Wer erledigte Terroristen links liegen lässt, verpasst was.
Filmreife Präsentation
Seine insgesamt 16 Levels umfassende Mission führt Sterling nach seinem Gefängnisausbruch durch eine beschauliche, nahöstliche Stadt, ein Versuchslabor und ein Terroristenlager. Die verzwickte Story wird in gerenderten Zwischensequenzen weitererzählt. Um ein Maximum an Spannung zu erzeugen, erhält der Spieler zu Beginn nur sehr spärliche Informationen. Nach und nach werden die einzelnen Beziehungen der Personen untereinander entwirrt und die eigentliche Geschichte hinter Sterlings Auftrag enthüllt sich langsam. Der regelmäßig auftretende Aha-Effekt trägt einen großen Teil zur Motivation bei. Die eigentliche Leistung aber ist, dass es die Entwickler geschafft haben, einen Spannungsbogen aufzubauen, den Fernsehfans nur von Nervenkitzel-Serien wie 24 kennen. Deshalb werden Sie das Pad erst dann aus der Hand legen können, wenn Sie das große Finale hinter sich haben, mit dem alle Handlungsfäden ein komplettes Bild ergeben.
Alles im Griff
Doch entscheidender als eine gute Story ist das Gameplay. Dafür haben die Swordfish Studios kleine neue Ideen eingebaut und dabei immer die wichtigsten Regeln des Genres beachtet. Großer erster Pluspunkt: Trotz kompletter Belegung aller Buttons wirkt die Steuerung nicht überladen, ist funktionell und geht flott von der Hand. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass trotz der insgesamt über 30 verfügbaren Waffen im Spiel immer nur zwei Handfeuerwaffen gleichzeitig von unserem Helden getragen werden können. Endlose Waffenwählorgien werden somit grundsätzlich vermieden. Kurzum, schon nach fünf Minuten fühlt man sich mit der Steuerung pudelwohl. Das ist auch sehr wichtig, denn da beginnt bereits das erste tödliche Gefecht!
Selbst ist der Mann
Obwohl Kim immer mit Rat zur Seite steht, greift sie selten aktiv ins Geschehen ein. Letztendlich steht Andrew allein inmitten des Kugelhagels. Dafür kann er sich aber sehr gut selbst wehren. Wenn er sich gut in seiner Umgebung umsieht, wird er des Öfteren grün bemalte Holzkisten sehen, die Munitionsnachschub für ihn bereithalten. Zudem stehen noch allerlei andere Kisten in der Gegend, die nützliche Dinge wie Granaten, Plastiksprengstoffe, neue Waffen oder auch kugelsichere Westen beinhalten. Die Rüstung selbst nimmt eine sehr wichtige Rolle ein. Wird Sterling getroffen, so verliert er erst seine Panzerung und danach geht es an seine Lebensenergie. Daher lohnt es sich auch, niedergestreckte Gegner genauer zu durchsuchen, denn sie hinterlassen nicht nur Munition oder neue Waffen: Auch kugelsichere Westen sind bei bis unter die Zähne bewaffneten Soldaten keine Seltenheit.
Bomben zum Selberbasteln
Wenn all die herumliegenden fertigen Gegenstände mal nicht ausreichen sollten, um eine Situation zu Ihrer Zufriedenheit zu lösen, können Sie in die Bastelkiste greifen und selbst aus bestimmten Gegenständen eine explosive Lösung für bestimmte Lebenslagen zusammenstellen. Das geht relativ einfach, für Molotowcocktails benötigt man neben Flaschen und Treibstoff Stoffstreifen und für einen ordentlichen Sprengsatz Plastiksprengstoff, einen Wecker und andere Kleinigkeiten.
