Seit Anfang Maii 2015 ist das Add-on zu Wolfenstein: The New Order im Handel. Wir haben The Old Blood ausführlich getestet und verraten euch alles Wissenswerte.
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Wolfenstein: The Old Blood - Auf leisen Sohlen
In Sachen Spielgeschehen hat sich bei The Old Blood im Vergleich zu The New Order nicht allzu viel getan. Verständlich, schließlich haben wir es immerhin mit einem Add-on zu tun, da wirft man als Entwickler ja nicht alle Features über Bord. Ein paar Neuerungen mehr hätten es dann aber schlussendlich schon sein dürfen, denn das einzige wirklich nagelneue Gameplay-Element sind die Kletterwände, die man bereits im Trailer gesehen hat. Ansonsten gibt es allein schon aufgrund des zeitlich ein paar Jahre vor The New Order spielenden Settings ein paar neue Waffen und Gegnertypen, aber damit hat es sich dann auch schon. Immerhin machen die neuen Wummen Laune.
Quelle: PC Games
Der Gewaltgrad ist wie erwähnt auch in The Old Blood äußerst hoch. Durch diesen Raum wollten wir uns übrigens eigentlich schleichen. (PS4)
Der Bombenschuss-Karabiner etwa lässt sich nicht nur für Scharfschützenzwecke nutzen, sondern macht auch auf kurze und mittlere Distanz eine gute Figur, die Kampfpistole verschießt Granaten und mit dem Schockhammer erhaltet ihr sogar eine frühe Form einer automatischen Shotgun. Allerlei nicht jugendfreier Unsinn lässt sich hingegen mit der abgesägten Schrotflinte oder mit den stationären MGs, die man auch schon aus dem Hauptspiel kennt, anrichten. Wir sagen es mal so: Ganze Räume neu zu streichen, ist bei entsprechendem Gegneraufkommen kein Problem, Amputationen ohne Betäubung sind es auch nicht – nix für sanfte Gemüter.
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Die anderen Gameplay-Bereiche haben die Macher gar nicht angetastet. Das Schleichen funktioniert noch genauso gut wie im Hauptspiel, lediglich der Schwierigkeitsgrad zieht an einigen Stellen an – meist aufgrund des höheren Gegneraufkommens in The Old Blood. Nichtsdestotrotz ist es mitunter zu einfach, eine ganze Basis voller Regimesoldaten ungesehen auseinanderzunehmen. Nebenbei sammelt ihr wie gehabt – ganz klassisch – Healthpacks und Rüstungsteile ein, lest Zeitungsartikel und Tagebucheinträge, sammelt Briefe und Goldbarren oder begebt euch auf die Suche nach versteckten Levelbereichen und Secrets. Das ist abwechslungsreich, das unterhält – aber das ist eben auch nichts Neues.
Wolfenstein: The Old Blood - Herausfordernd
Quelle: PC Games
Derartige Stellen, an denen ihr auf eine große Übermacht an Feinden trefft, lassen sich später im Herausforderungsmodus noch einmal bestreiten. (PC)
Wer dann nach der rund siebenstündigen Story noch nicht genug von The Old Blood hat, darf sich noch in zehn Herausforderungen beweisen. Die fallen jedoch eher unspektakulär aus: Statt neuem Content erwarten euch hier nur zehn besonders gegnerreiche Levelabschnitte aus der eigentlichen Kampagne. Dort dürft ihr dann euer kämpferisches Können beweisen und müsst die Gegner möglichst schnell, effektiv und aneinandergereiht erledigen, ohne natürlich dabei das Zeitliche zu segnen. Als Belohnung winken dann Bronze-, Silber- oder Gold-Auszeichnungen und ein dazu passendes Achievement / eine entsprechende Trophäe. Nett für Perfektionisten, aber das hätte es eigentlich nicht mehr gebraucht. Stören tut's natürlich auch niemanden.
Fazit: Allzu viele Neuerungen sollte man aufgrund des Add-on-Charakters nicht erwarten. Stattdessen gibt es mehr von der altbekannten The-New-Order-Gameplay-Formel, mit einer nicht ganz so beklemmenden Story, dafür aber mit der ikonischen Burg als tollem Schauplatz. Und aufgrund des dann doch recht ordentlichen Umfangs geht auch der Preis von rund 20 Euro absolut in Ordnung.
