Dies ist jedoch nicht die einzige von der Konkurrenz inspirierte Neuerung. Endlich gibt es in der Stadt mehr Nebenbeschäftigungen. Wer nur dem Hauptstorystrang folgt, hat nach zehn bis zwölf Stunden zwar die wichtigsten Missionen gesehen, doch noch eine Menge zu tun. Drei Informanten halten weitere Jobs bereit, illegale Autorennen und Prügeleien sind zu absolvieren und dank der Kooperation mit Sportartikel-Hersteller Puma darf man sich auf die Suche nach zehn versteckten Paaren Sneakers machen.
Um die magischen 100 Prozent zu erreichen, gilt es zudem, ganz Manhattan vom Verbrechen zu befreien. Dazu wurde die Halbinsel von den Entwicklern in kleine Bereiche aufgeteilt, die grün eingefärbt werden, sobald man eine ausreichende Anzahl an zufällig auftretenden Verbrechen aufgeklärt hat. Es gibt also eine ganze Menge zu tun, bis man wirklich alles vom Spiel gesehen und sämtliche Aufgaben erledigt hat.
Die Abrechnung
Klingt doch eigentlich alles nach dem erhofften GTA-Killer - doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Ein Spiel ist eben mehr als die Summe seiner Teile und auch wenn True Crime: New York City viele starke Pluspunkte verbuchen kann, einige Detailmängel trüben den ansonsten sehr guten Gesamteindruck.
Sei es die fehlende freie Kamera bei Autofahrten, die vorhersehbare Story, die etwas träge Steuerung oder die zahlreichen kleineren Bugs: Unterm Strich schafft es auch das zweite True Crime nicht, dem großen Konkurrenten gefährlich zu werden. Daran ist nicht zuletzt der geringere Umfang schuld, denn wenn in New York City der Showdown beginnt, hat man in San Andreas noch nicht einmal die zweite Stadt zu Gesicht bekommen.
Dies ändert aber nichts am Spaß, den die Missionen machen. Wem Grand Theft Auto San Andreas zu groß und zu unübersichtlich war, der sollte schon mal das Ticket nach New York buchen und sich auf spannende Action einstellen. Die deutsche Version wurde übrigens hinsichtlich der Gewaltdarstellung etwas entschärft, dennoch ist das Spiel nichts für jüngere Zocker!
