Tunic im Test: Kleiner Fuchs mit großem Anspruch - jetzt auch für Switch und PS4
Test
Der erste Eindruck täuscht: Hinter der niedlichen Fassade von Tunic steckt ein betont knackiges Action-Abenteuer, das sich zwar ordentlich bei Zelda bedient, aber auch viele eigene Stärken hat. Im Test klären wir, warum Tunic oft richtig Spaß machen kann - und wer sich den Kauf trotzdem gut überlegen sollte. Update: Jetzt auch mit Switch-Wertung.
Die Zauber öffnen geheime Pforten, lassen Schatztruhen erscheinen oder machen den Weg zu versteckten Kammern frei. Ein besonderer Suchzauber führt uns gegen Ende außerdem zu verborgenen Feen, die wir brauchen, um die wichtige Anleitung abzuschließen. Das macht tatsächlich Spaß und sorgt dafür, dass wir die Welt noch einmal gründlich nach Geheimnissen absuchen. (Kleiner Tipp: Zettel und Stift bereit halten!) Allerdings nervt das Magiesystem auch auf Dauer, vor allem, wenn unsere Eingaben nicht richtig erkannt werden. Warum, kann man leider nur raten. Es gibt auch keine Möglichkeit, bereits bekannte Zauber oder Kombinationen abzuspeichern, damit man sie schnell griffbereit hat. Das wäre sicher eleganter gegangen.
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Technisch lief Tunic in unserer PC-Testversion meistens rund und sehr flüssig, allerdings haben wir hier und da ein paar Bugs in der Levelgeometrie entdeckt. So sind wir im Minengebiet beispielsweise prompt durch den Boden gerutscht und in den Tod gestürzt, als wir uns hinter einem Hügel umgesehen haben. Mit einem besonderen Upgrade, das man erst kurz vor Ende erhält, kann euer Fuchs außerdem blitzschnell durch die Spielwelt dashen - das ist zwar überaus praktisch, allerdings kann es hier und da auch mal vorkommen, dass man dabei durch Wände clippt oder an einem Ort landet, wo man eigentlich gar nicht hin sollte. Das ist zwar nicht weltbewegend, fühlt sich aber etwas unsauber an.
Quelle: PC Games
Die Switch-Version von Tunic im Test
Update: Was taugt die Switch-Umsetzung?
Inhaltlich ist die Switch-Version identisch mit der Originalfassung, die im März für PC und Xbox One erschienen ist. Grafisch wurden aber kleine Abstriche gemacht. So fällt die Auflösung geringer aus als auf den anderen Plattformen. Das Bild wirkt dadurch etwas verwaschen, egal ob im Handheld-Modus oder am TV. Beim Raumwechsel fallen nun kurze Ladezeiten an. Und auch die Schatten sind etwas grobkörniger und flackern unschön bei Bewegung. Das ist grundsätzlich alles noch im Rahmen. Die durchwachsene Performance hat uns schon eher gestört: Die Switch-Fassung ist auf 30 Bilder pro Sekunde beschränkt, fällt hier und da aber noch spürbar darunter. Grundsätzlich steuert sich der Fuchs auch etwas zäher als in den anderen Fassungen, die sich im direkten Vergleich einfach besser anfühlen. Zwar bleibt Tunic auch auf der Switch immer gut spielbar, unterm Strich ist die Umsetzung aber klar die schwächste Version.
Meinung
Tunic ist im März 2022 für Xbox Series S/X, Xbox One und PC gestartet und konnte jede Menge gute Wertungen einfahren. Der Preis liegt bei 28 Euro. Zum Launch war das Spiel auch schon im im Xbox Game Pass enthalten. Die PC-Fassung von Tunic ist über Steam, Epic Games, GOG und Humble Store erhältlich. Sprachausgabe gibt es nicht, die (lesbaren) Texte sind aber wahlweise auf Deutsch. Update: Tunic ist mittlerweile auch für Switch und PS4/PS5 erhältlich. Ihr findet die Umsetzungen im Nintendo eShop und im PSN Store.
