Battlefield 6 im Multiplayer-Test: So schlägt sich das neue Battlefield nach dem Release
Test
Battlefield 6 ist da und bringt Explosionen, Teamplay, Chaos und Gänsehaut-Momente wie früher. Wir haben den Multiplayer ausgiebig gespielt und sagen euch, ob sich das Comeback lohnt. Jetzt mit erstem Update nach dem Release!
Wer Shooter im Multiplayer spielen will, wird rasch fündig. Schließlich gibt's die Ballerbuden heute in allen Formen und Farben. Seien es hochkompetitive Dinger wie Valorant oder Counter-Strike oder Spaß-Shooter wie Helldivers. Trotzdem gibt es diesen einen weißen Fleck, den irgendwie nur eine ganz bestimmte Serie bedienen kann - nämlich Battlefield.
Dieses Schlachtengefühl mit 64 Spielern, wenn man mit 64 Leuten über eine große Karte rennt, über einem düsen Flugzeuge entlang und neben einem brettern Panzer und Jeeps vorbei, das ist einfach einmalig. Kein Wunder also, dass sich eine Menge Leute dieses Gefühl wieder zurückwünschen. Selbst nach Katastrophen-Ablegern wie Battlefield 2042 hoffte eine nach wie vor große Fanbase inständig, dass sich die Serie noch mal aufrappeln kann.
Und sagen wir mal so: Das Hoffen und Beten hat sich gelohnt. Zwar ist der zurückgekehrte Singleplayer leider zum Vergessen, wie Kollege Stefan im separaten Test dazu gemerkt hat, der Multiplayer strahlt aber endlich wieder. Wir hatten so viel Spaß mit Battlefield wie seit Jahren nicht mehr und können mit Fug und Recht behaupten: Battlefield ist zurück!
Update 13. Oktober 2025
Der reibungsloseste Start der Battlefield-Geschichte
Das Launch-Wochenende ist vorbei und wir nutzen die Gelegenheit für ein erstes kleines Update und Resümee, wie Battlefield 6 gestartet ist. Als sich die Tore am 10. Oktober um 17 Uhr für alle öffneten, standen Spieler erst mal vor augenscheinlich erschreckend langen Warteschlangen. Doch konnte EA die wartenden Spieler flott abarbeiten. Wir sind auf Position 430.000 gestartet und waren innerhalb von 10-15 Minuten im Spiel.
Leider gabs aber doch ein paar Bugs im System, vor allem bei der EA-App auf dem PC. Dort konnten einige Spieler das Spiel gar nicht erst starten oder wurden aufgefordert, das Spiel herunterzuladen - obwohl das schon längst erledigt war. Letzterer Bug war auch auf den Konsolen zu finden. EA konnte die Störung aber recht schnell beheben und hat sogar den betroffenen Spielern Boni fürs Spiel spendiert.
Abgesehen davon lief der Start von Battlefield 6 aber sehr reibungslos und das ist ein Novum für die Serie. Natürlich denkt man da wohl zuerst an den Katastrophenstart von Battlefield 2042, doch auch die Fanlieblinge Battlefield 3 & 4 sind mit einigen Problemen gestartet. Dagegen ist Battlefield 6 von Anfang an eine Wonne und nach den Startschwierigkeiten rein aus technischer Sicht gut spielbar.
Doch auch beim Gameplay überzeugt der Shooter das Gros der Spieler. Das meiste Feedback der Fans deckt sich auch mit unserem Test. So gibt es etwas Kritik an der Größe der Maps. Spielern fehlt es an richtig großen Maps, wie man sie aus früheren Serienteilen kennt. Hier würden wir aber noch nicht den Teufel an die Wand malen. Das hervorragende Battlefield 3 startete damals ebenfalls nur mit kleineren bis mittelgroßen Karten. Einige von denen, wie Metro oder Grand Bazaar, zählen bis heute zu den Lieblingen der Fans.
Quelle: PC Games
Zum offiziellen Release des Spiels sahen die Warteschlangen erschreckend aus. Doch schon nach wenigen Minuten war die Hürde überwunden.
Schwierigkeiten im Detail
Mit dem kommenden Live Service kann EA hier noch nachhelfen. Ebenfalls Optimierungsbedarf besteht wohl auch noch beim Netcode. Während unseres Tests hatten die Server weniger Schluckauf. Mit Hunderttausenden von Spielern gleichzeitig fallen Netcode-Schwierigkeiten aber durchaus auf. So gibt es auf Reddit ein paar Beschwerden darüber, dass die Server manchmal Treffer erst nicht richtig und dann gesammelt weitergeben.
Das führt dann dazu, dass man plötzlich getroffen wird und nicht weiß, wo es herkommt, oder ein ganzes Magazin in einen Gegner pumpt und er trotzdem nicht umfällt. Auch der Klassiker, dass man eigentlich schon hinter der Deckung war und trotzdem noch getroffen wird, spielt in die Netcode-Geschichte rein. Hier müssen die Battlefield Studios also noch mal nachforschen.
Ansonsten sind viele Spieler begeistert vom neuen Battlefield und das zeigte sich auch in den Spielerzahlen. So konnte EA mit fast 750.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam einen neuen Rekord aufstellen und Call of Duty damit unangespitzt in den Boden rammen. Zu diesen beeindruckenden Zahlen kommen dann noch die Nutzer der EA-App und natürlich die Konsolenspieler dazu.
Das führte aber auch zu einer Menge Chaos in den ersten Matches. Viele Spieler zocken zum ersten Mal ein Battlefield und so ergibt sich noch viel Durcheinander und weniger Strategien. Dass gesammeltes und durchdachtes Vorgehen sehr viel besser zum Erfolg führt, konnten wir während unseres Testzeitraums aber ebenfalls schon sehen. Hier müssen sich die neuen Spieler wohl erst mal noch eingrooven.
Abseits davon gibt es bisher nur Detailvorschläge von der Spielerschaft. Der Überstrahleffekt, wenn man aus dem Inneren eines Gebäudes kommt, ist noch sehr grell und der Grind für manche Waffen ist noch recht hoch. Aber dafür habt ihr natürlich auf längere Sicht mehr zu tun. Auf den nächsten Seiten lest ihr unseren Ursprungstest zu Battlefield 6. Behaltet unser Update also im Hinterkopf. Vieles deckt sich aber auch mit unseren Erkenntnissen aus der Testphase.
