Ubisoft: Umfassende Neuausrichtung - Spiele eingestellt, Studios geschlossen - Update: Aktie auf Talfahrt

News Maik Koch
Ubisoft: Umfassende Neuausrichtung - Spiele eingestellt, Studios geschlossen - Update: Aktie auf Talfahrt
Quelle: Ubisoft

Publisher-Riese Ubisoft läutet mit einem Knall einen Umbruch ein. Gleich sechs Spiele werden eingestellt, es gibt Studioschließungen und alle Mitarbeiter werden ins Büro zurückbeordert. Update: Ubisoft-Aktie im Sinkflug.

Update: Nachdem Ubisoft im aktuellen Geschäftsbericht eine Gewinnwarnung herausgab und umfassende Umstrukturierungen ankündigte, befindet sich die Aktie des Unternehmens aktuell auf Talfahrt. Wie finanzen.net vermeldet, stürzte das Wertpapier an der EURONEXT in Paris zeitweise um 32 Prozent auf 4,49 Euro ab. Wie die Experten von MarketWatch vermelden, sei dies der größte Kurseinbruch seit dem Börsengang im Jahr 1996. Analysten von Bernstein betiteln die Gewinnwarnung als "verheerend in einer langen Reihe von katastrophalen Fehlentwicklungen".


Originalmeldung: Mit einem Knall kündigt Publisher-Riese Ubisoft große Restrukturierungsmaßnahmen an. "Umfassende organisatorische, operative und portfoliobezogene Neuausrichtung" heißt das in Firmensprache. Das bedeutet im Detail, dass der Assassin's Creed-Hersteller sechs Spiele-Projekte einstellt, Studios schließt und alle Mitarbeiter wieder ins Büro zitiert.

So soll es bei Ubisoft künftig fünf Kreativ-Studios geben, die sich auf erfolgreiche Kernmarken konzentrieren. Neben Shootern wie The Division, Ghost Recon oder Splinter Cell stehen die großen Triple-A-Projekte wie Assassin's Creed, Far Cry oder auch Rainbow Six im Fokus. Überdies gibt es Familienspiele sowie Live Experiences (Brawlhalla, Skull & Bones etc.) und Fantasy und storybasierte Fantasy-Welten (Might & Magic, Prince of Persia, Anno, Beyond Good & Evil).

Entlassungen bei den Teams von Trials und The Division

Dies bringt auch Schließungen von Studios mit sich. Kürzlich gab es unter anderem die Schließung des Halifax-Studios samt Entlassung von 71 Mitarbeitern. Dies zog auch eine rechtliche Prüfung der CWA Canada nach sich. Die Gewerkschaft kündigte an, die Rechte ihrer Mitglieder zu schützen, indem man alle rechtlichen Mittel ausschöpfen werde.

Ebenso betroffen von den Schließungen und Entlassungen: das Studio in Stockholm, Teams in Abu Dhabi sowie RedLynx (Trials-Serie) und Massive Entertainment (The Division-Serie, Star Wars Outlaws). Alle Teams sind darüber hinaus angehalten, an fünf Tagen in der Woche wieder im Büro zu arbeiten, jedoch mit einer jährlich pauschal festgelegten Anzahl an Remote-Arbeitstagen.

Gleich sechs Spiele eingestellt

Insgesamt sechs Spiele sind ebenfalls von Ubisofts Maßnahmen betroffen. So sind drei noch nicht angekündigte Projekte eingestellt worden, eines davon wohl ein Mobile Game. Das unter Fans mit Spannung erwartete Remake zu Prince of Persia: The Sands of Time fällt ebenfalls dem Rotstift zum Opfer. Im Fokus des französischen Entwicklers und Publishers stehen künftig Spiele mit Open-World-Ansatz und Live-Services.

Neben den eingestellten Spielen wurden vermutlich auch unangekündigte Projekte verschoben. Gerüchte drehen sich hierbei um das noch nicht offiziell angekündigte Remaster von Assassin's Creed Black Flag. Angeblich sei der Release des Spiels nun ins kommende Finanzjahr verschoben worden. Gegenüber IGN gab Ubisofts Finanzvorstand Frederick Duguet an: "Im Januar und Dezember haben wir eine gründliche Prüfung unseres Portfolios inklusive Marktanalyse vorgenommen. Im vergangenen Quartal war ein noch nie dagewesenes Maß an Wettbewerb zu beobachten."

"[...] Wir haben die besten Projekte ausgewählt, um unsere Creative Houses in die beste Position zu bringen, um in diesem Markt erfolgreich zu sein", so Duguet weiter. Was meint ihr zum umfassenden Umbruch bei Publishing Gigant Ubisoft? Hinterlasst uns doch eure Meinung unterhalb dieser Zeilen. Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Geschäftsbericht via IGN, Eurogamer

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