Quelle: Computec Media AG
Bevor euch dieser finstere Bursche mit seiner Zunge pfählt, solltet ihr ihn mit dem improvisierten Bunsenbrenner verbrutzeln.
Für die physikalisch korrekte Umsetzung solcher Rätseleinlagen sorgen die "Real World Rules". Diese Regeln sorgen dafür, dass sich die Objekte im Spiel möglichst so verhalten wie eben auch in der Realität. Dies gilt vor allem auch für Feuer. Ihr könnt alle brennbaren Objekte an einer Flamme anzünden und damit andere brennbare Gegenstände in Brand setzen. Dies müsst ihr sogar regelmäßig, denn feindlichen Kreaturen macht ihr nur endgültig den Garaus, wenn ihr sie abfackelt. Hervorragend geeignet dafür sind beispielsweise Baseballschläger oder Stühle, die ihr kurz in ein Feuer haltet, ehe ihr sie den Biestern über die Rübe zieht.
Auf in den Kampf
Die Nahkämpfe mit den Feinden wollten die Entwickler ebenfalls sehr realistisch gestalten. Als Waffen dienen nicht nur wie bereits erwähnt Stühle oder Baseballschläger, sondern auch Lampenschirme, Mülleimer und viele andere Alltagsgegenstände, die in den Levels zu finden sind. In einem Museum liegen erfreulicherweise auch Schwerter herum. Habt ihr ein Schlaginstrument einmal in der Hand, könnt ihr es mit dem rechten Ministick schwingen, indem ihr diesen von einer Richtung in die andere oder von hinten nach vorne bewegt. Bedauerlicherweise wird dieses Konzept in den Kämpfen sehr schnell eintönig, zudem ist die Steuerung etwas träge und unpräzise. Nahkämpfe machen daher nicht wirklich viel Spaß.
Knoff-hoff-Show
Quelle: Computec Media AG
Verschluckt euch ein Riss, müsst
ihr um euer Leben strampeln.
Für mehr Abwechslung sorgen Schusswaffen oder Waffen der Marke Eigenbau. Ihr habt nämlich die Möglichkeit, gefundene Gegenstände miteinander zu kombinieren. Zum Beispiel könnt ihr eine Flasche Wodka über eure Munition gießen und eure Pistole verschießt daraufhin brennende Kugeln. Darüber hinaus dürft ihr aus einem Papiertaschentuch und einer Flasche Alkohol auch einen Molotowcocktail basteln. Als sehr wichtiges Utensil erwies sich in unserem Test das doppelseitige Klebeband. Dieses könnt ihr beispielsweise an einen Leuchtstab pappen, den ihr dann an die Decke eines dunklen Raumes werft. Und siehe da, schon habt ihr eine prima Deckenbeleuchtung, denn das doppelseitige Klebeband sorgt dafür, dass der Leuchtstab an der Wand haften bleibt. Sehr gut gefällt uns auch die Möglichkeit, ein Feuerzeug in Kombination mit Mückenspray als kleinen Flammenwerfer zu verwenden. Die Möglichkeiten sind also immens. Wer nun jedoch Angst davor hat, nicht alleine auf all diese Kombinationsmöglichkeiten zu kommen, der darf das Spiel pausieren und sämtliche Tricks und Kniffe nachlesen.
Test Drive New York?
Quelle: Computec Media AG
In dieser Fahrsequenz durch den nächtlichen New Yorker Gegenverkehr geht mächtig die Post ab.
Doch damit noch lange nicht genug der Gameplay-Abwechslung! In schöner Regelmäßigkeit habt ihr in Alone in the Dark auch die Möglichkeit, in Autos Platz zu nehmen und diese durch von Monstern belagerte Parkhäuser, den Central Park oder Downtown-Manhattan zu steuern. Dabei dürft ihr aber bei Weitem keine so ausgefeilte Fahrphysik wie in Test Drive Unlimited erwarten, das ja ebenfalls von Eden Games entwickelt wurde. Unterhaltsam sind die Fahrsequenzen aber definitiv.
TV-reif
Besonders gut gefällt uns an Alone in the Dark die fernsehreife Inszenierung. Wenn ihr erst mal die Verfolgungsjagd durch die New Yorker Innenstadt absolviert und um euch herum andere Fahrzeuge durch und in die Luft fliegen sowie Gebäude einstürzen, werdet ihr euch wie mittendrin in einer Fernsehserie fühlen. Noch dazu sieht auch die Grafik sehr ordentlich aus. Vor allem in den Innenlevels sorgen tolle Licht-, Schatten-, Wasser-, Feuer- und Dampfeffekte für eine gruselige Atmosphäre.
Nichts auszusetzen gibt es an der musikalischen Untermalung. Sämtliche Melodien passen in ihren Tempi hervorragend zum Geschehen und unterstreichen die Dramatik zusätzlich. Bedauerlicherweise klingt die deutsche Synchronisation - wie so häufig - extrem unmotiviert und blechern. Alone in the Dark wird europaweit allerdings multilingual veröffentlicht, ihr könnt daher jederzeit auch auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch zocken, sofern ihr der Sprachen mächtig seid.
