Endlich ist es so weit: Yoshi rennt, springt, frisst, schluckt und stampft wieder!
BILD: N-ZONE
Es war einmal vor langer, langer Zeit - genauer gesagt im Jahre 1995 -, da beglückte uns Nintendo mit einem Jump & Run, das selbst die bis dato erschienenen Super Mario-Titel in den Schatten stellte. Die Rede ist von Yoshi's Island, dem ersten eigenständigen Abenteuer des sympathischen Dinos, das zugleich die Premiere von Baby Mario darstellte. Im Dezember 2002 gewährte man diesem SNES-Meilenstein ein Remake für den Game Boy Advance, welches in Sachen Technik noch ein wenig verfeinert wurde. Trotz der überragenden Qualität und des riesigen Erfolges hat die Fortsetzung (ausgehend vom Original) über zehn Jahre auf sich warten lassen.
Erwartungen
Was dem eingefleischten Yoshi-Kenner sofort auffällt, ist, dass sich im direkten Vergleich zum Vorgänger nichts Weltbewegendes verändert hat. Noch immer steuert ihr den babytragenden Yoshi durch weitläufige, komplexe Levels, bemüht, den Wonneproppen nicht aus dem Sattel zu verlieren. Hierbei helfen euch Infoblöcke, Trampoline, emporwachsende Sonnenblumen, geflügelte Wolken und natürlich die allseits beliebten Verwandlungen von Yoshi.
Nun könnte man den Entwicklern aufgrund gleichbleibender Spielprin-zipien Unkreativität und Einfallslosigkeit vorwerfen - oder aber man führt sich vor Augen, dass ihr Werk dem Charme seines Ursprungs gerecht werden und somit die bekannt hohe Qualität aufrechterhalten sollte. Glücklicherweise besinnt sich Nintendo auf bewährte Stärken, ohne dem Gesamtprodukt durch allzu markante Verschlimmbesserungen negativ zuzusetzen.
Höhenflug
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Selbstredend verfügt Yoshi über seine bekannten, vielseitigen Moves wie den Flatterflug, die Stampfattacke und das Verschießen und Legen von gepunkteten Eiern. Neu hingegen ist, dass ihr nicht nur Baby Mario, sondern auch Baby Prinzessin Peach und einige andere Nintendo-VIPs im Kleinformat mit euch rumschleppt. Jeder dieser Charaktere besitzt besondere Eigenschaften, derer sich Yoshi im Verlauf des Spieles hin und wieder bedienen muss, um bestimmte Levelabschnitte zu erreichen. Beispielsweise kann Yoshi mit Baby Mario im Gepäck plus gedrücktem Y-Knopf schneller rennen, während Peachs Schirm bei entsprechend starken Windböen einen gewaltigen Höhenflug auslöst.
Das für Yoshi's Island typische Gameplay bezieht seinen Reiz aus der Kombination von einfacher, schnell erlernter Steuerung, dem zügigen Spielfluss und der gigantischen Komplexität der Levels, welche im Vergleich zu Teil 1 noch etwas weitläufiger ausfallen. Der auffälligste Motivationsfaktor, der sowohl den Super-Nintendo-Hit als auch den DS-Nachfolger auszeichnet, ist das in einem einzigartig kunterbunten Grafikstil gehaltene Leveldesign.
Kein anderes Spiel bietet einen derart anziehenden, innovativen und liebevollen Charme wie Yoshi's Island. Die putzigen Animationen des Hauptcharakters, die mit einem Grinsen verzierten Blumen, Herzen und Sterne, die aufwendig gestalteten Feinde und die abwechslungsreichen Hintergrundgrafiken verschmelzen zu einem wunderschönen Gesamtbild, das von Einfallsreichtum und Liebe zum Detail zeugt. Obwohl nicht annähernd Nintendo-DS-Maßstäbe erreicht werden, bietet der Titel seinen ganz eigenen Grafikstil, ohne den Yoshi's Island den größten Teil seines individuellen Reizes verloren hätte.
