Celeste im Test: Anspruchsvolles Jump&Run mit ergreifender Geschichte

Test Svenja Klausing
Celeste im Test: Anspruchsvolles Jump&Run mit ergreifender Geschichte
Quelle: Matt Makes Games

Das Geschicklichkeitsspiel Celeste der Indie-Entwickler Matt Makes Games verpackt eine ergreifende Geschichte in ein Retro-Gewand und wartet mit knüppelharten Sprungherausforderungen auf euch. Warum wir trotzdem nicht aufgaben, und das Jump&Run schnell ins Herz geschlossen haben, lest ihr in unserem Test!

Madeline hat eine Aufgabe: Das zierliche Mädchen mit den feuerroten Haaren will den erbarmungslosen, eisigen Berg Celeste besteigen und sich den Tiefen der kalten Gebirgslandschaften stellen. Dabei trifft sie nicht nur auf allerlei schrullige Charaktere, sondern bezwingt insgesamt zehn anspruchsvolle und wunderschön gestaltete Kapitel. Wird Madeline den beschwerlichen Aufstieg meistern und ihre inneren Dämonen bezwingen?

Mit Celeste (jetzt kaufen 36,99 € ) haben die Indie-Entwickler rund um Matt Thorson ein Geschicklichkeitsspiel der ersten Liga geschaffen, das mit einem besonderen Feature daherkommt: Der Hilfemodus erlaubt es euch, Spieltempo, Unbesiegbarkeit und Ausdauerfähigkeit optimal einzustellen. Das ist bei manchen Abschnitten auch bitter nötig, denn Celeste wartet mit einigen kniffeligen Sprungpassagen auf, die trotz der leicht zugänglichen Steuerung nicht immer mühelos von der Hand gehen. Madeline klettert, springt und sprintet über hohe Abgründe, wird von Sprungplattformen in die Luft geschossen und kämpft gegen starke Winde auf hohen Berggipfeln. Faire Rücksetzpunkte machen tiefe Fälle jedoch verschmerzbar.

Visueller Höhenflug

Celeste Quelle: PC Games In manchen Dialogen stehen mehrere Antworten zur Verfügung. Hier machen wir es uns mit dem Social-Media-Freak Theo am Lagerfeuer gemütlich. Visuell unterstützt wird das 2D-Jump&Run durch einen meist farbenfrohen Retro-Look, wunderschöne Lichtspiele und abwechslungsreiche Levels, die eine einzigartige Atmosphäre schaffen. Der intensive Soundtrack nimmt euch mit auf eine emotionale Reise und ist einer der besten, den wir in letzter Zeit in einem Indie-Spiel gehört haben. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns auch die authentischen Dialoge mit charmanten Charakteren, in denen ihr mehr über Madelines Beweggründe erfahrt.

Rührende Geschichte

Die Protagonistin selbst wächst euch mit jedem bezwungenen Abschnitt mehr ans Herz. Ihr bekommt nicht nur durch die großen Level-Areale ein Gefühl für die Beschwerlichkeiten beim Bergsteigen, sondern auch durch die sympathisch gezeichneten Dialoge, die in neun Sprachen verfügbar sind. Eine Sprachausgabe ist jedoch nicht vorhanden. Die anrührende und aktuelle Geschichte wird auch durch das vielfältige Leveldesign unterstützt. Beispielsweise trefft ihr in einem Berghotel auf Unmengen an Spinnweben, prall gefüllte Bücherregale und den nicht mehr ganz lebendigen Hotelbesitzer, der Madeline erst mal zum Aufräumen verdonnert.
Celeste Quelle: PC Games Die schön inszenierte Lichtgestaltung unterstreicht das abwechslungsreiche Leveldesign und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Die Balance zwischen hektischen und ruhigen Passagen gelingt Celeste meisterhaft. Außerdem schüren Überraschungsmomente in der Geschichte die Spannung und motivieren zum Weiterspielen. Wer ein knackiges Geschicklichkeitsspiel, verpackt in eine erwachsene und gesellschaftsrelevante Story mit Tiefgang spielen will und sich nicht durch den Pixel-Look stören lässt, der kann bei Celeste bedenkenlos zugreifen.

Metacritic bewertet das Spiel mit 88%.

Meinung

Wertung zu Celeste (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Celeste (PS4)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Celeste (NSW)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Celeste (XBO)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Herausfordender Jump&Run-SpaßWunderschöner Retro-Looksehr nützlicher Hilfemodusfantastischer Soundtrackaktuelle Geschichtetolle Charaktere
keine Sprachausgabesehr schwierige Passagenteilweise zu chaotisch
Fazit

Herausfordender Jump&Run-Spaß mit toller Hauptprotagonistin und wunderschönem Soundtrack.

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