We Were Here Forever im Test - Gefangen in der eigenen Planlosigkeit

Test Annika Menzel Sascha Lohmüller
We Were Here Forever im Test - Gefangen in der eigenen Planlosigkeit
Quelle: TMG Studios

Alle guten Dinge sind ... vier? Zumindest wenn es nach Total Mayhem Games geht, die euch mit We Were Here Forever erneut in die Tiefen des Kerkers schicken. Um dort wieder herauszukommen, braucht ihr hauptsächlich zwei Dinge: einen verlässlichen Partner und widerstandsfähige Stimmbänder.

Stellt euch vor, ihr seid im Kerker eines unheimlichen Schlosses gefangen. Um gemeinsam mit eurem Partner zu fliehen und zurück in die Freiheit zu gelangen, müsst ihr eine Reihe an knackigen Rätseln lösen und Herausforderungen überstehen. Nein, ihr seid nicht in einem Horrorfilm gelandet, sondern im Koop-Spiel We Were Here Forever. Zusammenarbeit ist hier das oberste Gebot, ansonsten habt ihr keine Chance, den verrückten Spielchen des Entwicklerstudios Total Mayhem Games zu entkommen. Und gerade das ist eure wichtigste Mission.

Neu ist das Konzept nicht, schließlich dürft ihr euch bereits zum vierten Mal mit euren Walkie-Talkies bewaffnet auf eine nervenaufreibende Flucht begeben. Überlegt euch gut, mit wem ihr diesen Weg beschreitet, damit eure Freundschaft nicht in dem Verlies zurückbleibt. In unserem Test verraten wir euch, wie sehr ihr euch bei den kniffligen Rätseln das Hirn zermartern werdet. Wir haben nicht nur viel Geduld, sondern auch eine Menge Konzentration und Einfallsreichtum gebraucht, um uns einen Weg durch das Spiel zu bahnen.

Da waren wir also wieder

Übersichtlichkeit wird überbewertet. Um euch zurechtzufinden, müsst ihr gut mit eurem Partner kommunizieren. Quelle: PC Games Übersichtlichkeit wird überbewertet. Um euch zurechtzufinden, müsst ihr gut mit eurem Partner kommunizieren. Um euch gemeinsam mit einem Kumpel, eurer Freundin oder einem zufälligen Spieler übers Internet in We Were Here Forever zu stürzen, müsst ihr die anderen Teile nicht zwangsläufig kennen. Trotzdem verschafft es euch vielleicht einen Vorteil, wenn ihr wisst, wie die Rätsel und Aufgaben generell funktionieren. Die verhalten sich ähnlich wie bei einem Escape Room, aus dem es sich auch leichter ausbrechen lässt, wenn ihr das System dahinter verstanden habt.

So oder so erwartet euch eine ordentliche Herausforderung, denn das Spiel macht es euch wirklich nicht leicht, aus dem Schloss zu entkommen. Egal, mit wem ihr euch zusammentut, gemeinsam auf dem Sofa zu zocken ist leider nicht drin; ihr braucht gleich zwei PCs und vor allem Mikrofone. Der Titel ist nämlich darauf ausgelegt, dass ihr über die Walkie-Talkies im Spiel miteinander kommuniziert und euren Partner durch die verschiedenen Räume lotst.
Wenn ihr seht, was auf dem Bildschirm des jeweils anderen passiert, funktioniert das ganze Prinzip nicht mehr. Dementsprechend gibt es keine Möglichkeit, alleine voranzukommen. Habt ihr niemanden aus eurem Bekanntenkreis dafür begeistert, könnt ihr alternativ online nach anderen Spielern suchen.

Da sich We Were Here Forever auf eine reibungslose Kommunikation verlässt, dürfte sich das Abenteuer mit einem zufälligen Komplizen als nervenaufreibend herausstellen, wenn ihr euch nicht auf derselben Wellenlänge befindet. Auch eine gute Internetverbindung und ein vernünftiges Mikrofon sind essenziell, da es schier unmöglich ist, die Rätsel ohne verbale Absprache zu lösen.

Kompatibilitätsmodus aktiviert

Doch auch ein verlässlicher Partner macht den Ausbruchsversuch nicht zu einem entspannten Spaziergang. Das Spiel hat unsere gesamte Aufmerksamkeit eingefordert und jedes Missverständnis sofort gegen uns eingesetzt. Es gibt vier unterschiedliche Arten von Rätseln: Bei der ersten seid ihr in verschiedenen Bereichen unterwegs und müsst euch gegenseitig alle notwendigen Informationen durchgeben, damit der jeweils andere den Abschnitt auf seiner Seite bewältigen kann.

Manchmal sind die Rätsel auch ganz schön unheimlich; zumindest wenn ihr es mit lauter Puppen zu tun bekommt. Quelle: PC Games Manchmal sind die Rätsel auch ganz schön unheimlich; zumindest wenn ihr es mit lauter Puppen zu tun bekommt. Dazu kommen Aufgaben, bei denen ihr den Weg für euren Partner freimachen müsst. Schalter umlegen, Fahrstühle betätigen oder Türen aufschließen sind dabei eure kleinsten Probleme - erstmal heißt es, herauszufinden, wie ihr überhaupt vorankommt.

Bei der dritten Rätselkategorie leitet einer von euch den anderen durch eine Passage. Der Navigator hat dabei Zugriff auf Infos, die dem anderen wiederum fehlen, weshalb auch hierbei gute Kommunikation vorausgesetzt wird.

Dann gibt es noch Aufgaben, bei denen ihr euren geballten Gehirnschmalz einsetzen müsst, indem ihr vor Ort direkt zusammenarbeitet. Obwohl das auf den ersten Blick einfacher wirkt als die getrennten Herausforderungen, ist es das ganz und gar nicht. Wir haben an manchen Rätseln wirklich lange gesessen, gegrübelt und sogar mal eine Nacht drüber schlafen müssen.

Erster Hinweis: Schlüssel öffnen Schlösser

Einige Tassen Kaffee später kamen wir letztendlich auf die Lösung, die Schwierigkeit brachte uns stellenweise aber doch an unsere Grenzen; vor allem, wenn die Hinweise, die We Were Here Forever uns anbietet, komplett nutzlos sind. Die helfen im Grunde nur, wenn ihr völlig planlos in einem Raum steht und keine Ahnung habt, wie und wo ihr anfangen sollt.

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