WWE Wrestlemania XIX

Test

Al Snow erklärt euch die Steuerung und hält sogar selber als Versuchskaninchen für euch her. Al Snow erklärt euch die Steuerung und hält sogar selber als Versuchskaninchen für euch her. THQ hat sich mit dem neuesten Teil richtig Mühe gegeben. Kein Wunder, haben bei dem Titel doch sowohl Entwickler, die an WWF No Mercy mitgewirkt haben, als auch Programmierer, die WWE Smackdown oder WWE Wrestlemania X8 aus dem Boden gestampft haben, geschuftet. Nach Beginn des Spiels bekommt der Spieler die Möglichkeit, sich zwischen King of the Ring, Exhibition, Revenge, Shopzone, Create A Superstar, Superstar Profiles und dem Tutorial zu entscheiden. Das Tutorial bietet eine gute Möglichkeit für alle Neulinge, aber auch für Kenner des Sports, sich mit der Steuerung und den vielen Aktionsmöglichkeiten vertraut zu machen. Man wird von keinem Geringeren als Al Snow in das Einmaleins des Wrestlings eingeführt. In den insgesamt 114 Einheiten bleiben keine Fragen offen. Somit ist man für alle Kämpfe und Racheakte gerüstet, die da kommen mögen.

Rache unter Wrestlern
Beim Revenge-Modus (siehe Extrakasten) geht es darum, an Vince McMahon Rache zu üben, bis schließlich alles in der Begegnung bei der Wrestlemania gipfelt, wo man McMahon endgültig zeigen kann, wo der Hammer hängt. An und für sich ist dieser Spielmodus recht gut in Szene gesetzt. Das Einzige, was stört, sind die ab und an auftretenden unfairen Situationen. Es kommt schon mal vor, dass man von Gegnern umringt ist und von allen Seiten eins über die Rübe bekommt. Auch funktioniert die Koordination zwischen Spielfigur und Umgebung nicht immer hundertprozentig. Man ist zum Beispiel des Öfteren zwischen einem am Boden liegenden Gegner und einem Vorsprung gefangen und kommt einfach nicht los. Für erledigte Aufgaben und für sämtliche Moves, die während der Missionen ausgeführt wurden, bekommt man bare Münze gutgeschrieben. Die Shopzone ist der perfekte Ort, um sein sauer erprügeltes Geld in vieler-
lei Sachen zu investieren. Es warten zum Beispiel diverse Frisuren, Oberteile, Hosen oder Helme darauf, gekauft zu werden. Aber auch viele Entrance-Animationen und -Effekte, Standard-Moves sowie wrestlercharakteristische Moves lassen sich käuflich erwerben. Und schließlich gibt es zusätzlich noch einige Waffen und Ability-Punkte, die beim Editieren einer Figur sehr hilfreich sind.

Wir bastel uns einen Superstar
Im Create-A-Superstar-Modus kann man sich seinen ganz persönlichen Wrestling-Star zusammenbasteln. Damit kann man wirklich sehr viel Zeit verbringen, da die Entwickler einem jede nur erdenkliche Möglichkeit geben, seinen Charakter zu erstellen - angefangen von der Gut-oder-Böse-Entscheidung bis hin zu den Animationen während des Betretens des Ringes. Auch die Entrance-Animation lässt sich komplett mit Musik, Effekten und allem, was sonst noch dazugehört, erstellen. Sollte ein bestimmter Wrestler, den man unbedingt haben will, nicht dabei sein, kann man ihn einfach selber kreieren. Aber auch die bereits vorhandenen Charaktere lassen sich bearbeiten. Hier kann man die Gesinnung - gut oder böse - einstellen und auch die Moves können überarbeitet werden. Hat man seinen Wunschcharakter endlich auf dem Bildschirm fertig gestellt, kann man sich im Exhibition-Modus entweder alleine oder mit bis zu vier Kumpels in einer Vielzahl an Spielmodi klopfen. Es ste-hen Single-Match, Tag Team, Tripple Threat, Fatal Four Way, Handicap, Royal Rumble und die Revenge Stages zur Verfügung. Letztere Variante lässt sich erst auswählen, wenn man eine der Umgebungen im Revenge-Modus komplett gemeistert hat. Ihr seht also, dass Wrestling-Fans sehr viel Raum haben, um den wahren Wohnzimmer-Champion zu ermitteln. Wer lieber auf die Jagd nach dem Champion-Gürtel gehen will, kann dies im King-of-the-Ring-Modus zur Genüge tun. Leider lässt sich nur hier um den Gürtel spielen.

Operation gelungen?
Wie bereits erwähnt, ist die Präsentation im Revenge-Modus nicht so spektakulär. Ganz im Gegensatz zu den Ring-Matches. Jeder Kämpfer kommt mit seiner eigenen Show und unter tosendem Beifall in den Ring. Leider sind die Entrance-Animationen zwischendurch auffällig stotternd, was einen unfertigen Eindruck hinterlässt. Allgemein sind die Grafik und die gesamte Präsentation im Vergleich zum Vorgänger schon verbessert worden. Die Spielermodelle können mit allen für sie charakteristischen Details, wie Tätowierungen, Kopfbändern, weiten Ausschnitten (ähem ...), aufwarten. Besonders gut gefällt uns die tolle Replay-Funktion, die selbstständig spektakuläre Griffe oder Würfe aus mehreren Blickwinkeln zeigt. Auch das Zuschauerverhalten ist weitaus lebendiger ausgefallen. Die Revenge-Arenen sind zwar um ein Vielfaches weitläufiger als der Ring, nur bleibt hier gelegentlich die Übersicht auf der Strecke - vor allem, wenn die Kamera extrem weit herauszoomt. Spielen lässt sich das neue Wrestlemania sehr intuitiv. Na ja, THQ hat zwar keinen Meilenstein der Wrestling-Spielegeschichte auf die Beine gestellt, aber besser als der Vorgänger ist WWE Wrestlemania XIX allemal geworden.

Bildergalerie

Wertung zu WWE Wrestlemania XIX (GC)

Wertung:

80 /10

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