Welcome to Paradize im Test: Couch-Koop, Survival, Humor - was will man mehr?

Test Michael Grünwald
Welcome to Paradize im Test: Couch-Koop, Survival, Humor - was will man mehr?
Quelle: Eko Software

Die Release-Flut der Survival-Spiele hört nicht auf. Wir haben uns Welcome to ParadiZe einmal ganz genau angeschaut und hatten extrem viel Spaß!

Derzeit erscheinen so viele Survival-Spiele, da gehen manche Releases direkt unter. Neben den großen Brocken Sons of the Forest, Nightingale, Pacific Drive und Palworld bleibt nicht mehr viel Raum für die unbekannteren Vertreter. Das ist ziemlich schade, denn die sind häufig verdammt gut.

Welcome to ParadiZe (jetzt kaufen 24,83 € ) ist so ein Fall. Seit dem 29. Februar gibt's den Zombie-Survival-Titel für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Der Spaß steht dabei eindeutig im Vordergrund, schließlich nimmt sich die Story nicht allzu ernst. Auch das Gameplay macht alleine und vor allem mit bis zu drei Mitspielern extrem viel Laune. Es besteht sogar die Möglichkeit, das witzige Abenteuer zu zweit an einem Rechner oder einer Konsole im Couch-Koop-Modus zu genießen. Und solche Spiele kommen mittlerweile allgemein viel zu selten auf den Markt.

Welcome to ParadiZe Wald Quelle: Eko Software

Ein apokalyptisches Paradies

Zu Beginn wählen wir einen von zwölf vorgefertigten Charakteren aus. Im Laufe der Geschichte lässt sich der noch ganz leicht mit anderen Rucksäcken und Körperpanzerung anpassen. Von einem Werbespot, der ein normales Leben in der Zombieapokalypse verspricht, getrieben, kommen wir zum Start des Abenteuers vor den Toren des Ortes Paradize an.

Doch schon bald merken wir, jemand hat mit dem Versprechen der Normalität ein klitzekleines bisschen übertrieben. Laut des Aufsehers sind wir dort nach Jahren nämlich der erste Neuankömmling. Wir finden nicht viel mehr als eine ziemlich heruntergekommene Kleinstadt vor.

Zumindest eine bestimmte Technologie scheint aber nicht komplett erfunden zu sein. Mit Hilfe eines gehackten Helmes lassen sich Zombies fangen und als Helfer engagieren - aus Zombie wird im Anschluss Zombot. Was praktisch klingt, ist auch so. Nicht nur im Kampf gegen andere Infizierte sind unsere Begleiter tatkräftige Unterstützer, sondern auch bei der Verteidigung unserer Basis und dem Sammeln von Rohstoffen.

Mit den Matschbirnen im Schlepptau durchstreifen wir abwechslungsreiche Landschaften wie Wald und Wüste. Zwischendurch treffen wir immer wieder auf skurrile Überlebende, die uns sowohl mit Haupt- als auch Nebenquests versorgen, um die Story voranzutreiben.

Spieler wird von einer Horde Zombies angegriffen Quelle: Eko Software

Von oben herab

Wir steuern unsere Figur mit Gamepad oder Maus und Tastatur aus einer isometrischen Perspektive. Mit dem rechten Stick oder der Maus zielen wir in eine bestimmte Richtung und schnetzeln so durch die Zombiehorden. Das Gameplay erinnert stark an klassische Titel wie How to Survive und Dead Nation.

Kommen wir in der Story voran, steigen wir im Level auf und erhalten bessere Ausrüstung. Wir beginnen beispielsweise noch mit einem Stock als Waffe, doch über gefundene Materialien craften wir uns recht schnell ein Luftgewehr und eine Armbrust. Im weiteren Verlauf wird's noch deutlich durchschlagskräftiger. Auch die Nahkampfwaffen verbessern sich mit der Zeit.

Alles Hergestellte oder Gefundene können wir unseren Zombie-Begleitern in die Hand drücken. Aber aufgepasst: Viele Matschbirnen unterscheiden sich voneinander. Manche rennen Hals über Kopf wie Rambo in die Horden hinein, andere fallen beinahe bei jedem Schuss aus der Schrotflinte nach hinten um. Da braucht's einfach ein Quäntchen Glück, um DEN einen zu rekrutieren.

Ein wenig hilft dabei aber das Zombie-Menü, in dem wir haargenau einstellen, wann sich unser Hirnfresser wie verhält. Soll er lieber flüchten oder Gleichgesinnte provozieren? Das kommt darauf an, welche Ausrüstung wir ihm angelegt haben. Ein mit Stacheln durchbohrter Zombie ist im Nahkampf stärker und kann daher provozierend ausgerichtet sein. 4 von insgesamt 20 Befehlen lassen sich für unsere Begleiter auswählen, für mehr reicht das angeknabberte Hirn wohl nicht aus.

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