Der härteste Konkurrent, den Grand Theft Auto jemals hatte!
Bei starkem Regen macht der Spaziergang über den Times Square nur halb so viel Spaß.
Die Spannung war greifbar, als die Redaktion endlich die DVD mit der Aufschrift "True Crime: New York City - Review-Version" entgegennahm. Zwei lange Jahre des Wartens, vielversprechende Vorschauversionen und die übermächtige Konkurrenz aus dem Hause Rockstar Games machten jeden in der Redaktion neugierig. Sie auch? Das können wir verstehen.
Und um Sie nicht ewig auf die Folter zu spannen, wollen wir nur kurz umreißen, worum es bei True Crime: New York City überhaupt geht. Hauptdarsteller Marcus Reed wurde von seiner eigenen Gang verraten und nimmt blutige Rache. Doch anstatt in den Knast zu wandern, schickt ihn Terrence Higgins, sein Mentor und guter Freund seines Vaters, auf die Polizeischule.
Fünf Jahre später soll Marcus als Undercover-Cop die Polizeieinheit gegen das organisierte Verbrechen (OCU) unterstützen. Kaum tritt er den neuen Job an, tritt sein Mentor ab - bei einer Bombenexplosion verliert Marcus seinen besten Freund. Erneut ist der Hitzkopf auf Rache aus und begibt sich auf die Suche nach dem Maulwurf in der OCU.
Großstadtflair
Leichte Schläge (mit einer großen Schaufel!) erhöhen
das Denkvermögen - wirklich!
Nach einem kurzen Tutorial kann"s endlich losgehen und Sie dürfen in der Gestalt von Marcus Reed frei durch den New Yorker Stadtteil Manhattan cruisen. Und was Luxoflux hier leistet, verdient Respekt. Die Stadt sieht schlicht und ergreifend fantastisch aus, glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Lichteffekten, voll gestopften Straßen und Bürgersteigen, Müll fliegt durch die Gegend, schicke Texturen verzieren die Gebäude, Pop-ups und zu spät eingeblendete Texturen sind nicht zu erspähen.
Während Grand Theft Auto durch den Comic-Look stets allzu deftiger Kritik an der Optik entgeht, zeigt True Crime: New York City, wie realistisch man eine Metropole auf den Bildschirm zaubern kann. Leider hat die Sache einen Haken, denn genau wie bei GTA ist die Performance von True Crime stets etwas rucklig. Doch wie bei der Konkurrenz gewöhnt man sich auch hier nach einer Weile daran und bekommt ein Spiel präsentiert, das sich gegenüber dem Vorgänger in einigen Punkten deutlich verbessert zeigt.
Genremix
Die Bikes sind schwieriger
zu kontrollieren als bei der Konkurrenz von Rockstar Games.
Drei Spiele in einem sollte True Crime: Streets of L.A. sein und letztlich war dem ja auch so. Allerdings hatten alle Gameplay-Elemente mit einigen Macken zu kämpfen. Autofahrten krankten an der öden Stadt und der hektischen Fahrphysik, Ballereien litten unter einer etwas hakeligen Steuerung und in Prügeleien nervte die Kameraführung. All diese Punkte wurden von Luxoflux in Angriff genommen und optimiert.
Die Fahrphysik macht jetzt erheblich mehr Spaß, erlaubt fette Drifts und eine bessere Kontrolle über das Fahrzeug. Zwar spielt sich GTA nach wie vor etwas entspannter, doch True Crime macht seine Sache sehr gut. Lediglich die neu hinzugekommen Motorräder können da nicht ganz mithalten: Sie steuern sich nämlich äußerst schwammig, was durch die stets leicht nachziehende Kamera nicht gerade verbessert wird.
