Valkyrie Elysium im Test: Generalprobe für Ragnarök - Seite 2
Test
In Valkyrie Elysium versucht ihr für Allvater Odin Ragnarök zu verhindern. Wir haben das Action-RPG getestet und verraten, ob sich der Kauf lohnt - inklusive Test-Video!
Die Schwerter, mit denen sich die Walküre leichtfüßig durch die Gegnerhorden kämpft, funktioniert dabei am besten. Die paar schwereren Waffen sind zunächst nur bedingt brauchbar und sind für das flotte Kampfsystem etwas zu langsam.
Je weiter ihr eine Waffe verbessert, desto mehr Angriffe und Kombinationsmöglichkeiten schaltet ihr frei. Dadurch ist beispielsweise auch die schwere Lanze mit der Zeit besser zum Spielen geeignet. Durch verschiedene Runen gibt es zusätzliche Möglichkeiten, die Ausrüstung eurem präferierten Stil anzupassen. Anscheinend hat sich das Entwicklerteam darauf konzentriert, ein möglichst hohes Maß an Individualisierung zu ermöglichen.
Wie es sich für eine Kriegerin gehört, hat die Protagonistin einiges auf dem Kasten. Durch drei verschiedene Fähigkeitenbäume habt ihr die Auswahl aus allerlei nützlichen Skills, die ihr bei Bedarf wieder deaktivieren könnt. Diese Fähigkeiten verbrauchen eine bestimmte Punktzahl, während sie aktiviert sind - jedoch nur wenig, sodass eine Menge Skills gleichzeitig verfügbar sind.
Gefallene Krieger zurück im Gefecht
Ein Kernelement des Kampfsystems sind die Einherier, die der Walküre nicht nur tatkräftig zur Seite stehen, sondern ihr zusätzlichen Elementschaden verleihen. Die Gegner haben neben der Waffenschwäche auch eine für bestimmte Elemente. Unterstützt euch einer der Krieger auf dem Schlachtfeld, greift ihr mit dessen Fähigkeiten wie Feuer- oder Eisschaden an. Die Möglichkeit, einen oder mehrere Einherier zu beschwören, ist durch die Seelenleiste begrenzt, allerdings hält diese lange vor.
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Dazu kommen die verschiedenen Künste, mit denen die Walküre ebenfalls Elementschaden anrichtet. Trefft ihr die Schwäche eines Monsters wiederholt, wird es für kurze Zeit kampfunfähig und ihr dürft euch richtig austoben. Dadurch ist trotz des flotten und actionlastigen Kampfsystems taktisches Geschick gefragt. Da häufig verschiedene Gegnertypen während eines Kampfes auftauchen, ist ein schneller Wechsel zwischen den Einheriern wichtig, um nicht selbst zum gefallenen Krieger zu werden.
So bleiben die Kämpfe durchweg spaßig. Vor allem die Seelenkette, mit der ihr euch schnell zu weiter entfernten Gegnern schwingt, sorgt für ein angenehmes Tempo ohne große Unterbrechungen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ihr gerade eine möglichst lange Kombo aneinanderreihen wollt.
Zu Beginn müsst ihr euch für einen der drei Schwierigkeitsgrade entscheiden, wobei sich der mittlere für jeden eignen dürfte, der schon mal einen Hack-and-Slay-Titel gespielt hat. Je nachdem, wie gut ihr euch in einer Mission geschlagen habt, bekommt ihr am Ende einen Rang für eure Leistung zugewiesen. Der hat allerdings keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf. Gute Noten sind keine Seltenheit, wir haben keine Mission auf Anhieb schlechter als mit einem A abgeschlossen.
Mit den richtigen Begleitern und Waffen sind Standardgegner kein Problem, bei den Bosskämpfen kamen wir schon mal ins Schwitzen, denn die teilen ordentlich Schaden aus. Tränke stehen nur begrenzt zur Verfügung, also bleibt meist nur die Heilkunst zur Erholung, die einen wertvollen Teil der Künsteleiste verbraucht. Da die Kamera bei den großen Gegnern gerne mal zum Verhängnis wird, mussten wir häufig darauf zurückgreifen.
Wiedersehen in Walhalla
Dass das Kampfsystem gut gelungen ist, ist essenziell, da ihr kaum etwas anderes tut als euch zu Prügeln. Nach jeder Mission kehrt ihr nach Walhalla zurück, erstattet Odin Bericht und werdet wieder fortgeschickt. In der Basis gibt es außer einem Trainingsplatz und einem Speicherpunkt nichts zu entdecken, dafür haben eure Gefährten gelegentlich Lust auf einen Plausch.
In den einzelnen Gebieten sieht es nicht besser aus. Es gibt zwar eine ganze Stange an Sidequests, die sind aber innerhalb weniger Minuten erledigt und können zudem nicht nebenbei abgehakt werden. Die Aufträge sammelt ihr zwar während der Hauptmissionen ein, ihr müsst danach aber erneut in das Gebiet reisen, um optionale Quests zu erfüllen. Als Belohnung winken neue Waffen, Künste oder Items, die ihr für Verbesserungen benötigt. Die Beute ist der größere Anreiz als die monotonen Aufgaben selbst.
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