Catwoman

Test Christian Schönlein

Männer können zuerst betört und dann angegriffen werden. Männer können zuerst betört und dann angegriffen werden. Wir brauchen mehr Zeit
Catwoman hat durch das außergewöhnliche Kampfsystem und die eigentlich durchaus spaßigen Geschicklichkeitspassagen also zweifellos Potenzial. Nur merkt man dem Titel einfach an, dass die Entwickler bis zur Filmveröffentlichung fertig werden mussten. Neben den etwas undurchsichtigen Levels fielen in der uns vorliegenden Version einige unschöne Bugs negativ auf, die in der fertigen Version allerdings nicht mehr vorhanden sein sollen. Die an sich gelungene Sounduntermalung stockt und die anfangs erwähnte Hebebühne konnte man bei einem Versuch nicht komplett senken, weil sich ein Schalter, den man dreimal betätigen muss, nur zweimal betätigen ließ. Auch grafisch hinterlässt der Titel einen gespaltenen Eindruck. Catwoman bewegt sich dank zahlreicher Animationen sehr geschmeidig durch die hübsch gestalteten Levels. Ihre Widersacher hingegen sehen sehr detailarm aus, deren Animationen wirken unfreiwillig komisch. Zudem nervt die Kamera gewaltig. Diese fängt das Geschehen zwar stets aus filmreifen Perspektiven ein, was aber nicht immer für die nötige Übersicht sorgt. Das wäre nicht so schlimm, wenn man manuell nachjustieren dürfte, aber anscheinend lag die Priorität hier auf cooler Optik und nicht auf Funktionalität. Mit ein bisschen mehr Zeit hätten die Entwickler einen ernst zu nehmenden Konkurrenten für unsere Genrereferenz Prince of Persia präsentieren können. So reicht es leider nur zum guten Lizenztitel, der zumindest für Fans empfehlenswert ist.

Wertung zu Catwoman (PS2)

Wertung:

74 /10

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