Mit diesem Militär-Roboter
ist nicht zu spaßen.
Glücklicherweise ist er
anfällig gegen EMP-Granaten!
Eines haben viele Bücher, Filme und Computer-Spiele im Science-Fiction-Genre gemein: Sie beschreiben die Zukunft der Menschheit nicht gerade als strahlend und friedlich. Deus Ex: Invisible War ist da keine große Ausnahme. Multinationale Konzerne streben die Weltherrschaft an, Terroristen bedrohen ganze Städte und der erbitterte Klassenkampf zwischen Arm und Reich ist kurz davor, endgültig zu eskalieren. In dieser Welt muss sich der junge Alex Denton beweisen. Gerade einem Terroranschlag, der fast ganz Chicago ausgelöscht hat, entkommen, wird der vielseitige Rekrut der zwielichtigen Tarsus-Akademie schnell zum Spielball mächtiger Fraktionen. Und jetzt kommt das Beste: Sie dürfen als Alex D. entscheiden, welche Seite die Oberhand behalten soll.
Spielerlebnis ohne Grenzen
Bevor Sie jedoch eine der vier Endsequenzen zu sehen bekommen, müssen eine Menge Entscheidungen getroffen werden. Das Schöne dabei: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Ein Beispiel: Der Inhaber eines gut laufenden Cafés ersucht Sie, ihm zu helfen. Er möchte, dass der Popstar NG Resonance bei einem Konzert für sein Geschäft wirbt. Dazu müssen Sie nur die Managerin des Stars mit ein wenig Geld überreden, damit sie entsprechend auf ihren Schützling einwirkt. Der vor dem Bankrott stehende Betreiber eines Konkurrenz-Etablissements bittet Sie um denselben Gefallen, quasi als letzte Chance, seinen Laden zu retten. Von beiden erhalten Sie einen raren Gegenstand als Bezahlung für Ihre Mühen, wobei der des reichen Café-Besitzers noch ein wenig wertvoller ist. Ob und wem Sie letztlich helfen, bleibt vollkommen Ihnen überlassen. Obendrein können Sie dann noch der gierigen, bestechlichen Managerin eins auswischen, indem Sie dem Popstar von der ganzen Sache erzählen und dafür auch noch eine kleine Belohnung einsacken. In jedem der sechs Hauptabschnitte des Spiels warten eine Menge dieser optionalen Nebenaufträge darauf, gelöst zu werden.
Alle Wege führen nach Liberty Island
Während die oben genannten Mini-Missionen im Normalfall recht einfach zu erledigen sind, erfordern die Hauptaufgaben schon ein bisschen mehr Einsatz und stellen den Spieler sogar vor moralische Probleme. Gegen Ende des ersten Abschnitts erhalten Sie von zwei verschiedenen Fraktionen - der profitorientierten Welthandelsorganisation WTO und dem Orden - den Auftrag, in die Firma Mako Ballistics einzubrechen. Hier wird eine gefährliche Waffe entwickelt, die an noch gefährlichere Extremisten geliefert werden soll. Während eine Seite von Ihnen verlangt, "nur" die Forschungsdaten zu stehlen, will die andere unbedingt, dass der verantwortliche Wissenschaftler getötet wird, um so zu verhindern, dass die Terroristen ihre Lieferung bekommen. Wer sich (wie ich an dieser Stelle) dem Orden, der den Tod des Forschers fordert, zugetan fühlt, sieht sich jetzt plötzlich gezwungen, diese Einstellung zu hinterfragen. Zum einen, weil es den Mord an einem "Unschuldigen" bedeutet, zum anderen, weil man sich dann den Prototypen der wirklich coolen Waffe nicht unter den Nagel reißen kann. Unabhängig davon, wie Sie sich letztlich entscheiden: Die Story geht in jedem Fall weiter und beide Seiten geben Ihnen im nächsten Abschnitt noch einmal eine neue Chance, sich zu bewähren.
