Unsere Helden wollen an einem wichtigen Turnier teilnehmen und es herrscht helle Aufregung: Die Millenniumskarten sind verschwunden. Bald wird klar, dass hinter dem Verschwinden dieses und anderer Millenniumsgegenstände Reschef, der Zerstörer steht. Um Reschef wieder in seine Schranken zu weisen, müssen die Duellanten mithilfe der Millenniumsgegenstände die versteinerten und damit machtlosen Götterkarten reaktivieren. Wie bei Yu-Gi-Oh! üblich, geht es trotz dieser rollenspielähnlichen Hintergrundstory in erster Linie um Duelle zwischen Kartenbesitzern. Da das alles streng nach den leicht modifizierten Kartenspielregeln abläuft, finden sich Kenner des Systems natürlich sofort zurecht.
KRacher oder nur für Fans geeignet?
Darin liegt auch der größte Haken des Spiels. Leute, die sich mit dem Thema Yu-Gi-Oh! noch nicht auseinander gesetzt haben, werden wohl auch der neuesten Auflage die kalte Schulter zeigen, denn der Reiz des Spiels liegt eindeutig in den Kartenduellen, die den Game Boy Advance technisch keinesfalls ausreizen. Die Rollenspiel-Sequenzen zwischen den Duellen wurden in erster Linie eingebaut, um die Kartenkämpfe in eine Story zu integrieren und den Spieler bis zum Spielende bei der Stange zu halten. Dies ist den Entwicklern doch einigermaßen gelungen. Wer von Yu-Gi-Oh! nicht genug bekommen kann und nicht immer Gleichgesinnte für echte Duelle parat hat, kann sich einen Kauf überlegen. Beinharte Fans kaufen sich das Spiel wohl schon allein wegen der drei beigepackten, limitierten Spielkarten, alle anderen machen am besten auch um diesen Teil einen weiten Bogen.
