Persona-Feeling in der Digiwelt? So spielt sich das Kampfsystem von Digimon Story Time Stranger mit Digi-Partnern, Scan-Rate und Digitationen.
Auch wenn ich bisher auf den Vergleich verzichtet habe, muss er jetzt dann doch mal her: Digimon Story Time Stranger (jetzt kaufen 75,83 € / 59,49 € ) ist Persona in der Digiwelt! Die Welt, die Umgebung und auch der Stil schreien förmlich nach Persona, aber spätestens als Dan sein Telefon nimmt, es zu einer Pistole wird und er damit seinen Digipartner herbeiruft, ist es dann doch vorbei mit mir.
Quelle: PC Games
Digimon trifft hier doch sehr stark auf Persona
Persona-Vibes in der Digiwelt
Das ist keinesfalls schlecht - immerhin ist die Persona-Reihe ein absolutes Flaggschiff der JRPGs, aber die Inspiration lässt sich wohl kaum von der Hand weisen. Im Grunde ist das aber auch egal. Beide Spielereihen stehen für sich und gehen ganz eigene Wege. Daher möchte ich Media.Vision hier keine großen Vorwürfe machen. Aber damit könnt ihr euch wohl am besten vorstellen, wie Time Stranger aufgebaut ist.
Im Gegensatz zur JRPG-Reihe von Atlus, spart man sich in Digimon aber immerhin den XP-Grind. Hat man ein starkes Digi-Team bei sich, können die kleinen Viecher auf Knopfdruck Gegner ohne Kampfanimation ausschalten - das spart Zeit und Nerven.
Kämpfen, sammeln, digitieren
Wenn es doch gegen einen dickeren Gegner geht, startet ein rundenbasierter Kampf, bei dem unser aktives Team und unsere Gast-Begleiter gegen einen oder mehrere Gegner antreten. Die Angriffe und Verteidigungen passieren im Schere-Stein-Papier-Prinzip - auch das ein System, das JRPG-Fans wohlbekannt ist.
Quelle: PC Games
Metal Greymon und Omnimon sorgen früh für puren Fan-Service
Haben wir ein Digimon besiegt, steigt die Scan-Rate. Liegt die bei 100 Prozent, kann man das jeweilige Digimon umwandeln. Spannend dabei: es lohnt sich auch, dasselbe Digimon mehrmals umzuwandeln. Mit jeder Umwandlung hat das Digimon eine andere Persönlichkeit. Wie relevant die im späteren Spiel sein werden, konnte ich bisher aber nicht herausfinden.
Was fehlt da eigentlich noch? Natürlich die Digitationen! Wenn bestimmte Vorgaben erfüllt sind, können die Digimon über das Digivice angewählt und weiterentwickelt werden. Dabei sind, wie wir es aus der umfangreichen Reihe gewohnt sind, mehrere Digitationen zur Verfügung. Gleichermaßen können die Digimon aber auch dedigitieren, also eine Stufe zurückgehen und dann wieder eine andere Form annehmen.
Ich laufe also durch ein zerstörtes Gebäude, das eine Art Dungeon bildet, haue einem unschuldigen Digimon nach dem anderen auf die Mütze und sammle an jeder Ecke ein paar Items ein. Das sind teils Kampfitems, die Gesundheit oder Fähigkeitspunkte liefern, aber auch Objekte, bei denen ich noch nicht weiß, was die bewirken sollen.
Quelle: PC Games
Die Kämpfe sind klassisch im Schere-Stein-Papier-Prinzip aufgebaut.
Bisher wenig Story, aber viel Service
Einen Bossfight gegen Kuwagamon und eine unfreiwillige Reise in die Digiwelt später (also, ich gehe zumindest davon aus, dass das die Digiwelt war, aber man weiß ja nie, was in den Anomalien passiert), wissen wir, dass die Anomalie menschengemacht ist und die Digiwelt von einem unbekannten Wesen bedroht wird, das das Ei des Großen Hüters stehlen will.
Beim Versuch die dunkle Gestalt aufzuhalten, verschwindet das Ei und das Gleichgewicht der Welten scheint zerstört. Wer das bis hierhin wirr und kurios findet, der sei herzlich willkommen bei Digimon. Zum Ende meiner Demo tue ich mich noch schnell mit einer Influencerin zusammen, die regelmäßig über Anomalien berichtet, und der Bildschirm wird schwarz.
