Blue Dragon

Test

Blue Dragon Auch die Kampfsequenzen haben ihre Wurzeln eindeutig in der guten, alten Zeit. Bei Blue Dragon wird wieder rundenweise gekämpft - jedoch mit Stil. Die meisten Veteranen dürfte es freuen, dass es keine Zufallskämpfe gibt. Alle Feinde laufen genau wie die Heldenparty auf der Oberwelt und in den Dungeons umher. Sind Sie der Meinung, dass Sie keine Kämpfe mehr absolvieren müssen, weil Ihre Helden schon stark genug sind, dann laufen Sie einfach um die Gegner herum oder - was häufiger passiert - schleichen an ihm vorbei. Denn je nach Aggressionsgrad der Monster, setzen diese Ihnen schon mal nach, ergreifen von selber die Flucht oder verhalten sich neutral. Gewiefte Kämpfer schleichen sich auch gerne mal von hinten an den Gegner an und starten einen Überraschungsangriff. Denn wenn das Monster Sie nicht gesehen hat, haben Sie die Initiative und können die Biester mit Schlägen und Zaubersprüchen eindecken, bevor die überhaupt wissen, wie ihnen geschieht.

Im Kampf wird auf einen neuen Bildschirm umgeblendet. Dort erteilen Sie den Schatten unserer Helden Befehle und wählen aus einem reichhaltigen Menü Schlagkombinationen, Magiearten oder Kombos aus. Worin sich Blue Dragon von allen anderen rundenbasierten Kampfsystemen der Japano-Rollenspiele unterscheidet, ist die Dynamik. Dies beginnt mit vielfältigen Animationen der Kontrahenten, geht weiter mit den kleinen Splitscreens, in denen das angespannte Gesicht des Helden gezeigt wird, der gerade am Zug ist, und findet seinen Höhepunkt in kleinen Geschicklichkeitstests, wenn es darum geht, den Knopf im richtigen Moment zu drücken, um den richtigen Fokuspunkt der Magie zu treffen. Dies wirkt jedoch zu keiner Sekunde aufgesetzt, sondern bietet auch eine taktische Note. Wenn Manomaro beispielsweise einen konzentrierten Mönchsangriff startet, so kommt ein tolles Taktikelement ins Spiel. Drückt man die Taste nur kurz und setzt einen schwachen Schlag an auf die Gefahr hin, dass der Gegner es überlebt? Oder wartet man länger, kassiert damit auf jeden Fall einen Treffer, kann dann aber sicher sein, dass der Feind beim nächsten Treffer besiegt ist?

Das Steigern der Charaktere bildet bekanntermaßen ja das Herzstück eines Rollenspiels. Wie in der Anfangszeit der Konsolenrollenspiele wollen die Charaktere im Verlauf ihres Abenteuers immer stärker werden, um dem fiesen Oberschurken im großen Finale gehörig den Hintern zu versohlen. Bis Sie jedoch Nene auf der letzten Disk die Leviten lesen, müssen Erfahrungspunkte und Skill-Punkte in unzähligen Kämpfen verdient werden. Was mit den Erfahrungspunkten passiert, ist ja klar. Haben Sie genug gesammelt, steigt der entsprechende Charakter eine Stufe auf und verbessert seine Grundwerte. Die Skill-Punkte gehen jedoch direkt an den kämpfenden Schatten. Jedem schlagkräftigen Begleiter steht es nämlich frei, jederzeit seine Profession zu wechseln.

So können Sie auswählen aus Schwertmeister, Henker, Mönch, Beschützer, Weißmagier, Schwarzmagier, Beistandszauberer, Barrierenmagier und Alleskönner. Auch hier können neue Levels erreicht werden und der Schatten lernt neue Fähigkeiten dazu. Man merkt schnell, dass dem Spieler sehr viele Freiheiten in der Charaktergestaltung gelassen wurden. So lassen sich alle Fähigkeiten mit allen Professionen kombinieren - und wer gezielt steigert, kann sich den Helden zusammensteigern, der der eigenen Spielweise am besten entspricht.

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