Unlimited SaGa

Test Christian Schönlein

Auch verschiedene Figuren können Angriffe kombinieren. Auch verschiedene Figuren können Angriffe kombinieren. Die Ankündigung, Atari werde das Rollenspiel Unlimited SaGa in Deutschland in komplett englischer Fassung veröffentlichen, wurde von RPG-Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Einerseits ist das Spiel so nur Rollenspiel-Profis mit sehr guten Englischkenntnissen zugänglich. Andererseits beweist man auch endlich in Deutschland den Mut, ein Nischenprodukt aus dem RPG-Genre zu veröffentlichen - nur leider tut man den Spielern damit nicht wirklich einen Gefallen. Unlimited SaGa entpuppt sich nämlich nun, wo wir endlich die Gelegenheit hatten, viel Zeit mit dem Titel zu verbringen, als ein sehr zäher Vertreter des Genres.

So eintönig wie kompliziert
Zu Spielbeginn wählen Sie sich eine von sieben verschiedenen Figuren aus. Mit der Zeit schließen sich auch die anderen sechs Hauptfiguren der Party an, wodurch alle Handlungsstränge miteinander verknüpft werden. Um Aufträge zu erfüllen, hüpfen Sie auf einer etwas zweckmäßig gestalteten Landkarte von Feld zu Feld (ähnlich wie bei einem Brettspiel) und reisen so zwischen Städten hin und her. Gelegenheit zur Interaktion gibt es dabei wenig. Das Spiel lebt hauptsächlich von den Zufallskämpfen, in die Sie auf der Landkarte geraten, und den zahlreichen komplexen Menüs. Haben Sie eine Stadt erreicht, in der Sie den nächsten Auftrag annehmen können, geschieht das ebenfalls lediglich in Textfenstern. Auch hier sind Menüs, Textfenster und Standbilder das Einzige, was Sie zu sehen bekommen. Zugegeben, der Grafikstil und das Charakter-Design sind sehr schön, doch was nützen mir hübsche Bildchen, wenn ich mich in den zahlreichen Menüs nicht zurechtfinde beziehungsweise mit der Funktionsweise nicht zufrieden bin? Nach einer Mission leveln die Charaktere beispielsweise auf. Sie erhalten neue Fähigkeiten, die Ihre Statuswerte verändern. Diese Fähigkeiten werden als Symbole dargestellt, die Sie auf einem speziellen Spielfeld anordnen müssen - selbst dann, wenn sich Ihre Werte dadurch nur verschlechtern!

Lieben oder Hassen
Auch das grundsätzlich interessante Kampfsystem kann Unlimited SaGa nicht vor der Durchschnittlichkeit retten. Zu Beginn einer Kampfrunde wählen Sie fünf Kämpfer und die durchzuführenden Aktionen aus. Mit dem Glücksrad werden diese dann ausgelöst. Die verschiedenen Felder auf dem Rad bestimmen die Stärke des Angriffes. Wahlweise können Sie solche Attacken auch koppeln und die Gegner so mit vernichtenden Kombos eindecken. Setzen Sie eine Waffe dabei besonders häufig ein, kann diese neue Attacken "lernen". Doch zu schnell wird auch das Kampfsystem nervig und sorgt für mehr Frust als Lust. Sicher wird es einige wenige geben, die sich für diese etwas andere Art von Rollenspiel begeistern können. Aber selbst hartgesottene RPG-Fans sollten unbedingt erst Probe spielen.

Bildergalerie

Wertung zu Unlimited SaGa (PS2)

Wertung:

63 /10

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