Mit einem ordentlichen Tritt pfeffert ihr euren Gegner auf die andere Seite.
Ein Superheld kann es sich eigentlich nicht leisten, in Rente zu gehen. Wer sollte Gotham City oder Manhattan sonst vor dem Unheil bewahren? Captain Blue hat sich trotzdem in den Ruhestand verabschiedet - doch so ganz ohne Action geht es schließlich auch nicht. Deshalb hat der ehemalige Weltretter seinen Heldenanzug gegen einen Regiestuhl eingetauscht, um sich als Filmemacher einen Namen zu machen.
Nachwuchs gesucht
Doch welchen Hauptdarsteller setzt Regisseur Blue ein? Red Hot Rumble soll die Antwort liefern: Ihr schlüpft ihr in die Rolle von zwölf Charakteren aus Capcoms Cel-Shading-Universum und kämpft in 24 Stages, die teilweise den beiden Viewtiful Joe-Teilen entliehen wurden. Natürlich prügelt ihr euch nicht nur als Joe, sondern dürft auch mit Silvia, Captain Blue Jr. oder freischaltbaren Figuren wie Sprocket kräftig Backpfeifen verteilen.
Gewohnt gut ist die Steuerung, mit der ihr die ansehnlich modellierten Comic-Helden über den Bildschirm scheucht. Chaotisch wird es allerdings, wenn ihr mit mehr als zwei Spielern in die Arenen steigt. Denn einige der Levels sind so stark animiert, dass die Übersicht zu sehr darunter leidet.
Habt ihr dann auch noch Charaktere gewählt, die sich farblich kaum voneinan-der unterscheiden, so könnt ihr kaum noch euren Spieler auf dem Screen orten. Dabei sind die Missionen in den einzelnen Stages eigentlich ganz witzig: Ihr kämpft unter anderem gegen einen Tornado-Boss oder müsst Bomben auf eure Rivalen schleudern.
Während der Kämpfe lockern nette Minispieleinlagen das Geschehen auf - so müsst ihr im richtigen Augenblick eine ganz bestimmte Taste drücken oder die Sticks und das Steuerkreuz im Uhrzeigersinn rotieren lassen. Schade, dass durch den hohen Chaos-Faktor ausgerechnet das Multiplayer-Potenzial nicht ausgeschöpft wurde. Weniger ist halt manchmal doch mehr!
