Under The Waves im Test: Eines der atemberaubendsten Spiele des Jahres!

Test Michael Grünwald 25,49 €
Under The Waves im Test: Eines der atemberaubendsten Spiele des Jahres!
Quelle: Parallel Studio

Under the Waves entpuppt sich in unserem Test als absoluter Geheimtipp. Warum der Indie-Titel überzeugt und wichtige Botschaften übermittelt, lest ihr hier!

Meistens ist es dort unsere Aufgabe, Rätsel zu lösen. Aufgrund nur spärlicher Tipps müssen wir dabei ordentlich unsere grauen Zellen anstrengen. Denn häufig wird uns nur gesagt, dass wir eine bestimmte Sache in Ordnung bringen sollen. Wie genau das funktioniert, müssen wir im Anschluss selbst herausfinden. Hin und wieder hat uns dabei der Quest-Marker irritiert, denn der aktualisiert sich manchmal nicht und bleibt strikt auf dem Missionsziel, obwohl wir einen Nebenraum oder einen Höhleneingang finden müssen. Die Markierung führt in ein paar Fällen also auf falsche Fährten.

Um manche Aufgaben abzuschließen, benötigen wir zudem Teile, die wir an einer Werkbank anfertigen müssen. Dazu gehören beispielsweise Reparatursets, Minen und Fackeln. Auch unser U-Boot lässt sich dort aufrüsten. Sobald wir aus der Moon aussteigen, sollten wir immer einen Blick auf den Sauerstoffvorrat in unserem Taucheranzug haben. Zwar ertönt eine Warnung, wenn die Luft knapp wird, doch ohne zusätzliche Sauerstoffstäbe ertrinken wir dann schneller, als uns lieb sein kann. Während manch anderen Passagen kann Stan ebenfalls das Zeitliche segnen, doch in unserem knapp elfstündigen Durchlauf passierte das lediglich einmal. Wer alle Geheimnisse des Spiels lüften möchte, und davon gibt's einige, kann noch ein paar Stunden Spielzeit drauf rechnen.

Figuren laufen unter Wasser auf einem Schiffswrack Quelle: Parallel Studio Under the Waves gaukelt uns tatsächlich die unendlichen Weiten des Meeres in ihrer ganzen Pracht vor, doch eine Weltbegrenzung gibt's am Rande dann schon. Dafür können wir mit unserem U-Boot sogar an die Meeresoberfläche steigen und einen kurzen Blick über Wasser erhaschen. Dadurch wirkt das Spiel wie ein gewaltiges Open-World-Spektakel, ohne die damit einhergehenden Schwächen mit sich zu bringen.

In unserem Lebensmodul können wir außerdem Kaffee trinken, die Tierwelt bestaunen, fernsehschauen und sogar ein Gitarrenminispiel absolvieren. In Momenten wie jenen während derer Stan auf seiner gefundenen Klampe ein Liedchen klimpert, merken wir besonders stark, wie viel Herzblut in die Entwicklung von Under the Waves geflossen ist.

Zerstörung durch Menschenhand

Neben den bedrückenden Themen der Story rund um den Hauptcharakter werden wir auch immer wieder mit anderen Problemen konfrontiert. Die Umweltverschmutzung im Meer ist allgegenwärtig. Ständig stoßen wir auf Ölreste, Plastikflaschen und andere von Menschen gemachte Probleme.

Gleich zu Beginn wird uns daher beigebracht, dass wir zum Beispiel die Plastiküberreste unserer Sauerstoffstäbe nicht zurücklassen sollen. Auch Flaschen, Metall und Elektronik sammeln wir zwischendurch ein. Als Belohnung können wir mit dem Zeug die bereits angesprochenen nützlichen Gadgets an Werkbänken anfertigen.

Auch die Tierwelt leidet unter der Verschmutzung. Im Verlauf des Spiels spricht Stan mehrmals die verringerte Fauna rund um seine vorübergehende Bleibe an. Und zusätzlich bereitet auch der Klimawandel Sorgen.

Blick auf eine Unterwasser-Landschaft mit einem kleinen Tauchboot auf der linken Seite. Quelle: Parallel Studio

Auf unserem TV sehen wir immer wieder Meldungen des Wetterberichts, die von schweren Stürmen und Katastrophen berichten. Selbst die Einrichtungen unseres Bohrunternehmens sind davon unter Wasser immer wieder betroffen und wir werden um Reparaturhilfe gebeten.

Parallel Studio und Quantic Dream gingen passend zu Under the Waves eine Kollaboration mit Surfrider Foundation Europe ein. Im Spiel erhalten wir durch die Partnerschaft reale Informationen zur Tierwelt und zum Schutz der Ozeane.

Zusätzlich bieten uns die Entwickler die Möglichkeit, in einen Ökomodus zu wechseln. Die technischen Einstellungen werden dann zurückgeschraubt, um den Stromverbrauch zu verringern. Wen eine niedrigere Auflösung und weniger Bilder pro Sekunde nicht stören, sollte das definitiv zwischendurch versuchen.

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