In EAs Echtzeitstrategiespiel richten Sie über die Zukunft Mittelerdes.
BILD: XBOX-ZONE
Mit den Strategiespielen ist das so eine Sache. Man steuert in der Regel eine riesige Menge an Einheiten, muss ständig verschiedene Schauplätze im Auge behalten und überdies taktische Finessen in die Tat umsetzen. In Echtzeit war das auf Konsolen bislang nur mäßig gelungen, schließlich kann man mit einem Controller nicht die Geschwindigkeit und Präzision einer Maus erreichen - von den komplexen Eingabemöglichkeiten einer PC-Tastatur ganz zu schweigen.
Für die Xbox 360 wagte EA dennoch eine Umsetzung des PC-Titels Die Schlacht um Mittelerde II und liefert eine erstaunlich durchdachte Steuerung ab. Im Extrakasten erfahren Sie, wie sich das Spiel genau bedienen lässt. Zwar braucht es einige Zeit, bis man die verschiedenen Möglichkeiten verinnerlicht hat, doch dann steuert man das Spielgeschehen so zielsicher, wie man es für eine Konsole nicht erwartet hätte.
Fernab der Filmhandlung
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Die Story spielt in Peter Jacksons Filmversion von Mittelerde, hält sich aber weitgehend von der Filmhandlung fern und nur ein paar Schauplätze der beiden Kampagnen - einer guten und einer bösen - dürften dem Spieler bekannt vorkommen. Auf beiden Seiten gilt es, sich durch ganz Mittelerde zu kämpfen und den Gegner ein für allemal in die Schranken zu weisen.
Die Zwischensequenzen werden mit Illustrationen des Herr der Ringe-Künstlers John Howe verschönert und - wenn man die Konsole auf Englisch stellt - von Elrond-Darsteller Hugo Weaving gesprochen. Die deutsche Synchronisation ist leider nicht ganz so stimmungsvoll. Den besten Einstieg ins Spiel bieten Ihnen die beiden umfangreichen Tutorials, in denen Ihnen die Steuerung und das Gameplay Schritt für Schritt näher gebracht werden.
In den ersten Missionen der beiden Kampagnen werden Sie zudem noch ein wenig bei der Hand genommen und bekommen Tipps und Hinweise. Startpunkt eines jeden Einsatzes ist in der Regel die Festung des Volkes, welches in der Schlacht auf Ihrer Seite kämpft. Man errichtet Gebäude, sammelt Ressourcen, trainiert Einheiten und zieht mit Ihnen in die Schlacht.
Dabei begrenzt Sie zum einen der Vorrat an Ressourcen und die Anzahl an Kommandeurs-Punkten. Diese bestimmen die maximale Zahl Ihrer Einheiten. So kann Ihre Armee stets nur eine bestimmte Größe haben. Wie sich eine Mission von Anfang bis zum Ende spielt, erfahren Sie im Detail-Check. Die verschiedenen Ziele lassen sich dank der gelungenen Steuerung recht einfach meistern und schalten erste Machtpunkte frei. Mit denen lassen sich besondere Zauber kaufen, die nach einer gewissen Aufladezeit immer wieder zur Verfügung stehen.
So kann man im weiteren Spielverlauf gewaltige Angriffs- und Schutzzauber sowie besonders starke Einheiten auf dem Schlachtfeld beschwören. Daher lohnt es auch, stets alle Bonusziele auf den Karten zu erfüllen, da diese Extra-Machtpunkte liefern. Zusätzlich werden Ihnen verschiedene Helden wie Boromir, Saruman oder gar Sauron an die Seite gestellt, die - wie alle anderen Einheiten auch - mit der Zeit an Erfahrung gewinnen und somit immer mehr hilfreiche Eigenschaften besitzen. Diese Ein-Mann-Armeen sind dann nur mit sehr vielen Soldaten oder anderen Helden zu besiegen.
