Undercover: Doppeltes Spiel - Das komplette Interview

Special Maik Koch

Ende August 2007 kommt Undercover: Doppeltes Spiel in die Läden. Georg Heinz, Entwickler und Autor des neuen DS-Abenteuers, erzählt uns, weshalb der DS wie gemacht ist für Adventures.

Warum passt Undercover so gut auf den Nintendo DS?
Georg Heinz; Autor und Entwickler bei Sproing Georg Heinz; Autor und Entwickler bei Sproing Die Steuerung durch den DS-Stylus bietet sich für ein Adventure an, im Gegensatz zu anderen Konsolen oder Handhelds kann eine indirekte Steuerung verwendet werden, interaktive Hotspots lassen sich intuitiver bedienen und die zwei steuerbaren Charaktere lassen sich vortrefflich auf die beiden DS-Bildschirme verteilen.

Was sind eure Lieblingspassagen im Spiel?
Ein Lieblingsmoment ist das Dartspiel im Pub - wir sind schon richtige Profis geworden... eigentlich haben wir bei jedem Minigame Spaß. Sonst finden wir besonders John und Audrey's kleine Sticheleien und Johns Diskussion mit Agent McAllistair sehr gelungen. Eines der größten Highlights ist aber auch das Ende des Spiels, von dem bis jetzt noch jeder ziemlich überrascht war.

Ist die Wii ein Thema für zukünftige Projekte?
Undercover: Doppeltes Spiel - Das komplette Interview Die Wii ist natürlich ein Thema - ob sich damit coole Adventures verwirklichen lassen, muss jetzt mal ausprobiert werden... Sonst bietet die Wii den Vorteil, dass man mit überschaubarem Aufwand Spiele entwickeln kann, die sich von althergebrachten Konsolenspielen unterscheiden - hier ist Kreativität gefragt, nicht unbedingt Teamgrösse. Sproing arbeitet bereits an zwei neuen Wii Spielen, über die wir aber noch nichts verraten.

Point-And-Klick-Adventure haben die 80er und 90er Jahre geprägt. Welches sind Eure Lieblingsspiele dieser Zeit?
Monkey Island I + II (Sehr viele abgedrehte Ideen), Baphomet's Fluch (Eines der wenigen Adventures mit fantastischer Synchronisation), The Dig (Großes Kino!), Full Throttle (Schön aber kurz), Indiana Jones And The Fate Of Atlantis (Ein Grafikschmaus), Leisure Suit Larry (Schweinisch gut), Prisoner Of Ice (Schaurig schön), Zak McKraken und Maniac Mansion - wir haben damals eigentlich fast alles gespielt.

Undercover DS ist nicht der Nachfolger des PC-Spiels Undercover: Operation Wintersonne, sondern der Vorgänger. Wer hatte die Idee dazu?
Undercover: Doppeltes Spiel - Das komplette Interview Der Charakter, der John am Anfang des PC-Spiels war, war uns sehr sympathisch und ist sehr ausbaufähig. Am Ende des PC-Spiels ist John Russell ja ein etwas abgeklärterer Mensch, und für ein Sequel auf dem DS, vor allem in diesem Setting, erschien er uns zu abgebrüht. So kam die Idee auf, ein Prequel zu machen, einerseits um neuen Spielern einen guten Zugang zum Spiel zu ermöglichen, andererseits wäre der "Sequel-John" ein aktiverer Mensch als der "Prequel-John" und bräuchte keine Hilfe von Audrey, der Sekretärin. Ein zentrales Element in Dual Motives sollte aber auch die Möglichkeit sein, zwei Charaktere zu steuern... Die Idee zu der ganzen Sache hatten Georg und sein Kollege Harald.

Bei Undercover kommt sicher ein ganze Menge Text zusammen. Wie
viele Buchseiten würde die Textmenge füllen?

Undercover: Doppeltes Spiel - Das komplette Interview Die Dialoge und Ingame-Texte belaufen sich am DS auf ca. 30.000 Worte, die eigentliche Story samt Rätsel-, Charakter- und Locationbeschreibungen sind ca. 50 Seiten. Durch verschiedene Versionen der Story und der Rätsel sind natürlich Sachen weggebrochen, da kommen noch mal einige Seiten zusammen. Ein kleiner Roman würde sich insgesamt also ausgehen.

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