Alone in the Dark

Test Manfred Patrick Reichl

Die Nahkämpfe werden schnell eintönig. Quelle: Computec Media AG Die Nahkämpfe werden schnell eintönig. Stolze 16 Jahre hat die Alone in the Dark-Serie mittlerweile auf dem Buckel. 1992 gründete der erste Teil quasi im Alleingang das Survival-Horror-Genre. Und obwohl die Fortsetzungen nicht mehr vollends überzeugten, genoss die Reihe über all die Jahre dennoch ein hohes Ansehen bei den Spielern. Das war nicht nur dem deutschen Regisseur Uwe Boll klar, der der Marke im Jahr 2005 den Sprung auf die Kinoleinwände ermöglichte, sondern auch Publisher Atari sowie dem Entwicklerstudio Eden Games, die uns nun den ersten Auftritt der Reihe auf einer Microsoft-Konsole bescheren.

Alter Bekannter
Die bisherigen Teile der Serie spielten in den 20er-Jahren, der neueste Spross findet jedoch in der Gegenwart statt. Überraschenderweise ist der Hauptdarsteller mit Edward Carnby aber derselbe. "Wie geht das denn?", fragt ihr euch jetzt? Diese Frage ist berechtigt, der Antwort darauf muss der Hauptdarsteller im Spiel allerdings selbst erst auf den Grund gehen, denn zu Beginn der Handlung kennt er weder seinen Namen noch seine Herkunft. Und wie zum Henker er in New York gelandet ist, weiß er ebenfalls nicht. Allerdings bleibt ihm zunächst keine Zeit, darüber nachzudenken, denn die Innenstadt des Big Apple wird von schweren Erschütterungen heimgesucht. Diese werden von "Rissen" verursacht, die sich durch die Häuserschluchten fressen und die großen Gebäude reihenweise zum Einsturz bringen. Doch nicht nur auf Gebäude haben es die Risse abgesehen! Sie schlängeln sich auch durch Bauwerke und verschlingen Menschen. Die Opfer werden danach aber wieder ausgespuckt und tragen selbst Risse auf dem ganzen Körper. Die Suche nach der Wurzel allen Übels führt Edward Carnby dann in den New Yorker Central Park.

Das Spielprinzip des neuen Alone in the Dark hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert, die Macher haben es lediglich zeitgemäßer gestaltet. Ihr bewegt Edward Carnby in der Third-Person-Ansicht durch acht verschiedene Episoden, die in 33 Kapitel unterteilt sind. Die Kamera ist in dieser Ansicht nicht frei justierbar und hin und wieder führt dies leider auch zu geringfügigen Problemen mit der Übersichtlichkeit. Ihr könnt aber jederzeit auch in die Ego-Perspektive wechseln, in dieser bewegt sich Edward aber einen Tick zu langsam.

Im Dunkeln ist gut rätseln
Regelmäßig stehen auch Bosskämpfe auf dem Programm. Dieses Monster ist eine verdammt harte Nuss. Quelle: Computec Media AG Regelmäßig stehen auch Bosskämpfe auf dem Programm. Dieses Monster ist eine verdammt harte Nuss. In traditioneller Survival-Horror-Manier müsst ihr in den Levels regelmäßig Feinde bekämpfen und Rätsel lösen. Letztere beschränken sich aber nicht nur darauf, zwei Objekte miteinander zu kombinieren, um ein drittes öffnen zu können. Die Rätsel sind größtenteils sehr durchdacht, anspruchsvoll und beziehen fast immer die Physik der Umgebung mit ein. Beispiel gefällig? In einem der ersten Rätsel benötigt ihr einen Feuerlöscher, der sich auf der Ebene unter euch befindet. Bedauerlicherweise könnt ihr nicht einfach hinunterklettern, den Feuerlöscher mitnehmen und wieder hochklettern. Vielmehr müsst ihr hinabsteigen, den Feuerlöscher auf eine Art Flaschenzug legen, wieder nach oben klettern und danach wie Tarzan auf das Seil des Flaschenzuges zuspringen und diesen somit nach oben reißen. Und siehe da, auch der Feuerlöscher befindet sich nun auch auf eurer Etage.

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