WRC

Test

Wir können den Peugeot nicht 
mehr auf Kurs halten und drehen uns von der Strecke. Wir können den Peugeot nicht mehr auf Kurs halten und drehen uns von der Strecke. Nachdem Codemasters letzten Monat mit Colin McRae Rally 2005 Plus vorlegte und das erste Rallye-Spiel für die PSP veröffentlichte, ist jetzt Sony an der Reihe. Seine erfolgreiche WRC-Reihe soll in Zukunft auch unterwegs Staub aufwirbeln und mit waghalsigen Drifts vom faden Alltagsverkehr ablenken. Als einziges Rallye-Spiel kann WRC dabei mit der Originallizenz der FIA World Rally Championship aufwarten.

Als Folge darf man bei WRC nicht nur alle realen Fahrer (inkl. des amtierenden Champions Sebastien Loeb) und Autos der diesjährigen Meisterschaft auswählen, sondern auch über Originalstrecken heizen. Bei 16 der insgesamt 64 Kurse handelt es sich nämlich um akkurat nachmodellierte Digitalversionen der echten Rennstrecken.

Geringes Eigengewicht

Die Sprünge sind meist unrealistisch. Oftmals springt man einige Meter in die Höhe! Die Sprünge sind meist unrealistisch. Oftmals springt man einige Meter in die Höhe! Genau wie auf der PlayStation 2 bleibt der Simulationsaspekt bei WRC deutlich mehr im Hintergrund als zum Beispiel bei der Colin McRae-Serie. Die Fahrzeuge haben ein ziemlich geringes Eigengewicht und lassen sich dadurch sehr leicht manövrieren. Schnelle Richtungswechsel oder Vollbremsungen in letzter Sekunde lassen sich verhältnismäßig einfach ausführen und erleichtern gerade Rallye-Anfängern das Leben.

Trotz des eher einfachen Fahrverhaltens ist WRC aber noch lange kein einfaches Spiel. Ab dem Profi-Schwierigkeitsgrad werden die Strecken nämlich stellenweise richtig anspruchsvoll und erfordern vom Spieler erhöhte Konzentration. Gerade die kniffligen Spitzkehren sorgen regelmäßig für Abflüge von der Strecke Richtung Botanik.

Nicht ganz unschuldig daran ist der Kopilot. Der an sich ordentliche Helfer auf dem Beifahrersitz gibt die Hinweise auf besonders scharfe Kurven einfach zu spät, sodass man als Fahrer oftmals gar nicht schnell genug reagieren kann.

Immer nur Fahren

Da die Konkurrenz in Geisterautos sitzt, braucht man keine Angst vor Berührungen zu haben. Da die Konkurrenz in Geisterautos sitzt, braucht man keine Angst vor Berührungen zu haben. Schade, dass es die Entwickler wieder mal nicht geschafft haben, etwas Abwechslung in Form von Reparaturmaßnahmen, Entwicklungsoptionen oder Ähnlichem ins Spiel zu integrieren. Nach dem Motto "Nach dem Rennen ist vor dem Rennen" fährt man einen Kurs nach dem anderen ab. Selbst der Meisterschafts-Modus kann mit seinen unzähligen Rennen nicht wirklich motivieren. In diesem Punkt hat der Konkurrent Colin McRae ganz klar die Nase vorne.

Dafür überzeugt WRC aber bei der Technik. Nicht nur die Wagenmodelle sehen exzellent aus (inkl. realistischer Spiegelungen und Verschmutzen der Karosserie), auch die detaillierte Umgebung wirkt überzeugend: Scharfe Texturen, hübsche Lichteffekte und eine enorme Weitsicht zeigen die Leistungsfähigkeit der PSP. Dank WiFi-Unterstützung dürfen bis zu acht Leute gleichzeitig auf die Piste, wobei die Fahrzeuge der Konkurrenten wie beim Einzelspieler-Modus nur als transparente Geisterautos dargestellt werden.

Bildergalerie

Wertung zu WRC - World Rally Championship (PSP)

Wertung:

83 /10
Fazit

Motivierendes Arcade-Rallyespiel mit famosem Sound und hübscher Grafik. Etwas abwechslungsarm.

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