Bladesong im Early Access Check: Umfangreicher Schwert-Editor mit wenig Feuer

Special Annika Menzel
Bladesong im Early Access Check: Umfangreicher Schwert-Editor mit wenig Feuer
Quelle: PC Games

Wenn ihr noch nicht genug Schwerter in Böhmen geschmiedet habt, gibt es nun endlich Nachschub. Bladesong verfügt über zahlreiche Details, aber wie realistisch ist das Spiel wirklich? Wir haben es uns im Early Access angeschaut.

Was gibt es Schöneres, als bei den kalten Wintertemperaturen vor der Esse zu stehen und sich, genauso wie den Stahl im Feuer, mal so richtig durchzuwärmen? Zum Glück erfüllt uns ein kleines deutsches Entwicklerstudio jetzt diesen Wunsch, zumindest was das Schmieden angeht. Denn mit Bladesong bekommen wir eine Schwertschmiedesimulation im Early Access geboten, die besonders viel Wert aufs Detail legt.

Kein Wunder, denn die Kunst der Schwertherstellung ist äußerst komplex. Wir haben uns vorab in der Schmiede einquartiert und verraten euch, was die Sim jetzt schon mit sich bringt und was sie sich noch von dem lieben Heinrich aus Böhmen abschauen sollte.

Schmiedesimulation und fast schon ein Text-Adventure

Wenn ihr jetzt dachtet, ihr könntet einfach den Hammer in die Hand nehmen und mal eben drauflosschmieden - ha, keine Chance. Schon im Mittelalter wurde das Schwertschmieden nur ausgewählten Lehrlingen beigebracht und musste über Jahre hinweg perfektioniert werden.

Ganz so lange dauert das bei Bladesong zum Glück nicht. Das Spiel empfiehlt euch, zumindest das Tutorial abzuschließen, bevor ihr euch an den Kreativmodus wagt. Das möchten wir euch auch ans Herz legen, denn am Anfang wirken die ganzen Optionen ein wenig überfordernd.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Damit ihr nach und nach alles Wichtige über euer neues Handwerk lernt, gibt es das erwähnte Tutorial, eingebettet in einen umfangreicheren Story-Modus. Darin startet ihr als erfahrener, aber mittelloser Schmied in eine mittelalterliche Fantasy-Geschichte. Ihr wacht nach einer Verletzung in einem trostlosen Lager auf, in dem sich viele arme Menschen einquartiert haben, die Zugang zur dahinterliegenden Stadt suchen.

Doch die Wachen sind erbarmungslos und scheuchen jeden weg, der keine Arbeitserlaubnis oder sonstige Aufenthaltsgenehmigung hat. Ganz zufällig gibt es in eurem Lager aber eine provisorische Schmiede. Dank der könnt ihr eurem Handwerk nachgehen und Aufträge für ein paar spärliche Kröten erledigen, bis ihr euch dann einen Weg in die Stadt bahnen könnt.

Tagsüber steht ihr vor dem Schmiedeofen, abends seht ihr euch in der Gegend um. Na ja, eigentlich wird euch nur davon erzählt, wie ihr das tut. Die Handlung wird nämlich textbasiert vermittelt und berichtet euch im "Du betrittst den Wald und siehst dich um"-Stil von den Erlebnissen eures Charakters.

Um Zugang zur Stadt zu erhalten, müsst ihr zunächst eure Schmiedekunst unter Beweis stellen. Die Grundlagen solltet ihr zudem beherrschen, wenn ihr euch im kreativen Modus austoben wollt. Quelle: PC Games Um Zugang zur Stadt zu erhalten, müsst ihr zunächst eure Schmiedekunst unter Beweis stellen. Die Grundlagen solltet ihr zudem beherrschen, wenn ihr euch im kreativen Modus austoben wollt. Im Early Access steht nach einem Prolog das erste Kapitel der Handlung zur Verfügung. Zum vollständigen Release, der aktuell für 2027 geplant ist, soll es insgesamt fünf Stück davon geben. Und keine Sorge, ihr müsst nicht ewig im Lager ausharren, sondern kommt schon nach relativ kurzer Zeit in den Genuss einer richtigen Schmiede.

Und das ist auch gut so - die Story-Abschnitte bieten zwar kurzweilige Abwechslung zu den Handwerksaufträgen, allerdings haben wir sie beim Spielen mehr als eine Art Beiwerk empfunden.

Schmiedekunst für daheim

Deshalb fackeln wir auch gar nicht lang, sondern gehen direkt zum Herzstück des Spiels über: dem Schmieden. Im Verlauf der Handlung bekommt ihr Talentpunkte, mit denen ihr neue Fähigkeiten freischalten könnt, zum Beispiel asymmetrische Klingen und Gravuren.

Am Anfang müsst ihr also erst mal mit den Basisfunktionen vorliebnehmen. Auch schnörkelige Verzierungen oder einfach mehr Auswahl an Farben, Griffen und Co. müsst ihr euch zusammensammeln - vom benötigten Material ganz zu schweigen.

Beim Schmieden startet ihr stets mit einem Stück Stahl, das ihr nach Herzenslust mit eurem Hammer bearbeiten dürft. Wollt ihr eure Kunden zufriedenstellen, gibt es allerdings einiges zu beachten. Die fertigen Schwerter können über bis zu drei Punkte in den Bereichen Wucht, Beweglichkeit, Geschwindigkeit, Schärfe und Härte verfügen.

Die geben Auskunft darüber, wofür sich eure Kreation am besten eignet. Und die Leute in Bladesong haben konkrete Vorstellungen davon, was ihre zukünftige Waffe können soll.

Wie liebevoll ihr die Schwerter gestaltet, ist nebensächlich, solange die Werte stimmen. Und dafür bearbeitet ihr die Länge, Dicke und Breite der Klinge, entscheidet, wie die Spitze aussehen soll, denkt über Verjüngungen nach und sucht nach dem passenden Querschnitt.

Den Stahl müsst ihr weder erhitzen noch abkühlen, ihr könnt einfach draufloshämmern. Wir hätten uns bei dem hohen gestalterischen Detailgrad auch stärkere Simulationselemente gewünscht. Quelle: PC Games Den Stahl müsst ihr weder erhitzen noch abkühlen, ihr könnt einfach draufloshämmern. Wir hätten uns bei dem hohen gestalterischen Detailgrad auch stärkere Simulationselemente gewünscht. Das sind die Basisbereiche am Anfang eurer Schmiedekarriere. Und keine Sorge, falls ihr im echten Leben noch nicht viel Erfahrung mit dem Bearbeiten von Stahl gesammelt habt: Das Spiel verrät euch zwar nicht, was genau ihr tun müsst, um auf die entsprechenden Werte zu kommen. Aber neben jedem der Attribute steht, von welchen Faktoren sie beeinflusst werden.

Wir haben uns da direkt mal reingefuchst. Und eventuell haben wir daraufhin einen ganzen Arbeitsvormittag an einem Zweihänder gearbeitet und selbst auf Details wie Fehlschärfe geachtet, obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre.

Also, wenn der Spielejournalismus irgendwann keinen Spaß mehr macht, wissen wir jetzt, welchen Karrierepfad wir stattdessen einschlagen können. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über den Kreativmodus, was Kingdom Come: Deliverance 2 mit Bladesong zu tun hat und unser Fazit zur Early-Access-Fassung.

  1. Seite 1 Simulation & Abenteuer in Textform
  2. Seite 2 Kreativmodus, Features & Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk