Gelegentlich gibt's schöne
Aussichten zu bewundern.
Kein grosses Kino
Derlei Frust hält sich natürlich in Grenzen, wenn die Motivation stimmt. Leider erntet das Missionsdesign weder Innovations- noch Unterhaltsamkeitspreise. Schlüsselsuchen und Schalterdrücken ist eigentlich seit Jahren bekannt. Auch Sprengsätze zu legen ist nicht gerade die originellste Form der Spielerbeschäftigung. Etwas mehr Interaktion mit der Umgebung oder anderen Charakteren wäre schön gewesen. Gelegentliche Zwischensequenzen sorgen dafür, dass man dennoch immer wieder an den Bildschirm zurückkehrt. Zudem schafft es die teilweise bedrückende Atmosphäre, diesen Patzer auszugleichen. Wer mit der Unterforderung seiner Hirnwindungen leben kann und einfach nur viel ballern will, der ist hier goldrichtig. Die düstere Stimmung rührt zum einen von der hervorragenden Grafik her: Detaillierte Texturen, gut animierte Gegner und die enorme Weitsicht können es locker mit der Konkurrenz aufnehmen. Grelle Effekte geben der hübschen Grafik den letzten Schliff. Dabei bleibt das Spiel erstaunlich flüssig. Erst bei großem Gegneraufkommen stören leichte Ruckler das Spielerlebnis. Auch der Sound macht ordentlich was her. Entfernte Schreie, einschlagende Blitze, gellende Kampfschreie der Gegner und coole Waffensounds sorgen für einen wohligen Schauer nach dem anderen. Speziell im letzten Drittel des Spiels dreht Kuju noch einmal richtig auf. Fast könnte man meinen, hier wäre ein neuer Shooter von id Software in der Konsole. Die herrlich düsteren Kampfschauplätze vergisst man nicht so schnell.
Solides Drumherum
Dank vielfältiger Konfigurationsmöglichkeiten sollte jeder mit der Steuerung zurechtkommen. Beide Achsen der Analog-Sticks lassen sich invertieren, ein 16:9-Modus ist integriert und Besitzer von Surround-Anlagen kommen voll auf ihre Kosten. Auch der Umfang stimmt. Die Länge der Levels variiert zwischen 30 und 60 Minuten, so dass man mindestens 15 Stunden einrechnen sollte, um den Abspann zu Gesicht zu bekommen. Multiplayer-Fans freuen sich auf Splitscreen-Modi für bis zu vier Spieler, ärgern sich dagegen über die lächerlich geringe Auswahl an Levels. Gerade einmal zwei Maps pro Spielmodus stehen zur Auswahl. Derer gibt es immerhin drei. Leider konnten wir bis Redaktionsschluss keine Version des Spiels mit Musik von THQ bekommen, weshalb sich die Soundwertung derzeit nur auf die Soundeffekte bezieht.
