Bewegungen des Konkurrenten entgegenwirken. Leider muss sich auch hier die schwammige und träge Steuerung Kritik gefallen lassen. Auch der Umfang ist im Vergleich zu anderen Mehrspieler-Titeln, allen vo-ran TimeSplitters: Future Per-fect, zu gering. Jeder, der einen Sinn für ausgefallene Spielkonzepte hat und mit technischen Unzulänglichkeiten leben kann, sollte Geist eine Chance geben.
