Import-Test: Geist

Test

Wir haben ein Opfer ausfindig gemacht und halten nach einer Möglichkeit Ausschau, um die Person 
zu schocken. Hier laden die Duschköpfe dazu ein. Wir haben ein Opfer ausfindig gemacht und halten nach einer Möglichkeit Ausschau, um die Person zu schocken. Hier laden die Duschköpfe dazu ein. Nachdem der Spieler die Entstehung von Raimis neuer Daseinsform und dessen Gefangennahme mit ansehen muss, macht er mit Gigi Bekanntschaft. Das kleine Geistermädchen versorgt John nicht nur mit allerlei nützlichen Informationen, sondern geleitet ihn auch durch einige Tutorial-Passagen. Hier lernt der Spieler die grundlegenden Möglichkeiten kennen, die er als Geist hat. Man übt die Übernahme von leblosen Gegenständen, wechselt über spezielle Geister-Kanäle in den nächsten Raum und erschreckt den ersten Menschen - mehr dazu findet ihr in unserem Extrakasten "Geistreiche Grundlage".

Diese ersten Erfahrungen sind jedoch nur die Spitze des Eisberges der paranormalen Aktionsvielfalt. Im fortschreitenden Verlauf des Spiels weiten sich die Rätsel immer mehr aus und beziehen mehrere Personen und Aktionen ein. So erschreckt man eine Reinigungskraft zunächst als Fledermaus und dann als Gullydeckel mit beängstigendem Eigenleben.

Später löst man eine knifflige Situation in einer Kantine, indem man über mehrere Schritte zuerst vom Koch Besitz ergreift und dann die anwesenden Volks-Soldaten mit einer vergifteten Suppe außer Gefecht setzt. Das Besondere an diesem speziellen Beispiel ist, dass man das Gift als Ratte beim Betreten des Komplexes entdeckt und die Kantine als Wissenschaftler betritt.

Die Art und Weise, wie der Spieler an die vielen Situationen herangeführt wird, ist stets eine andere - ebenso wie die Lösungswege. Einziger Wermutstropfen ist die allgegenwärtige Linearität. Auch wenn jede Herausforderung eine andere Lösung verlangt, so hat man in den bestimmten Situationen keine Möglichkeit zum Experimentieren und muss sie auf die vorgegebene Weise meistern.

Das in Geist verwendete Konzept funktioniert zwar, würde aber durch einen größeren spielerischen Freiraum weit mehr faszinieren und den Spaß deutlich in die Höhe schnellen lassen. Neben dem erfrischenden Geister-Dasein verfügt der Titel auch über eine äußerst gelungene Atmosphäre, die vor allem durch die spannende und intrigante Hintergrundgeschichte erzeugt wird. Erfährt man beispielsweise, was es eigentlich mit Gigi auf sich hat und welches Ziel die Volks Corporation in Wahrheit verfolgt, wird es erst richtig interessant. Aber keine Angst, wir wollen euch nicht die Spannung im Vorfeld zerstören, deshalb ver-raten wir keine Details.

Schaurig-schön und zum Fürchten

Import-Test: Geist Das Gameplay von Geist beschert dem Spieler Höhen und Tiefen. Bei der technischen Umsetzung ist das sehr ähnlich. Während der anfänglichen Action fallen die instabile Bildwiederholungsrate (engl.: Framerate) und die hakeligen Animatio-nen der Protagonisten negativ auf. Die überwiegend kantige Architektur der Umgebung ist zwar ein weiterer Kritikpunkt, betrachtet man aber die grafische Abwechslung von Geist, so kann man diese Mängel durchaus verschmerzen.

Mit der Gestaltung von hochtechnisierten Laborkomplexen oder einem unterirdischen, zerfallenen Wohnkomplex haben die Entwickler viel Fantasie bewiesen. Die Ausleuchtung der Umgebung unterstützt auf der einen Seite die gelungene Atmosphäre, auf der anderen Seite enttäuscht sie aufgrund der unschönen Statik. Bemerkenswert wiederum ist die Tatsache, dass jeder Gegenstand und jedes Tier eine ganz individuelle Perspektive spendiert bekommen hat. In der Haut eines Hundes beispielsweise nimmt man die Umgebung nur schwarz-weiß wahr und weiter entfernte Bereiche erscheinen unscharf.

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