We Were Here Forever im Test - Seite 2
Test
We Were Here Forever entführt euch in ein Verlies voller Rätsel. Im Test verraten wir euch, wie die knifflige Flucht diesmal gelungen ist.
Habt ihr das Prinzip grundsätzlich verstanden und bräuchtet nur einen Tipp, wie ihr weiterkommt, könnt ihr sie allerdings in die Tonne kloppen. Dann sind sie im Grunde nur zur Aufmunterung gut, um sich zwischendurch mit einem "Ach ne, was du nicht sagst!" von den Spannungskopfschmerzen abzulenken. Wenn ihr der Lösung auf die Schliche gekommen seid, ist das Gefühl dafür umso wertvoller. Das macht die zwischenzeitliche Verzweiflung und den Wunsch, das Walkie-Talkie aus dem höchsten Turm des Schlosses zu werfen, schnell wieder wett.
Größtenteils sind die Abschnitte trotz oder gerade wegen der Anstrengung für die grauen Zellen ziemlich spaßig und fühlen sich sehr belohnend an. Wer braucht schon Souls-Bosskämpfe, wenn er kryptische Symbole richtig anordnen kann? Dafür sind manche Aufgaben simpler, als sie auf den ersten Blick wirken. Denkt ihr zu kompliziert, macht ihr euch das Leben unnötig schwer. Probiert also alles aus, was euch in den Sinn kommt, egal wie einfach die Lösung auf den ersten Blick scheinen mag. Dadurch erspart ihr euch möglicherweise einiges an Frust und Zeit, die Energie steckt ihr dann lieber in die nächste Herausforderung.
In diesem Artikel
Manchmal ziehen die Rätsel sich sogar ohne euer Zutun in die Länge und wirken dadurch repetitiv. Wir hatten den Dreh zu diesem Zeitpunkt dann aber meistens raus, wodurch sich der restliche Abschnitt recht gut bewältigen ließ und wir bald vor der nächsten verschlossenen Tür standen.
Mitgefangen, mitgehangen
Quelle: PC Games
"Okay, also ich sehe hier ein Instrument mit verschiedenen Symbolen ... und du?" Euer Mitspieler hat meistens etwas anderes vor der Nase als ihr.
Für die schwierigeren Rätsel gilt es, wirklich alle Informationen durchzugeben, die ihr findet. Was für euch unwichtig wirkt, könnte genau das fehlende Puzzleteil sein, das euer Komplize dringend benötigt. Uns ist es im Laufe des Spiels passiert, dass wir das Level unnötig spät verlassen haben, weil wir ein wichtiges Stück Information übersehen hatten.
Durch die enge Zusammenarbeit bietet es sich an, im Vorfeld einen Mitspieler zu rekrutieren. Dadurch bekommt ihr die beste Spielerfahrung geboten und wisst direkt, mit wem ihr euch für die nächsten Stunden einlasst. Da es außer kurzen Passagen, in denen ihr in ein neues Gebiet lauft, nichts außer den Denksportaufgaben zu tun gibt, werdet ihr viel Zeit im Gespräch miteinander verbringen. Die Kommunikation funktioniert per Push-to-Talk, vergesst also die Taste nicht - sonst dürft ihr eurem Partner alles direkt noch einmal übermitteln.
Optisch ist We Were Here Forever zwar nicht auf Hochglanz poliert, der charmante Stil passt aber zum Rest des Spiels. Besondere Priorität hat die Grafik bei einem Koop-Abenteuer dieser Art ohnehin nicht. Die eisige Außenwelt gepaart mit dem düsteren Verlies und den teilweise farbenfrohen Rätseln bieten eine angenehme Mischung und sorgen für eine schöne Atmosphäre.
Je nachdem, wo ihr euch gerade rumtreibt, schwankt diese zwischen Gruselfilm und Vergnügungspark; wobei sich das ja nicht zwangsläufig widerspricht.
Meinungen
Auch wenn manche der Rätsel unangenehm schwierig sind, ihr den richtigen Mitspieler braucht und die Hinweise sich auf "Finde die Lösung"-Niveau befinden, ist We Were Here Forever eine sehr unterhaltsame Denksportaufgabe geworden. Die enge Zusammenarbeit sorgt für eine besondere Spielerfahrung, die andere Koop-Titel in dieser Form nicht zu bieten haben. Das Spiel ist seit dem 10. Mai für PCs erhältlich, Konsolenfassungen für PlayStation und Xbox sollen noch folgen.
