Mafia trifft auf Tatortreiniger: Das wahrscheinlich blutigste Spiel des Jahres
Test
Seit dem 14. August gibt's einen tollen Überraschungs-Hit auf Steam. Wir haben uns bewaffnet und uns ausgiebig in den Crime Scene Cleaner gestürzt.
"Der Tatortreiniger" zählt mittlerweile zu einer der beliebtesten Comedy-Serien aus Deutschland. Schauspieler Bjarne Mädel läuft dort als "Schotty" seit Jahren zur Höchstform auf. Obwohl seit dem Jahr 2018 keine neuen Folgen mehr produziert werden, haben vermutlich die meisten schon einmal von den skurrilen Einsätzen des sympathischen Hamburgers gehört.
Seit Mitte August bietet sich uns nun die Gelegenheit, in die Rolle eines Tatortreinigers zu schlüpfen. Was auf den ersten Blick langweilig klingt, entpuppt sich als spaßige und äußerst befriedigende Simulation. Der Crime Scene Cleaner verbindet eine ernste Story mit coolen Locations, einer ordentlichen Portion Humor und einem Schlachtfest sondergleichen.
Ziemlich klamm
Wir übernehmen die Rolle eines einfachen Hausmeisters namens Kovalsky. Dessen Tochter leidet an einer schweren Krankheit und muss im Krankenhaus immer wieder Behandlungen über sich ergehen lassen. Die kosten jedoch eine Menge Kohle und die Versicherungen übernehmen die Kosten nicht.
Nach unserem ersten Auftrag wird Mafia-Boss Big Jim auf uns aufmerksam. Wie wir wissen, sitzt das Geld bei der kriminellen Organisation recht locker - für uns also eine Win-Win-Situation. Wir bekommen einen dicken Batzen Knete und müssen schlichtweg unseren Job ausführen: Putzen.
Gut, die Aufträge sind deutlich zwielichtiger als zuvor und anstatt Staub entfernen wir eben Blut aus der letzten Ritze, aber geübt ist schließlich geübt. Ob wir nun gefüllte Müllsäcke oder eben gefüllte Leichensäcke durch die Gegend schleppen, spielt doch keine Rolle.
Nach jedem erledigten Job können wir in unseren eigenen vier Wänden kurz verschnaufen, unseren putzigen Schäferhund Dexter streicheln und auf den nächsten Anruf des Mafiosos warten. Schließlich reicht ein Auftrag nicht aus, um die ganze Kohle zu verdienen.
Schrubben, Wischen, Spritzen
Das Gameplay setzt dabei auf Einfachheit und extreme Befriedigung beim Erledigen. Sobald wir bei den verschiedenen Locations eintreffen, finden wir ein Schlachtfest vor, auf das Horrorspiele neidisch blicken - hier eine Leiche, dort eine riesige Blutlache und Chaos herrscht ebenfalls an allen Ecken und Enden.
Unsere Aufgabe ist daher, Spuren zu entfernen und für Ordnung zu sorgen. Wir benutzen zunächst Schwamm sowie Mopp, um Blut von Möbeln, Wänden und Böden zu entfernen. Außerdem einen Mülleimer für Scherben und Trümmer.
Quelle: President Studio
Im Verlauf des Spiels kommen noch einige Hilfsmittel wie ein Hochdruckreiniger dazu. Aber Achtung: Wir können nicht ungebremst drauf los spritzen und schrubben, denn unsere Gadgets saugen sich ab einem bestimmten Zeitpunkt mit der roten Suppe voll.
Dann heißt es, zurück zu einem Wassereimer und das Zeugs säubern. Doch auch das Wasser muss regelmäßig ausgetauscht werden. Das funktioniert jedoch komplett unbeschwert, wir bekommen kein nerviges Zeitlimit vorgesetzt und auch das kühle Nass wird nicht von unserem Konto abgezogen. Wir können also ganz entspannt den Laden auf Vordermann bringen.
