Den Weg zum Ruhm sucht man hier vergebens.

Test Stefanie Schetter

Ippo"s Road to Glory Hat ein Hieb gesessen, spritzen Schweißperlen vom Gesicht des Gegners. Hat ein Hieb gesessen, spritzen Schweißperlen vom Gesicht des Gegners. lautet der Untertitel dieser japanischen Comic-Umsetzung. Folglich steht im Mittelpunkt der Story-Modus, in dem Sie besagtem Ippo und vier weiteren Boxern zu verschiedenen Meistertiteln verhelfen. Das läuft in der Regel so ab: Ihr Lehrer verrät Ihnen die Stärken des nächsten Opponenten und rät Ihnen die sinnvollste Taktik. Sie antworten mit "Jou, Boss!", marschieren in den Ring und probieren so lange diverse Moves an Ihrem Gegenüber aus, bis Sie merken, welche er am schlechtesten blockt. Die Rivalen sind mal flink, mal defensiv und beherrschen fiese Spezial-Kombinationen. Von Kampf zu Kampf gewinnt jedoch auch Ihr Charakter an Kraft und Wendigkeit und erlernt eigene kraftvolle Schläge. Mit den L- und R-Tasten wechseln Sie zwischen verschiedenen Ausführungen von Haken und Punches, während Sie Ihre Figur mit dem Analog-Stick ausweichen, vorrücken oder den Gegner umkreisen lassen. Daran, dass die Steuerung nach der Blickrichtung des Helden ausgerichtet ist, gewöhnt man sich schnell, ebenso an das "indirekte" Status-System: Energie- oder Trefferanzeigen gibt es nicht; wie angeschlagen eine Figur ist, erkennen Sie nur an ihrer Reaktionsgeschwindigkeit oder ihrem wackeligen Stand.
KÜRZE OHNE WÜRZE
Mit Animationen und Bedienung wären die Stärken des Spiels leider schon abgedeckt. Neben der Karriereleiter existiert lediglich ein Versus-Modus, in dem Sie die besiegten Kämpfer gegen einen Freund oder die CPU in bereits freigespielte Boxhallen schicken dürfen. Die Figuren selbst sind so dümmlich gezeichnet und geben so platte Sprüche von sich - Ippos Vokabular beschränkt sich im Wesentlichen auf "Yeah", "Yes" und "Right" -, dass man sich als Spieler schlicht veralbert vorkommt. Die Sequenzen vor den Turnieren und zwischen den Runden laufen stets nach den gleichen Mustern ab, während im Hintergrund ein Pappaufsteller-Publikum ruckartig vor sich hin winkt. Die pathetischen Musiksamples nach Siegen oder Niederlagen ziehen das Ganze vollends ins Lächerliche. In der uns vorliegenden Beta-Fassung traten außerdem Bugs wie sich wiederholende Matches auf, die hoffentlich aus der Verkaufsversion getilgt sein werden.

Bildergalerie

Wertung zu Victorious Boxers (PS2)

Wertung:

60 /10

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