Quelle: THQ / Nordic Games
TECHNIK, DIE BEGEISTERT
Technisch ist de Blob ganz hervorragend gelungen. Die Musikuntermalung ist über jeden Zweifel erhaben und auch die weitläufigen Umgebungen werden detailreich und ruckelfrei dargestellt. Die Effekte - besonders das Verspritzen von Farbe auf den grauen Häusern oder der stylishe Pfeil, der euch bei jeder Bewegung hinterhersaust - sind super gelungen. Hässliche Grafikfehler oder matschige Texturen werdet ihr keine finden. Lediglich die Kamera zickt hin und wieder, was manche Hüpfsequenzen unnötig erschwert. Ihr springt übrigens durch einen Schwung der Wii-Fernbedienung, was recht präzise funktioniert und auch nach langer Spielzeit weder schmerzt noch stört. Richtig krasse Fehler erlaubt sich das Spiel also nicht. Maximal mangelnde Abwechslung kann man de Blob vorwerfen: Vom ersten bis zum letzten Level habt ihr im Prinzip stets dieselben Ziele. Einzig der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Zeit an. Ein "Problem" ist jedoch das Spielprinzip im Allgemeinen: Es ist schon fast zu speziell. Auf der einen Seite ist es natürlich ein Segen, endlich mal ein neues und cleveres Spiel mit richtig toller Grafik und genialen Ideen für die Wii zu spielen. Auf der anderen Seite entsprechen die funkige Instrumentalmusik, der buntee Grafikstil und der speziellen Spielverlauf nicht unbedingt jedermanns Geschmack.
Es kann also gut sein, dass ihr de Blob nicht mögt - auch wenn es ein tolles Spiel ist. Wir können euch jedenfalls nur empfehlen, de Blob eine Chance zu geben. Der beste Grund dafür ist nicht die Grafik, nicht die Musik und auch nicht das innovative Gameplay. De Blob bietet ein Spielgefühl, das fröhlich macht, euch immer wieder im Takt der Musik summen lässt und euch mit einem knalligen Farbspektakel bezaubert. Das i-Tüpfelchen sind übrigens die absolut genialen Zwischensequenzen, die zwar leider recht kurz, aber dafür umso witziger
sind.
