Fallout 4 im Test: Power Rüstung, Waffenbau und Siedlungs-Crafting

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Fallout 4 im Test für PS4
Quelle: Bethesda

Test und Wertung zu Fallout 4: Lest im Review für PS4 & PC, warum Bethesdas Endzeit-RPG ein würdiger Nachfolger ist und trotzdem nicht alle Register zieht.

Gewaltlos ging es während unseres Test zu Fallout 4 praktisch nie zu: Schleichen ist bei entsprechender Skillung zwar durchaus mal eine Option, zum Beispiel um einen Computer zu hacken und damit feindliche Geschütze umzuprogrammieren oder Wachroboter auf unsere Feinde loszulassen. Doch die meiste Zeit mündet Fallout 4 eben doch in direkten Schusswechseln. Wie gut, dass Bethesda hierfür noch einen Trumpf im Ärmel hat - die mächtige Power Rüstung.

Mächtige Power Rüstung, noch mächtigeres Handwerk

Für alle, die es gerne richtig krachen lassen, gibt's die neuen Power Armor-Anzüge, die nun keine einfachen Rüstungen mehr sind, sondern uns eher die Statur eines kleinen Mechs verleihen. Damit sind dann auch direkte Ballereien gegen Gegnermassen und besonders dicke Brocken möglich, am liebsten mit schweren Waffen wie Minigun, Raketenwerfer oder anderen Krawallmachern, die besonders viel Inventarplatz verbrauchen. Da Power-Rüstungen aber nur mit seltenen Fusionskernen in Betrieb genommen werden können, wird so verhindert, dass wir von früh bis spät in der dicken Panzerung rumlaufen. Stattdessen heben wir sie uns lieber für besondere Anlässe auf - und haben dann umso mehr Spaß an dem Ding.

Geniales Crafting: Waffen im Eigenbau

Die Power-Rüstung können wir in mehreren Schritten ausbauen und verbessern. (PS4) Quelle: PC Games Die Power-Rüstung können wir in mehreren Schritten ausbauen und verbessern. (PS4) Um unsere Hightech-Kampfpelle in Schuss zu halten, haben wir nun die Möglichkeit, an Werkbänken unsere Ausrüstung zu pflegen und zu verbessern. Die Power Armor können wir zum Beispiel aus verschiedenen Bauteilen zusammenbauen, lackieren und mit Upgrades verbessern, vom Tarnfeld bis zum Jetpack. Noch cooler ist aber die Möglichkeit, endlich Waffen nach Lust und Laune zusammenzuschrauben. Wir waren selbst nach 60 Stunden noch motiviert, unsere Knarren mit neuen Läufen, Zielvorrichtungen, Schussmodi und so weiter auszustatten! Eines unserer Lieblingsfeatures und noch dazu etwas, das wir schon in Fallout 3 sehr vermisst hatten.

Für die ganzen Upgrades brauchen wir natürlich Rohmaterial, für das wir die Spielwelt nach allerlei Schrott und Ressourcen absuchen - wir verbringen also relativ viel Zeit damit, alte Telefone, Öldosen, Klebeband und anderen Kram einzusacken, denn fast jedes Item lässt sich in irgendeiner Weise verwerten. Stellt euch deshalb drauf ein, regelmäßig in euer Zuhause zurückkehren, um dort die ganzen Fundsachen abzuladen, denn das Inventar ist durch den ganzen Schrott in Windeseile gefüllt.

Siedlungsbau - mal umständlich, mal cool

Per Crafting-System können wir uns eigene Behausungen und ganze Siedlungen bauen. (PS4) Quelle: PC Games Per Crafting-System können wir uns eigene Behausungen und ganze Siedlungen bauen. (PS4) Wo wir uns letztendlich niederlassen, ist uns ziemlich freigestellt - in Fallout 4 können wir nämlich an vielen vorgegebenen Orten eigene Häuser und sogar ganze Siedlungen errichten. Bethesda hat dazu ein ziemlich mächtiges Crafting-Tool gebastelt, dank dem man mit Zement, Holz, Stahl und anderem Kram eigene Behausungen errichten kann - von Wänden, Dächern und Türen über Betten, Sofas, Schränke und Lampen bis hin zur Stormversorgung, automatischen Geschützen und kleinen Geschäften. Um die Orte mit Leben zu füllen, heuert man neue Siedler an, sorgt für Wasser- und Nahrungsvorräte und errichtet Versorgungsrouten. Das alles klappt trotz fummeliger Bedienung mit etwas Übung ganz gut, zumindest mit dem Gamepad. Mit Maus und Tastatur fällt das Baumenü dagegen arg umständlich aus, da wir die Liste mit den Bauelementen augenscheinlich nur per Pfeiltasten bedienen können. Tatsächlich gibt's aber einen praktischen Trick - bei gedrückter Shift-Taste können wir das Menü auch per WASD bedienen, was sehr viel angenehmer ist! Nur leider erklärt uns das Spiel solche Kniffe nicht - wir müssen sie umständlich selbst rausfinden. Wer sich aber in die umständliche Bedienung reingefuchst hat, kann tatsächlich tolle Ergebnisse erzielen, für Bastelfreunde ist das Siedlungsbau-Feature ein kleines Paradies! Mindestens ebenso löblich fiel uns beim Review auf: Wer gar keinen Bock darauf hat, kann das Häuserbasteln auch weitestgehend ignorieren. Wer also befürchtet hat, Fallout 4 würde zum kleinen Minecraft mutieren, darf ganz beruhigt sein - niemand wird gezwungen.

Der neue Pip-Boy - verloren im Listeninventar

Der Pipboy ist sehr stilvoll umgesetzt, trotz unübersichtlicher Inventarlisten. (PS4) Quelle: PC Games Der Pipboy ist sehr stilvoll umgesetzt, trotz unübersichtlicher Inventarlisten. (PS4) Da wir durch die vielen neuen Beutestücke und vor allem durchs Crafting ständig ein rappelvolles Inventar haben, verbringen wir ziemlich viel Zeit in den Menüs unseres Pipboys. Hier und da hat Bethesda Verbesserungen eingebaut, eine Sortierfunktion nach Gewicht beispielsweise oder eine bessere Übersicht auf Statuswerte. Trotzdem sind die Listenmenüs nicht sonderlich praktisch - was bei Waffen und Rüstungen noch völlig ausreicht, gerät bei den Heilmitteln und noch schlimmer bei den unzähligen Notizen, Tonbandaufnahmen, Schlüsseln und anderem Kram irgendwann wahnsinnig unübersichtlich. Wenigstens eine Sortierfunktion nach neuen Items hätten wir uns gewünscht - doch leider werden alle Gegenstände automatisch nach Alphabet einsortiert. Heißt also für den Spieler: Besser selbst für Ordnung sorgen und regelmäßig ausmisten, sonst hat man irgendwann Chaos im Rucksack!

Für PC-Spieler wird es sogar noch mühsamer: Die können per Maus zwar flotter durch die Listen navigieren, allerdings krankt das Inventar an einer nervigen Standard-Tastenbelegung, die wir nicht ändern können. So müssen wir damit leben, Items per R-Taste abzulegen, sie per X-Taste zu untersuchen und Menüs per Tab zu schließen - intuitiv geht anders. Dieses Problem zieht sich leider durch alle Menüs, auch die Perk-Übersicht oder das Crafting-Menü der Powerrüstung - in all diesen Fällen müssen wir uns erst eine ganze Weile an die Bedienung gewöhnen. Wer dafür keine Geduld hat, muss wohl oder übel ein Gamepad anschließen - oder hoffen, dass die Modding-Szene die Sache richtet. Immerhin wäre es bei Bethesda-Spielen nicht das erste Mal.

  1. Seite 1 Fallout 4 im Test: Story und Fraktionen mit Schwächen, coole Begleiter
  2. Seite 2 Fallout 4 im Test: Tolle Spielwelt, viele Nebenaufgaben, fetzige Kämpfe
  3. Seite 3 Fallout 4 im Test: Power Rüstung, Waffenbau und Siedlungs-Crafting
  4. Seite 4 Fallout 4 im Test: Kein Level-Cap, riesiges neues Perk-System, PC-Version
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