Enter the Matrix

Test

Die komplette Crew der Logos berät sich über das weitere Vorgehen im Matrix-Universum. Die komplette Crew der Logos berät sich über das weitere Vorgehen im Matrix-Universum. Kaum ein anderes Spiel hat schon vor seinem Release für soviel Aufsehen gesorgt wie Enter the Matrix. Nicht nur der gleichzeitig startende Kinofilm Matrix Reloaded war hierfür verantwortlich, sondern auch die immensen Investitionen in das Spiel. Atari (damals noch Infogrames) kaufte nämlich auch gleich den Entwickler Shiny Entertainment auf. Shiny, dessen Kaufpreis inklusive der Matrix-Lizenz bei mehr als 45 Millionen Dollar lag, ist vielen Videospielern noch ein Begriff. Mit dem witzigen und sehr erfolgeichen Earthworm Jim machte man sich in den frühen 90ern einen Namen. Später folgten zwar noch qualitativ gute Spiele (MDK, Wild9), diese konnten jedoch nicht mehr an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Etwas überraschend wird für viele die Tatsache sein, dass man bei Enter the Matrix keineswegs die Kontrolle über die bekannten Haupthelden des Films übernimmt. Wer mit Neo, Trinity oder Morpheus auf Maschinenjagd gehen und wichtige Szenen des Films nachspielen wollte, der wird enttäuscht. Die Charaktere des Videospiels heißen nämlich Niobe und Ghost und sind bekanntermaßen im Film nur Nebendarsteller.

Dichte Story
Extra für das Computerspiel schrieben die Regisseure, die Wachowsky-Brüder, eine kleine Nebenstory, in der Sie nun wahlweise mit einer der beiden Figuren Neo & Co. helfen müssen. Doch nicht nur die Hintergrundstory steuerten die Filmverantwortlichen bei, sondern auch insgesamt eine Stunde andauernde Zwischensequenzen mit den echten Schauspielern, die teilweise extra für das Spiel gedreht wurden. Witziges Merkmal dabei: Obwohl die Geschichte von Enter the Matrix immer zum gleichen Ende kommt, unterscheiden sich die einzelnen Maps und Zwischensequenzen untereinander, je nachdem, welchen Charakter Sie steuern. Wer also z. B. mit Ghost das Abenteuer besteht, hat noch lange nicht alles gesehen und sollte auch mit Niobe den Kampf antreten.

In der Matrix
Nachdem man sich also für Niobe oder Ghost entschieden hat, kann der Ausflug in die virtuelle Welt beginnen. Vor jeder Mission wird Ihnen erst einmal der obligatorische Vorspann präsentiert, der die Missionsziele beschreibt. Dieser besteht entweder aus den schon weiter oben erwähnten aufwendig gedrehten Filmschnipseln mit den originalen Matrix-Schauspielern oder aus in Spielgrafik gehaltenen Sequenzen. Diese können jedoch qualitativ weit weniger überzeugen, da die äußerst schlichte und fehlerhafte Grafik (viele Clipping-Fehler) wahrlich kein Grund zur Freude ist. Sind die kurzen Levelinfos verdaut, übernehmen Sie endlich die Kontrolle der Spielfigur. Gesteuert wird aus der bekannten Third-Person-Perspektive, wobei die Kamera automatisch dem Spieler folgt und nicht manuell nachjustiert werden kann. Mit Y und B werden die Faustschläge und Fußtritte ausgeteilt, mit dem schwarzen und weißen Knopf feuern Sie Ihre Waffen ab und mit dem X-Knopf wird geblockt/gekontert. Neben dem Sprungknopf gibt es ansonsten noch den R- und L-Knopf zu erwähnen. Mit Ersterem können Sie "Strafen", mit Letzterem aktivieren Sie den sagenumwobenen Slow-Motion-Effekt, mit dem der Kinofilm damals für Aufsehen sorgte. Sie sehen, anfangs wirkt die Steuerung überladen und bevor man mit seinem Charakter alle Aktionen auch wirklich so ausführt, wie man das genau möchte, vergeht relativ viel Zeit. Ein Tutorial oder ein Trainingsmodus fehlen hier leider vollkommen und so ist striktes "learning by doing" angesagt. Die regelmäßig erscheinenden "Tipps" im Stile von Texten sind hier nur ein schwacher Trost.

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