WWE Smackdown vs. Raw 2009 im Test

Test Manfred Patrick Reichl

Jahr für Jahr schickt THQ einen neuen Teil seiner Wrestling-Reihe WWE Smackdown vs. Raw in den Ring. Auch dieses Jahr ist das so und wir nehmen es gleich vorweg, der neueste Spross WWE Smackdown vs. Raw 2009 macht den lieblosen Auftritt des Vorgängers vergessen.

Im „Road to WrestleMania“-Modus müsst ihr es mit eurem Charakter zum wichtigsten WWE-Event des Jahres schaffen. Quelle: Computec Media AG Im „Road to WrestleMania“-Modus müsst ihr es mit eurem Charakter zum wichtigsten WWE-Event des Jahres schaffen.

64 WWE-STARS

Schon alleine die deutlich höhere Anzahl der im Spiel enthaltenen WWE-Stars dürfte Wrestling-Fans in Begeisterung versetzen. 53 weibliche und männliche Superstars könnt ihr sofort auswählen, elf weitere lassen sich freischalten. Neben Main Eventern wie Triple H und John Cena sind diesmal auch Rückkehrer wie The Big Show oder Chris Jericho mit von der Partie, aber auch aufstrebende Neulinge wie Cody Rhodes, Santino Marella oder Kofi Kingston mischen erstmals mit.

Gekämpft wird wieder in Standard- oder ausgefallenen Gimmick-Matches wie "First Blood", "Falls count anywhere" oder "Hell in a Cell". Erstmals mit dabei ist in der neuen Edition das "Inferno Match". Wie so ein Kampf genau abläuft, erfahrt ihr auf der zweiten Seite dieses Artikels. Auch hinter den Kulissen dürft ihr euch diesmal prügeln. Um genau zu sein: in einem Backstage-Bereich und in einer Umkleidekabine.

Gelungene Kameraperspektiven sorgen für eine TV-reife Atmosphäre. Quelle: Computec Media AG Gelungene Kameraperspektiven sorgen für eine TV-reife Atmosphäre.

Die Straße zum Erfolg

Grundlegende Veränderungen gab es dafür im Bereich der Spielmodi. Der lieblose Karrieremodus des Vorgängers mit seinen sich ständig wiederholenden Zwischensequenzen wurde durch den "Road to Wrestle-Mania"-Modus ersetzt. Diesen könnt ihr in der Rolle von Triple H, C.M. Punk, The Undertaker, John Cena oder Chris Jericho als Einzelspielermodus durchspielen. Darüber hinaus erwartet euch auch eine Koop-Storyline in der Rolle von Batista oder Rey Mysterio. Will kein Freund mit euch gemeinsam zocken, dann könnt ihr der Konsole die Steuerung eures Koop-Partners überlassen. Der Koop-Modus funktioniert zudem nur lokal an einer Konsole und nicht über Xbox Live oder System-Link. Jede der sechs "Road to WrestleMania"-Geschichten beginnt ungefähr 80 Tage vor der wichtigsten WWE-Veranstaltung des Jahres und ihr müsst euch durch Siege einen Platz bei diesem Event sichern. Die Geschichten werden jeweils in gelungenen Zwischensequenzen erzählt, die den TV-Shows der WWE in nichts nachstehen.

Neue Double-Team-Moves bringen mehr Abwechslung in Tag-Team-Matches. Quelle: Computec Media AG Neue Double-Team-Moves bringen mehr Abwechslung in Tag-Team-Matches.

Ein als "Karrieremodus" bezeichneter Spielmodus hat es dennoch ins Spiel geschafft. In diesem macht ihr aber nichts anderes, als euch mit einem Wrestler eurer Wahl einen WWE-Titel nach dem anderen unter den Nagel zu reißen.

Auch im Backstage-Bereich haut ihr euch wieder auf die Glocke. Quelle: Computec Media AG Auch im Backstage-Bereich haut ihr euch wieder auf die Glocke.

Bedauerlicherweise gibt es in diesem Jahr keinen General-Manager-Modus, in dem ihr selbst die Kampfabende der WWE organisieren könnt. Ebenfalls gestrichen wurde leider der Hall-of-Fame-Modus.

Macht's miteinander

Die Spielmechanik hat sich hingegen nicht verändert. Dazu gab es aber auch keinen Anlass, denn sie ist immer noch hervorragend, einsteigerfreundlich und bietet dennoch unzählige Möglichkeiten. Die wichtigsten Aktionen sind sogenannte Grapplings. Diese werden in leichte und starke Aktionen unterschieden, die ihr jeweils mit dem rechten Mini-Stick ausführt. Jeder Kämpfer beherrscht eine Vielzahl von Aktionen, darunter auch seine Finishing- und Signature-Moves, die er regelmäßig im TV zeigt. Lediglich im Bereich der Tag-Team-Matches wurde die Spielmechanik aufgebohrt. Ihr könnt Gegner nun auch von außen festhalten oder sogar Tag-Team-Finishing-Moves ausführen.

Selbst auf der Rampe, die zum Ring führt, gehen die Raufereien weiter. Quelle: Computec Media AG Selbst auf der Rampe, die zum Ring führt, gehen die Raufereien weiter.

Angestaubter Look

Nichts getan hat sich in grafischer Hinsicht. Die Charaktermodelle sehen gut aus, aber nicht so gut wie die TNA-Stars in TNA iMPACT!. Der Großteil der Animationen weiß zu überzeugen, einige wirken aber immer noch etwas abgehackt. Dafür sorgen neue Kameraperspektiven während der Matches für eine fernsehreife Atmosphäre. Die Soundeffekte und englischen Kommentare sind wieder sehr gelungen, bei der Musik in den Menüs setzten die Macher diesmal in erster Linie auf die coolen Entrance Themes der WWE-Superstars.

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