Battlestations: Midway

Test Thomas Eder

Spannende Dogfights, gewaltige Seeschlachten und waghalsige U-Boot-Schleichfahrten - Eidos schickt Hobby-Strategen in den Krieg im Pazifik!

Spannende Dogfights sind in den ausladenden Schlachten keine Seltenheit. Spannende Dogfights sind in den ausladenden Schlachten keine Seltenheit. Nicht nur in Europa tobte der Zweite Weltkrieg - auch auf der anderen Seite des Erdballs wurde erbittert gekämpft. Im Pazifik standen sich amerikanische und japanische Einheiten gegenüber und lieferten sich eine wahre Materialschlacht mit Flugzeugträgern, Kreuzern, Bombern und Jägern. In Eidos' Battlestations Midway erleben Sie das Geschehen hautnah und dürfen sich sogar aussuchen, ob Sie sich selbst in die Action stürzen oder Ihre Befehle im Hintergrund geben und der KI das Kämpfen überlassen.

In der Kampagne des Einzelspieler-Modus schlüpfen Sie in die Rolle des beim Ausbruch des Krieges in Pearl Harbor stationierten Henry Walkers und durchleben mit ihm die wichtigsten Schlachten im Pazifik. Seine Story wird dabei in sehr nett gemachten Zwischensequenzen erzählt, die nicht nur Henrys Erlebnisse, sondern auch das Kriegsgeschehen und die Hintergründe schildern. Los geht's in Pearl Harbor, wo sich der Spieler erst einmal mit der Steuerung eines Kanonenbootes vertraut macht.

Danach kämpfen Sie auch schon am Himmel weiter und schlagen an Bord eines Jägers die letzten Angreifer auf die US-Basis in die Flucht. Während Sie in diesen beiden Missionen die grundlegenden Funktionen der Steuerung bei Kampfeinsätzen erlernen, dürfen Sie nur kurz darauf das erste Mal auf der taktischen Karte agieren und den Befehlshaber über Ihre Einheiten spielen, was in den folgenden Missionen noch weiter vertieft wird. Auch wenn es im Menü ein anwählbares Tutorial gibt, wirkt fast mehr als die Hälfte der Einzelspieler-Kampagne wie das eigentliche Tutorial.

Doch macht dies auch Sinn, da die Bedienung der taktischen Karte im Gegensatz zur relativ simplen Steuerung der Schiffe und Flugzeuge anfangs wirklich alles andere als leicht ist. Über die Kampagne hinaus bietet der Einzelspieler-Modus noch eine Reihe weiterer fahrzeugspezifischer Herausforderungen, die Sie auch als Japaner spielen können.

Die Aufgaben wirken zumindest auf den ersten Blick recht abwechslungsreich: Sie müssen zum Beispiel einen Flugzeugträger verteidigen, feindliche Ziele versenken, eine Meerenge sichern oder einen Inselstützpunkt des Gegners attackieren. Doch im Endeffekt laufen die Schlachten meist sehr ähnlich ab - der größte Unterschied liegt darin, dass Sie einmal in der Defensive und ein andermal in der Offensive sind. Ein weiteres Manko ist der teils unausgewogene Schwierigkeitsgrad: einige Missionen erledigen Sie im Handumdrehen, andere treiben Sie an Rand der Verzweiflung. Speicherpunkte in den zum Teil doch recht langen Missionen hätten zudem nicht geschadet.

Im späteren Spielverlauf geht es zunehmend strategischer zur Sache - Sie befehligen Ihre zahlreichen Einheiten auf der taktischen Karte und greifen immer seltener aktiv ins Geschehen ein. Dennoch besteht die Möglichkeit, wirklich jede Ihrer Einheiten selbst zu steuern. Auf den Stützpunkten an Land und auf den Flugzeugträgern müssen Sie sich stets um Nachschub und Munition kümmern und die entsandten Flugzeuge und Boote befehligen. An Bord der Schiffe müssen Sie außerdem den Zustandsbericht im Auge behalten. Dieser zeigt Ihnen die Schäden an Ihrem Kahn, die Sie dann - zumindest teilweise - beheben können.

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