Einige Zwischengegner beeindrucken schon allein
durch ihre Größe.
Das Warhammer-Universum wird nur den wenigsten Spielern wirklich bekannt sein. Das erfolgreiche Brettspiel von Games Workshop erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit bei einer eingeschworenen Fangemeinde. Bereits die PSone wurde mit einer Versoftung des Themas bedacht: Space Hulk von Electronic Arts ging seinerzeit als passabler Vertreter des Genres durch. Bei Fire Warrior durfte nun Entwickler Kuju für THQ ans Werk. Offenbar hat man dort ein Faible für die Flammen - die letzten drei Titel aus dem Hause Kuju hatten jedenfalls alle ähnliche Namen: Fireblade, Reign of Fire und nun Fire Warrior. Vielleicht wäre ein Wörterbuch hilfreich, um zukünftigen Spielen etwas originellere Namen zu geben. Originell ist ein gutes Stichwort: Allzu frisch präsentiert sich Fire Warrior nämlich nicht gerade. Die linearen Levels bieten nur selten Überraschungen und beschränken sich weitestgehend auf heftige Ballereien. Ordentliche inszenierte Zwischensequenzen klären Neulinge in der Warhammer-Welt zwar nicht sehr umfangreich auf, die groben Züge reichen dennoch vollkommen aus. In der weit entfernten Zukunft haben die Menschen den Weltraum erobert und neue Zivilisationen kennen gelernt. Da sich die Menschheit in ihrer Vergangenheit nicht gerade durch Diplomatie hervorgetan hat, herrscht Krieg.
Wir kommen in Frieden
Die technisch ebenso hoch entwickelten Tau geben sich friedfertiger, doch auch ihre Freundlichkeit hat Grenzen. Als junger Tau-Soldat befinden Sie sich zu Beginn des Spiels also auf dem direkten Weg an die Front. Ganz ähnlich wie in Electronic Arts Medal of Honor: Frontline harren Sie im Truppentransporter der Dinge, beobachten ohnmächtig zusammenklappende Kollegen und checken noch mal Ihre Waffe. Kaum öffnet sich die Rampe, stehen Sie auch schon mitten im Schlachtfeld. Artilleriefeuer deckt die gesamte Umgebung ein, fallende Soldaten allerorten - die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Im Verlauf des Spiels ballern Sie sich aber nicht nur durch Schützengräben. Auch Raumstationen und schaurig-schöne Festungen im gotischen Stil werden von Ihnen infiltriert. Dabei wirkt das Spielgefühl wie eine Mischung aus Halo und indizierten Vorreitern des Genres. Ganz wie im Xbox-Shooter verfügt Ihr Raumanzug über einen Schild, der sich nach Treffern wieder auflädt. Auch können Sie immer nur zwei Waffen mit sich herumtragen, wobei die erste nicht ausgetauscht werden kann. Das hat zumindest den Vorteil, dass die Übersicht über die mitgeführten Schießprügel schwerlich verloren geht. Während Ihre Standardwaffe mit der Zeit immer mächtiger wird, erhöht sich auch die Feuerkraft der sekundären Wummen. Nach Sturm- und Lasergewehr drückt man Ihnen schnell Granatwerfer und Pulskanone in die Hand. Die haben Sie spätestens ab der Hälf- te des Spiels aber auch bit- ter nötig. Die anfänglichen Widersacher sind noch verhältnismäßig leicht auszuschalten, die massiven Space Marines verpacken dagegen auch mehrere Raketen. Da fällt der Unterschied zu gelegentlich auftretenden Zwischengegnern kaum noch auf, denn schon wenige gegnerische Treffer sorgen schnell für ein vorzeitiges Ende Ihrer Mission. Zwar gibt es in jedem Level eini- ge Checkpoints, dennoch kommt man kaum umhin, einige Abschnitte mehrmals in Angriff zu nehmen. Da kann es schon mal passieren, dass man eine halbe Stunde tapfer gekämpft hat, nur um dann kurz vor dem retten-den Ausgang den Löffel abzugeben.
